Polizeiarbeit in Düren

1900 - 1945

Die

Foto: Polizisten in der Dürener Innenstadt, vermutlich um 1919



Die Gendarmerie sorgte für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit.

Die "König


liche Gendarmerie-Station Düren" befand sich im Rathaus, Parterre

Die Königliche Gendarmerie-Station um 1910 Mühlenweg 62-64, Düren.

Personal um 1900 u.a

Polizeikommissar: Valerius

Polizeisekretär: Hermanns

Polizeisergeanten: u.a. Dohr, Nießen

Gendarmerie: Stephan, Wolter

Kreis-Gefängniswärter: Kern

 

                                                                                                  

Foto rechts: Polizeisergeant in Düren

Josef  Petmecky


Personal u.a.

Johann Külzer (Oberwachtmeister)

Otto Heidke (berittener Gendarm)

Heinrich Lange (Wachtmeister)

Max Buchholz (W

                                                                                         

                          

     


       


  
Polizeiinspektion in Düren

und die Wachen in den 1940er Jahren


Kaiserplatz 18----------------------------------------Polizeiinspektion

Wilhelmstraße 2 - -------Polizeihauptwache und Polizeibezirk I

Blücherplatz 2 -------------------------------------------Polizeibezirk II

Alte Jülicher Straße 58--------------------------------Polizeibezirk III



Oben: Polizeipräsenz in Düren Schützenstraße/Kölnstraße August 1932.


Polizeiuniform 1940er Jahre in Düren


 oben: 2. Polizeirevier Düren vor 1945 am Blücherplatz.


oben: Polizeimarsch über die Weierstraße in den 1940er Jahren.


Fotos oben: Sammlung Gerd Schumacher und  Privatarchiv Erika Petmecky, Erftstadt; Dürener Adressbücher 1882 und 1910.     




Die Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg



Im April 1945 marschieren amerikanische Soldaten in die mehr oder weniger zerstörten rheinischen und westfälischen Städten  ein, wenig später übernimmt eine britische Militärregierung das Sagen in den Gebieten um Rhein, Ruhr und Lippe. Die Polizei ist in einem desolaten Zustand. Viele Beamte haben im Krieg ihr Leben verloren, sitzen in alliierten Gefangenenlagern oder sind in der Erwartung geflüchtet, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen zu werden, die sie während der nationalsozialistischen Zeit begangen haben.

Die Sicherheitslage im Land ist schwierig. Große Armut sorgt für viele Diebstähle, Raubüberfälle und Tötungsdelikte und marodierende Gruppen freigelassener Zwangsarbeiter mit erbeuteten Wehrmachtswaffen machen die Straßen unsicher. Die Gefahrenabwehr stellt sehr hohe Anforderungen an die verbliebene Polizei.

Überall gibt es vom Einsturz bedrohter Gebäude, nicht entschärfte Bomben, Granaten und unwegsame Straßen. Vor diesem Szenario und unter gleichzeitiger Ausfilterung „nationalsozialistischer Elemente“ in der Polizeibeamtenschaft, versucht die Militärregierung Polizeibeamte zu rekrutieren, die körperlich und geistig für den Beruf geeignet und zugleich nicht zu stark von den Gedanken des untergegangenen Hitler-Regimes  infiltriert sind.

Der Beruf des Polizeibeamten ist jedoch in diesen Zeit unattraktiv. Die Besoldung und das Ansehen der Polizei sind gering, viele Polizistenfamilien leben in bitterer Armut  und für eine effektive Dienstausübung mangelt es an Fahrzeugen, Waffen, Räumlichkeiten und überhaupt allem, was für die Polizeiarbeit benötigt wird.

(Quelle:Kawelovski, Frank, Homepage Polizeigeschichte Infopool, 40er Jahre, in: Internet http://  polizeigeschichte.jimdo.com/, zuletzt eingesehen am 29.2.2020