Polzeiarbeit in den frühen Jahren


Die Königliche Gendarmerie-Station Düren 1882

Die "Königliche Gendarmerie-Station Düren" befand sich in jenen Jahren im Rathaus, Parterre.

Polizeikommissar: Valerius

Polizeisekretär: Hermann

Polizeisergeanten: Dohr, Nießen, Miethke

Gendarmerie: Stephan, Wolter

Kreis-Gefängniswärter: Kern

Die Königliche Gendarmerie-Station 

1910

Mühlenweg 62-64, Düren

Johann Külzer (Oberwachtmeister)

Otto Heidke (berittener Gendarm)

Heinrich Lange (Wachtmeister)

Max Buchholz (Wachtmeister)

Polizeigendarm Josef Petmecky

(Foto)

 Quelle: Erika Petmecky, Erftstadt

 


"De Ahle Wölk" - Polizist in Düren

"De Ahle Wölk (der alte Wölk), († 1905), hieß mit Familiennamen Wölk. Er hatte einen Tirpitzbart und stammte aus Ostpreußen. Wölk war einer der drei Dürener Stadtpolizisten um 1900 und ein Original. Er regelte alle Unregelmäßigkeiten unbeachtet des Dienstweges ohne Papierkrieg sofort in eigener Regie."
  

Im Kaiserreich wurden von der Polizei je nach Ländern verschiedene Uniformen getragen. In Teilen Preußens war die Uniform dunkelblau mit langer Hose und einem Lederhelm (Pickelhaube). Der Helm trug auf der Stirnseite ein verschlungenes W (für König Wilhelm), auf die Spitze des Helms war eine Kugel aufgesetzt.

"Die Pickelhaube (amtlich seinerzeit: „Helm mit Spitze“) war eine zunächst rein militärische, dann auch polizeiliche Kopfbedeckung, die erstmals ab 1843 in der preußischen Armee Verwendung fand und später auch von anderen Ländern übernommen wurde."

Quelle:Dürener Originale - https://de.wikipedia.org
Quelle:Datei:Prusse inf de la Garde 1860 4012.jpg - https://de.wikipedia.org

Quelle:Datei:Prusse inf de la Garde 1860 4012.jpg - https://de.wikipedia.org

 



Polizeiarbeit in Düren vor 1945




In den Jahren vor dem 2. Weltkrieg befanden sich in Düren folgende Polizeiwachen:


Kaiserplatz 18----------------------------------Polizeiinspektion

Wilhelmstraße 2-----------------------Polizeihauptwache PBI

Blücherplatz 2-------------------------------------Polizeibezirk II

Alte Jülicher Straße 58-------------------------Polizeibezirk III

Bahnhof Düren----------------------------------------Bahnpolizei



Die Lage nach dem Krieg


Im April 1945 marschieren amerikanische Soldaten in die mehr oder weniger zerstörten rheinischen und westfälischen Städte ein, wenig später übernimmt eine britische Militärregierung das Sagen in den Gebieten um Rhein, Ruhr und Lippe. Die Polizei ist in einem desolaten Zustand. Viele Beamte haben im Krieg ihr Leben verloren, sitzen in alliierten Gefangenenlagern oder sind in der Erwartung geflüchtet, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Verantwortung gezogen zu werden, die sie während der nationalsozialistischen Zeit begangen haben. Die Sicherheitslage im Land ist schwierig.


Armut sorgt für Diebstähle, Raubüberfälle und Tötungsdelikte und marodierende Gruppen freigelassener Zwangsarbeiter mit erbeuteten Wehrmachtswaffen machen die Straßen unsicher. Die Gefahrenabwehr stellt hohe Anforderungen an die verbliebene Polizei: Überall gibt es vom Einsturz bedrohte       Gebäude, nicht entschärfte Bomben, Granaten und unwegsame Straßen.


        

Vor diesem Szenario und unter gleichzeitiger Ausfilterung „nationalsozialistischer Elemente“ in der Polizeibeamtenschaft,   versucht die Militärregierung Polizeibeamte zu rekrutieren, die körperlich und geistig für den Beruf geeignet und zugleich nicht zu stark von den Gedanken des untergegangenen Hitler-Regimes infiltriert sind. Der Beruf des Polizeibeamten ist jedoch in diesen Zeit unattraktiv. Die Besoldung und das Ansehen der Polizei sind gering, Viele Polizistenfamilien leben in bitterer Armut und für eine effektive Dienstausübung mangelt es an Fahrzeugen, Waffen, Räumlichkeiten und überhaupt allem, was für die Polizeiarbeit benötigt wird.              

Quelle: Kawelovski, Frank, Homepage Polizeigeschichte Infopool, 40er Jahre, in: Internet http:// polizeigeschichte.jimdo.co. Im/, zuletzt eingesehen am 29.2.2020