Es geht wieder aufwärts -
 Die 1950er Jahre

 
 


Gericht 1954
Das Amtsgericht Mitte der 1950er Jahre.



 

1954, Hoeschplatz 5- 7 ( später August-Klotz-Straße 14)

 

 

Sachgebiete u.a.

 

Strafsachen: Abteilung 1 a - 1 e

Zivilsachen: Abteilung 2 a - 2 b

Justizverwaltungssachen: Abt. 3

Vormundschaftssachen: Abt.4 a - 4 b

Grundbuchsachen/Nachlass/Register: Abt. 6

Mahnsachen: Abteilung 7

Vollstreckungssachen: Abteilung 8

Landwirtschaftssachen: Abt.9

 

Die zuständigen Zimmer waren in der Eingangshalle des Amtsgerichtsgebäudes am " Wegweiser" zu ersehen.

 

                                             Aus dem Adressbuch der Stadt Düren 1954

 

 

Wachtmeisterei des Amtsgerichts Düren 1951

 

                                              Quelle: Beate Höppner

 

Das Dach wird erneuert.
Um 1950: das Dach ist noch nicht vollständig wiederhergestellt. Links im Bild: Die 1950 erbaute Filiale der Landeszentralbank von Nordrhein-Westfalen.

 

 

Dacherneuerung 1950
Etwas später: das Dach ist wiederhergestellt.

 

                

 

 Hoeschplatz 1954
Hoeschplatz 1954, rechts unten: Hier stand das Theater bis Ende 1944.

        

 

Luftbild Düren
Quelle: Dürener Geschichtsverein, Fam. Pohl, Kerpen,Dürener Zeitung , Stadt- und Kreisarchiv Düren

 

 

Düren 1964
Aus der Dürener Zeitung 1964 -oben Amtsgericht Düren

 

 

                       Fotos: Dürener Geschichtsverein,  Wachtmeisterei: Beate Höppner


Zugunglück in Düren

Verhandlung vor dem Dürener Schöffengericht


aus der Aachener Volkszeitung vom 6. Oktober 1949

 

Düren. - "Am Mittwoch stand der Fahrdienstleiter K. vor dem Dürener Schöffengericht, der das Zugunglück auf der Heimbacher Strecke in Untermaubach am 23. Mai dieses Jahres verschuldet hat. Damals fuhr der aus Düren kommende Zug in den frühen Morgenstunden auf einen Gegenzug, der in Untermaubach Station gemacht hatte, wobei einige Wagen aus den Gleisen sprangen. Wie sich herausstellte, hatte der Fahrdienstleiter zwar das Einfahrtsignal für den Zug aus Düren gegeben, es aber versäumt, die Weichen zu stellen.


Es gab keine größeren Personenschäden ( eine Frau erlitt eine Gehirnerschütterung und blieb für sechs Wochen in einer Krankenhausbehandlung). Auch der Sachschaden war nicht bedeutend.


Er war zu stark beansprucht


Vor Gericht sagte der angeklagte Fahrdienstleiter aus, daß er durch den großen Publikumsandrang an dem fraglichen Montagmorgen sehr stark in der Verrichtung seiner Aufgaben behindert worden sei. Er hatte damals die Aufgabe, den Dienst am Fahrkartenschalter zu versehen und gleichzeitig die ein- und ausfahrenden Züge abzufertigen. Als der Zug aus Nideggen in den Bahnhof Untermaubach eingelaufen war, mußte der Fahrdienstleiter dreimal seinen Dienst am Fahrkartenschalter unterbrechen, um das Umrangieren der Lokomotive (bis Untermaubach werden die Wagen immer geschoben, und erst dann bietet sich eine Gelegenheit, die Maschine vorzusetzen) zu beaufsichtigen. Als letzte dieser Verrichtungen mußte er die Weiche für den aus Düren einfahrenden Zug stellen, was er dann in diesem einen Falle unterließ.


Am Gefängnis vorbei


Der Vertreter der Staatsanwaltschaft räumte ein, daß der angeklagte Fahrdienstleiter durch seine zweifache Aufgabe am Fahrkartenschalter und an den Weichen sehr stark in Anspruch genommen war. Dennoch hätte er in jedem Falle die verkehrstechnischen Aufgaben primär und sorgfältig erledigen müssen, selbst auf die Gefahr hin, daß er sich dadurch die Mißgunst des am Kartenschalter wartenden Publikums zugezogen hätte.


In Anbetracht des guten Eindruckes, den der Angeklagte auch bei der Hauptverhandlung hinterließ, und verschiedener Zeugnisse, die ihn ausnahmslos als einen zuverlässigen Mann bezeichnen, gab das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt und sah von einer Bestrafung mit Gefängnis ab.


Das Urteil lautete wegen fahrlässiger Transportgefährdung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung auf eine Geldstrafe von 150 DM, ersatzweise 15 Tage Gefängnis".

 

Quelle: Aachener Volkszeitung vom 06.10.1949

 

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Mit dem Bus zum Amtsgericht


Im Sommer 1948  unternahm die Stadtverwaltung mit einem neuerworbenen Autobus eine Probefahrt auf den für einen dauernden Stadtbetrieb vorgesehenen Omnibuslinien unter Begleitung von Behördenvertretern  und der Presse. Der Wagen verfügte über  29 Sitz- und 10 Stehplätze. 

Unter anderem führte die Linie 4 über Aachener Straße, Amtsgericht und Weierstraße.

 

Der Fahrbetrieb ging von morgens 5.45 Uhr bis nachts 23.04 Uhr.

 

Die Fahrkarte für eine Fahrt betrug 0,20 DM. Berufstätige erhielten Wochenkarten.
 

 

 

Dr. Alertz


Leiter der Behörde

1952-1970:

Amtsgerichtsdirektor Dr. Alertz. Er war  auch als Rechtsanwalt und Notarvertreter in Düren tätig.

 

 

1956 wurde in der Wachtmeisterei des Amtsgerichts Düren die grüne Uniform eingeführt

(bis 31.12.2015).

 

Beflaggung des Gebäudes 1950er Jahre
Beflaggung des Gebäudes in den 1950er Jahren.

 

Blick vom Museum
Parkplatz Hoeschplatz, 1950er Jahre

 

Amtsgericht Düren
Das Amtsgericht Düren in den 1980er Jahren

 

Amtsgericht 1980er Jahre

 

 

Anfang 1950er Jahre

Der Wochenmarkt

vor dem Amtsgerichtsgebäude  
 

Wochenmarkt auf dem Hoeschplatz
Wochenmarkt auf dem Hoeschplatz (Foto: Fam.Pohl,Kerpen)

 

Das Gericht 1954
Seit 1948: Mit 26 Ständen auf dem Hoeschplatz erster Wochenmarkt nach dem Kriege. Nach Lockerung der Bewirtschaftungsbestimmungen dreimal wöchentlich Verkauf von Obst, Gemüse, Blumen.

 

 

Gericht 1955
Das Amtsgericht und das Gefängnis 1955

 

 

 

Foto/Bus:

Dürener Kreisbahn