Sonntag, 25.02.1945

Amerikaner

erobern Düren

 

         ... und richten sich u.a.im Amtsgerichtsgebäude ein.

 

   

Um  3.00 Uhr beginnt das amerikanische Trommelfeuer an der Rurfront -

die amerikanische Offensive hat begonnen...

 

 

 

Über die Rur zum Rhein

 

 

Die Rurüberquerung war erstes Ziel der Amerikaner.
Bismarckbrücke Düren
Das Ziel der Amerikanischen Divisionen: Die Rur

 

Johannesbrücke 1945, Foto: Sammlung A. Trostorf, Merode.

 

Fotos: Sammlung Albert Trostorf, Merode.


 

   23.-25. Februar 1945 -

    Düren liegt am Boden...

 

 

12. US Heeresgruppe beginnt mit dem Angriff -

Ziel: der Rhein

 

"Die US-Heeresgruppe 12 war  mit 21 Divisionen und insgesamt 900.000 Soldaten die größte Truppenansammlung, die je von einem US-General befehligt wurde"

                                        Quelle:Omar N. Bradley - https://de.wikipedia.org

 

 

 

  Die 9. US Armee unter

 General Hodges  rückt vor

 

  

 

23. Februar 1945 

In den frühen Morgenstunden beginnt das VII. Corps der  1. US Army unter dem Oberbefehl von General Hodges ( Foto) und die 9. US Army unter General Simpson sowie die 3. US Panzerdivision vom Westufer der Rur aus einen Angriff („Operation Grenade“) auf deutsche Stellungen östlich der Rur.

 

Es gelingt ihr, mehrere Brückenköpfe zu bilden. Ihr gegenüber kämpft u.a. die Deutsche 353. Infanterie-Division.

 

Das Ziel der Amerikaner  war es, sich mit den aus Richtung Kleve kommenden Briten und Kanadiern zu treffen und dann über den Rhein zu setzen.

 

Amerikaner in der Kernstadt, Foto: Archiv A. Trostorf.

Von Süden dringt die amerikanische 8. Infanterie - Division und von Norden die amerikanische 104. Infanterie - Division in die Ruinen von Düren über die Aachener Straße ein, das am Abend des 25. Februars 1945 vollständig in deren Gewalt ist.

 

      MacDonald 1973, S. 156-162; Hoech1946, S. 231, 238-240; Domsta, 1940-1947, S. 415

 

 

Panzer in der Kölnstraße 1945, Foto: Sammlung A.Trostorf, Merode.

 

Die amerikanische Armeezeitung berichtet über die
Die amerikanische Armeezeitung berichtet über die Eroberung der Stadt im Februar 1945.

 


 

Oben: Amtsgericht - unten: Die Rur

                       

Foto oben und unten:: Die US Armee überquerte die Rur am frühen Morgen des 25. Februars 1945  über  die Aachener Straße in  die völlig zerstörte Innenstadt ein. Zwölf Stunden später hatte Simpson 16 Bataillone auf dem Ostufer, zu dem sieben schwere Brücken und einige leichte Angriffsbrücken.

 

                     

 

 

"Charles B. MacDonald: The Last Offensive. United States Army in World War II, EuropeanTheater of Operations. Office of the Chief of Military History, Department ofthe Army, Washington D.C. 1973. (Online)."

Quelle:Operation Grenade - https://de.wikipedia.org

Foto: Charles MacDonald

 

      

 

 

  Sonntag, 25.02.1945

 

Amerikaner

übernehmen die  zerstörte Stadt

 

 

 

                    Militärregierung in der Lessingstraße

 

 

Das mit drei Offizieren und sechs Soldaten besetzte alliierte Militärregierungsamt nimmt seine Tätigkeit am 25. Februar 1945 in einem Haus in der Lessingstraße (oben)  auf. Es findet in der Stadt 29 Zivilpersonen vor, 4 deutscher Nationalität und 25 verschleppte Personen anderer Nationalitäten, Ukrainer, Polen, Niederländer.

 

Das Amtsgericht nach dem 25.02.1945

            Amerikanische Soldaten und Fahrzeuge vor dem Amtsgericht

                                     Foto: Albert Trostorf, Merode

 

 

 

1. US Army im Frühjahr 1945 in Vettweiß ( Foto: ZGV 2017)

           

       

Mitte März 1945: Die ersten Rückkehrer treffen in Düren ein; Ausgabe von Registrierscheinen durch die amerikanische Militärregierung.
 

Am 20.06.1945 ziehen Stadt und Kreis, Polizei und britische Militärbehörde ins Gerichtsgebäude an der August-Klotz-Straße.

 

Am 07.07.1945 nimmt die Städtische Sparkasse  im Gebäude des Amtsgerichtes ihre Arbeit für die Dauer von 5 Monaten wieder auf.

 

 

Die Nachkriegszeit



Düren 1949
Düren, 1949

 

Düren 1949
1949.Es muss weitergehen...

 

Düren - Trümmerfeld
Düren - Trümmerfeld 1949

 

                            Fotos: Rechtsanwalt Otto Gerber, Düren

 

 

 

Erster Mann in Düren...

 

"Alfred Stiegler (* 4. Februar 1904, † 10. Juli 1972) war Bürgermeister von Düren.

Alfred Stiegler, von Beruf Heizungsmonteur, war einer der wenigen Personen, die nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Düren verblieben waren. Er wurde zum 1. März 1945 von der amerikanischen Militärregierung zum Bürgermeister ernannt. Wenige Monate später, nämlich am 6. Oktober, wurde er von den Amerikanern verhaftet, weil sie ihn der Zugehörigkeit zur Gestapo verdächtigten. Wenige Wochen später, Anfang November, wurde er wieder freigelassen und Stiegler ging in seinen Geburtsort zurück. Dort arbeitete er dann als Transportarbeiter.
Stiegler war der am kürzesten amtierende Bürgermeister."

 

Quelle: Alfred Stiegler - https://de.wikipedia.org zuletzt aufg.3.9.2017

 Foto Stiegler: Kreis -und Stadtarchiv Düren, Bildarchiv.

 

 

Nach dem Abzug der Amerikaner lag die Befehlsgewalt in Düren bei der Britischen Militärverwaltung, die zuerst in der Paradiesstraße Nummer  17 residierte und an deren Spitze 1945 Kommandant Lt.Col. Wilkins stand.

Später zog sie ins Amtsgerichtsgebäude ein.

 

 

Foto: Dürener Geschichtsverein

 

 

Am 15.09.1945 kann das Amtsgericht  seine Tätigkeit teilweise wieder aufnehmen.

 

Bereits im Sommer 1945   kamen viele  Dürener aus der Evakuierung  in ihre völlig zerstörte Stadt zurück und wagten den Wiederaufbau ihrer geliebten Stadt. Fast genau ein Jahr nach der Einnahme durch die Amerikaner  waren in Düren schon wieder 27.846 Personen polizeilich gemeldet.

 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren alle Pläne und Ge-dankenspiele, diesen riesigen Schutthaufen einfach liegen zu lassen und anderswo eine neue Stadt Düren aufzubauen, hin-fällig geworden.

 

 

 

 Ein Artikel der Dürener Geschichtswerkstatt verdeutlicht die Situation 1945:

 

"Am 25. Februar 1945 war für das Gebiet der Stadt Düren der Zweite Weltkrieg beendet.

An diesem Tage hatten amerikanische Truppen das Stadtgebiet vollständig eingenommen und damit begonnen, eine militärische und zivile Verwaltung aufzubauen. Die Mühen, eine einigermaßen geordnete Versorgung der langsam zurückkehrenden Bevölkerung zu organisieren, sind mehrfach dargestellt worden. Es dauerte noch Monate, bis Wasser- und Stromversorgung notdürftig wieder in Gang kamen, im Mai 1945 konnten die ersten Geschäfte (Bäckereien, Metzgereien und Lebensmittelhandlungen) in Düren öffnen, und bis die ersten Schulen ihren Betrieb wieder aufnehmen konnten, wurde es September."

  

Am Sonntag, dem 25. Februar, konnten die Kölner schon den lauten Donner der amerikanischen Artilleriegeschütze aus dem besetzten  Düren  hören. 

Unter der    „Operation Lumberjack“  -  mit dem VII. Korps der 9. US-Armee  und mit der 3. Panzerdivision - zog man unaufhaltsam dem Rhein entgegen.

 

 

 

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Weitere Quelle: Dürener Geschichtswerkstatt, "Anfänge kulturellen Lebens in Düren"

 

 

Amerikaner im Amtsgericht 1944

 

 

US Amry in Düren

     Amerikaner in Düren

 

 

Das zerstörte Düren (Quelle: US National Archives)

 

Panzer in Düren
Panzer und Militärfahrzeuge in den Ruinen von Düren

 

US Soldaten in den Ruinen von Düren

 

Die 8. Division
Rechts im Foto: Abzeichen der 8. Infantry-Division

 

 

Amerikanischer Soldat weist zur Brücke

 

Amerikaner in Rölsdorf Richtung Düren
Amerikanische Panzer in der Monschauer Straße

 

 

General Hodges
General Hodges, 1. US Army 1945

 

Abzeichen der 104. Infanterie Div.
Abzeichen 104.Infanterie-Division

 


 

Der neue Wasserturm vor dem 24.2.1945
Der neue Wasserturm, von den Deutschen gesprengt
Der neue Wasserturm, von den Deutschen gesprengt

 

24.02.1945  -  Der neue Wasserturm wird gesprengt.

"Vom 17. August 1909 bis 24. Februar 1945 stand der Dürener (neue) Wasserturm mit einer großen Anlage, inklusive illuminierten Fontänen in der Stadt. Einen Tag be-vor die alliierte Militär-regierung in Düren ihre Tätigkeit aufnahm (25. Februar 1945) sprengten deutsche Truppen den Wasserturm.“

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Quelle: Datei: Walter Model October 1944.jpg - https://de.wikipedia.org
Quelle:Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F003832-0005, Schleiden-Eifel, Talsperre Quelle:Rurtalsperre - https://de.wikipedia.org

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Die Feldpost   Todes-

benachrichtigung
 

 

Todesbenachrichtigung über einen gefallenen Kameraden
im März 1945 mit Feldpost-nummer 44850 B -
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Die Nachricht, die jede Mutter, Vater oder Familienangehöriger jener Zeit am meisten fürchteten: 

Die Todesbenach-rihtigung" von der Front mit Angabe der Feldpost-Nummer.

In der Regel wurden die Benachrichtigungen an den örtlichen Pfarrer gesandt, der dann die Hinterbliebenen aufsuchte und die traurige Nachricht übergab.

 

Soldat beim Lesen der Feldpost

Quelle:Datei:Bundesarchiv Bild 183-J18468, Russland, bei Terek. Soldat mitFeldpost.jpg - https://de.wikipedia.org

 

Quelle: Datei:FeldpostNr 31795.JPG - https://de.wikipedia.org