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Das Grundbuchamt

 

 

 

 

Hans-Jürgen Breuer erklärt das Grundbuch
Tag der offenen Tür 2013

Die Aufgaben des Grundbuchamtes bestehen im Wesentlichen in der Führung des Grundbuchs und in der Besorgung von Rechtsgeschäften mit Grundstücken, die in seinem Bezirk belegen sind. Eintragungen erfolgen nur auf (formgerechten) Antrag und sind grundsätzlich gebührenpflichtig. Das Grundbuch selbst genießt öffentlichen Glauben; das bedeutet, dass sich jeder auf die Richtigkeit des Grundbuchs berufen kann. Es ist allerdings nicht öffentlich zugänglich. Jeder, der ein Grundbuch einsehen will, muss ein berechtigtes Interesse an der Einsicht haben.

 

Ein berechtigtes Interesse hat immer der Eigentümer und jeder, der im Grundbuch (z.B. als Inhaber eines Rechts) eingetragen ist. Jeder andere muss ein berechtigtes Interesse an der Einsicht in das Grundbuch glaubhaft machen.

 

Die jüngere Geschichte:

 

Die alten Buchschreibmaschinen wurden 1969 durch herkömmliche Schreibmaschinen im sogenannten„ Lose-Blatt-System“ abgelöst. Man konnte nun die losen Blätter entnehmen und in eine normale Schreibmaschine einlegen ( später auch Kugelkopfschreibmaschinen). Die Grundbucheintragungen und die Führung des Grundbuchs wurden in den folgenden Jahren vornehmlich durch weiter ansteigenden Computereinsatz erheblich erleichtert. Die jüngst  eingerichtete  elektronische Grundbuchführung hat zur Folge, dass die amtsinternen Abläufe in den angeschlossenen Gerichten vereinfacht und die Eintragungsverfahren beschleunigt werden. Mit dem Wegfall der papierenen Grundbücher entfällt auch die Notwendigkeit, diese zu lagern, zu transportieren und registraturmäßig zu verwalten. Des Weiteren hat die Überführung des Grundbuchs in einen elektronischen Datenbestand einen zu weiteren Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen führenden automatisierten Datenaustausch mit anderen, auch justizübergreifenden Fachanwendungen ermöglicht.

 

 

Am  01.03.2002 wurde die Umstellung auf maschinelle Führung des Grundbuchs beim Amtsgericht Düren in Angriff genommen;

die Registerautomation am 15.05.2002.

 

 

 

 

 Mehr zum elektronischen Grundbuch finden Sie HIER

 

 

Grundbuch-

eintragungs-

maschine

 

 Buchschreibmaschinen, noch bis 1969  beim Amtsgericht Düren im Einsatz.

Grundbucheintragungsmaschine
Grundbucheintragungsmaschine

 

 

Quelle:Datei:BadFredeburg-Gerichtsmuseum4-Asio.JPG - https://de.wikipedia.org

 

 

Quelle : Internetauftritt des AG Osnabrück, Hausintranet des Amtsgerichts Düren, Dürener Zeitung

 

 

Gliederung des Registers

 

Das Grundbuch enthält neben der Aufschrift (Bezeichnung des als Grundbuchamt zuständigen Amtsgerichtes, Angabe von Band und Blatt) ein Bestandsverzeichnis (Register), in dem Lage und Größe des Grundstücks entsprechend der Bezeichnung im Kataster (nach Gemarkung, Flur und Flurstück) vermerkt sind.

 

Ferner werden in dem Register grundstücksgleiche Rechte wie z. B. das Wohnungseigentum oder das Erbbaurecht verzeichnet. Auch Gemeinderechte (z. B. ein Weiderecht auf einer Gemeindewiese) werden hier eingetragen. Ist das im Bestandsverzeichnis vorgetragene Grundstück in Bezug auf eine Grunddienstbarkeit das „herrschende Grundstück“, also das begünstigte, kann dies ebenfalls im Bestandverzeichnis vermerkt werden (Aktivvermerk).

 

Dem Bestandsverzeichnis folgen drei Abteilungen.

 

Erste Abteilung:

Die Erste Abteilung enthält die Eigentümer oder Erbbauberechtigten, ggf. unter Angabe der jeweiligen Anteile, des Gemeinschafts- oder Gesellschaftsverhältnisses (beispielsweise „in Erbengemeinschaft“ oder „als Gesellschaft bürgerlichen Rechtes“), und die Grundlagen der Eintragung.

 

Zweite Abteilung:

Die Zweite Abteilung verzeichnet alle Lasten und Beschränkungen, die nicht in der Dritten Abteilung einzutragen sind: Grunddienstbarkeiten und beschränkte persönliche Dienstbarkeiten, Auflassungsvormerkungen (für die Zeit zwischen Abschluss eines Kaufvertrages und dessen endgültigem Vollzug) und Verfügungsbeschränkungen (Insolvenz- und Testamentsvollstreckervermerke, Vorkaufsrecht, Wohnrecht, Sanierungsvermerke, Nießbrauch, Reallast, Erbbaurecht usw.)

 

Dritte Abteilung:

Die Dritte Abteilung enthält die Grundpfandrechte: Hypotheken (auch Zwangssicherungshypotheken, die beispielsweise die Finanzämter für Steuerschulden in einem verkürzten Verfahren eintragen lassen können), Grundschulden und (sehr selten) Rentenschulden. Wenn im Text einer Grundbucheintragung auf Urkunden Bezug genommen wird, gehört auch die zugehörige Grundbuchakte, die Ausfertigungen oder beglaubigte Abschriften der im Grundbuch genannten Urkunden enthält (z. B. Grundschuldbestellungsurkunde), zum Grundbuchinhalt.

 

 

 

"Wohnungseigentum ist im deutschen Recht eine Form des Eigentums an einer einzelnen Wohnung. Es wird durch Eintragung in das Grundbuch begründet, d. h. jede Wohnung erhält bei der Begründung ein eigenes Grundbuchblatt und kann damit wie jede andere Immobilie verkauft, verschenkt oder belastet werden."
 

Quelle: Wohnungseigentum (Deutschland) - https://de.wikipedia.org

 Quelle:Grundbuch - https://de.wikipedia.org

 

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Grundbuch

 

Für die Führung der Grundbücher ist nach § 1 GBO das Amtsgericht für die in seinem Bezirk liegenden Grundstücke zuständig. Das Grund-buchamt ist für einen bestimmten Grundbuch-bezirk zuständig; die Grundbuchbezirke decken sich mit den Gemeindebezirken (§ 2 Abs. 1 GBO).

 

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Foto: Amtsgericht Dorsten

 

Das Berggrundbuch ist auch unter dem Namen Berghypothekenbuch bekannt. Es wird bei den Amtsgerichten geführt. Gleich dem Grundbuch handelt es sich um ein öffentliches Register.

 

 

 

Anno dazumal...

 

 

Eintragungs-Maschine des Grundbuchamtes.
Alte Buchschreibmaschine aus dem Jahren 1940 - 1969.