Liebe Besucher,

zurzeit setzen wir die aus Gründen der Coronakrise die Berichte aus den Gerichtsälen des Amtsgerichts aus.





 

 

 Das Amtsgerichtgefängnis

1940 bis heute

 

                                             an der August-Klotz-Straße in Düren


Ehemaliger Verwaltungstrakt des Gefängnisses

Ehemaliger Verwaltungstrakt des Amtsgerichtsgefängnisses

 

 

Die Fertigstellung des neuen Gefängnisses in Düren hatte man bei der Justiz und beim Regierungspräsidenten für den 01. Februar 1940 vorgesehen.


Für das neue Amtsgerichtsgebäude war der 01. Juni 1940 als Fertigstellungstermin geplant. Dass sich die Termine für beide Gebäude mehr oder weniger verzögerten, lag an den politischen Veränderungen jener Zeit. Das Gefängnis wurde am 19.02.1940 in Betrieb genommen und war für 41 Männer und 10 Frauen ausgelegt.

Das Amtsgerichtsgebäude konnte erst am 07.05.1942 vollständig bezogen werden. Die angemieteten Räume in der Pletzergasse 22 wurden jedoch schon am 01.11.1941 verlassen. Die dort untergebrachten Abtleilungen wurden in den bereits fertiggestellten Teil des Amtsgerichtsgebäudes verlegt.

Die   Bauarbeiten am Gefängnis waren im November 1939 bereits weit fortgeschritten. Der Außenputz war fast vollständig angebracht, im Keller standen die Maler kurz vor der Fertigstellung. Die Beamtenwohnung war bis auf den Einsatz der Türen und die Schieferarbeiten am Dach fast fertig. Die Außenanlagen (z.B. Kanalisations-, Gas-, Wasser- und Stromanschlüsse) waren 1939 hergestellt. Die Pflasterarbeiten waren zwar vergeben, konnten aber wegen der Schwierigkeiten bei der Steinbeschaffung erst im Januar 1940 begonnen werden.

 

 


  1938 - 1940   

  Errichtung  des gesamten   Gebäudekomplexes   

      bis 1970   

  Gefängnis unter Leitung eines Richters vom Amtsgericht    

  1970 -1971   

  Umbau  zur Sozialtherapeutischen Anstalt   

  April  1971   

   Einweihung durch Justizminister Dr.  Neuberger   

   1978-1979   

  Neubau  der Pforte und Besuchsräume sowie Erweiterung des Verwaltungsbereichs.   

  30.06 1996                      Schließung der Haftanstalt

 

 

 

 

Amtsgerichtsgefängnis - erbaut 1937-1940

Das Amtsgerichtsgefängnis in Düren

 

 

1971 - 1996:

Die Arbeit in der Sozialtherapeutischen Anstalt Düren

 

Die Sozialtherapeutische Anstalt Düren als Einrichtung des Strafvollzugs hatte die Aufgabe, mit besonderen therapeutischen Mitteln in sozialen Hilfen erheblich straffällig gewordenen männlichen Gefangenen zu helfen, aus dem Teufelskreis der Kriminalität heraus zukommen. Die Gefangenen mussten bereit sein, an ihrer sozialtherapeutischen Behandlung mitzuwirken. Ihnen wurde Hilfe zur Selbsthilfe angeboten.


Das war weder für das Personal noch für die Gefangenen eine einfache und bequeme Arbeit. Große Anstrengungen waren erforderlich, um gegen jahrelange Fehlentwicklungen, die oft schon im Kindesalter begonnen hatten, anzukämpfen und neue Haltungen und Einstellungen dem Leben gegenüber zu gewinnen. Die Anstalt war personell für diese Aufgabe besonders ausgestattet. Sie verfügte neben den Beamten des Verwaltungs- und des Allgemeinen Vollzugsdienstes über speziell ausgebildetes therapeutisches Fachpersonal.

 

Nicht in allen Fällen hatte man Erfolg, aber die bis dahin vorliegenden Ergebnisse waren positiv und gaben dem Gesetzgeber recht mit der Einrichtung der Anstalt. 

Ehemalige Gefängnis - Parkplatz, 2016



Seit seiner Schließung am 30. Juni 1996 dienen die Räumlchkeiten des Gefängnisses als Archiv für 24 Gericht in NRW

 

Lagerung von Akten






Quelle: Gefängnisverwaltung Düren, Chronik des Amtsgerichts 2013 

Dürener Zeitung v. 19.04.1971

 

 

 

 

 

                               

 

 

 


                                          

 

Eingang zum Gefängnis

 

 

Gefängnismauer

 

Bauplan

 

 

Bauplan

 

Quelle: BLB NRW, Aachen

 

 

Gefängniskapelle

 

Gefängnisflur

 

Türspion

 

Gefängniszelle

Die Zellen dienen heute der Lagerung von alten Akten u.a. aus dem Grundbuchamt .