Fotoserie oben:

Quelle: Roland Keller



               Alte

Bahnstrecken



Strecke Köln-Aachen

1841

Rheinische

Eisenbahn


Köln

Köln-Ehrenfeld (u.)

Lövenich

Königsdorf

Horrem

Dorsfeld

Buir

Merzenich

Düren (u.)

Langerwehe

Eschweiler

Stolberg

Aachen-Rheinisch (Hbf.




Jülich-

Mönchengladbach


Bergisch-Märkische Eisenbahn 1871


u.a.

Mönchengladbach Hbf.

Rheydt

Mülforth

Odenkirchen

Amelen

Jülich (unten)




Dürener

Kreisbahn 1908/1910


Distelrath (unten)

Merzenich

Girbelsrath

Eschweiler ü.Feld

Ollesheim

Nörvenich

Hochkirchen

Eggersheim

Lüxheim

Gladbach

Müddersheim

Disternich

Sievernich

Bessenich

Zülpich

Geich

Füssenich

Juntersdorf

Embken



Euskirchener

Kreisbahn

Eifelstrecke

1895


Niederelenich

Oberelvenich

Nemmenich-Lüssem

Zülpich

Hoven

Floren

Sinzenich (Papierfabrik)

Schwerfen

Kommern

Firmenich

Obergartzem (Tonwerk)

Satzvey

Antweiler Wachendorf

Calcar bis 1914

Arloff   bis1914




Euskirchener Kreisbahn

Erftstrecke


Liblar (unten)

 

Lechenich

Erp

Friesheim

Niederberg

Mülheim-Wichterich

Oberwichterich

Frauenberg

Euskirchen Frauenberger Straße

Euskichen Kölner Str.

Eusk.-Zuckerfabrik




Jülicher-Kreisbahn

1911


Jülich Nord

Kirchberg

Koslar

Barmen

Merzenhausen

Ederen

Puffendorf

 




 Bördebahn

1864
Rheinische Eisenbahn

Euskirchen 1864

Nemmenich 1955

Zülpich 1864

Vettweiß 1864

Jakobwüllesheim 1955

Bubenheim 1900

Binsfeld 2006

Düren 1864





Rurtalbahn

1892

Preuß.Staats-

eisenbahn


Düren

Lendersdorf

Untermaubach

Kreuzau

Üdingen

Nideggen

Blens

Heimbach (unten)



Düren-Neuss

1869

Rheinische Eisenbahn


Düren

Elsdorf

Bedburg

Harff (u.)

Kapellen

Grevenbroich

Neuss






Dürener

Eisenbahn AG

1893

 

Düren-Birkesdorf   1893


Birkesdorf-Merken 1901

Merken-Pier           1908

Pier-Inden              1927






Strecke Jülich nach Aachen-Nord

Aachener Industriebahn AG


Aachen-Nord

Würselen

Euchen

Alsdorf

Mariagrube

Hoengen (unten)

Schleiden

Niedermerz

Aldenhoven

Bourheim

Kirchberg

Jülich




Jülich-Baal-Dalheim

Eisenbahndirektion Köln

Jülich

Broich

Tetz

Boslar

Linnich

Korrenzig

Rurich

Baal

Doveren

Hückelhoven

Ratheim

Wassenberg

Birgelen

Rosenthal

Dalheim






Alte Bahnhöfe

von A-Z


Bahnhof Aachen

 

 

 

 

Bahnhof Baal


Bahnhof Bad-M´eifel


Bahnhof Bedburg


Bahnhof Bonn


Bahnhof Buir


Bahnhof Cuchenheim


Bahnhof Distelrath


Bahnhof Düren


Bahnhof Ehrenfeld

 

Bahnhof Elsdorf


Bahnhof Embken


Bahnhof Euskirchen


Bahnhof Geich-Füssenich


Bahnhof Harff


Bahnhof Heimbach
Bahnhof Hoengen


Bahnhof Horrem


Kreisbahnhof Jülich


Bahnhof Jülich


Bahnhof Juntersdorf


Bahnhof Kall


Centralbahnhof Köln, 1893


Bahnhof Liblar
Bahnhof M´Gladbach


Bahnhof Odenkirchebn


Bahnhof Pier


Bahnhof Trier
Bahnhof Vettweiß


Bahnhof Weisweiler


Bahnhof Zülich-Stadt
Bahnhof Zülpich-Stadt


Staatsbahnhof Zülpich


Bahnhof Zülpich, Römerallee

 

 

 

 


Übrigens:

Der höchstgelegene Bahnhof in Nordrhein-Westfalen ist der Bahn- hof in Schmidtheim (570  m ü. NHN).


Er liegt an der Eifelbahn Köln Euskirchen

Gerolstein Trier.


Quelle: Stefan Flöper Bahhof in Schmidtheim CC BY-SA 3.0


Lokomotiven


der Anfangszeit

1. Lok von Borsig

 

Borsig 1857


Borsig Lok 1925

Aus "150 Jahre Borsig", Werksveröffentlichung, 1987.


Preußische T 12 von Borsig, Baujahr 1921



wird fortgesetzt

























 

 

                            Info


Je nach PC-Ausstattung kann der

vollständige Seitenaufbau mit allen Fotos

einige Zeit in Anspruch nehmen.



    Geschichte(n) aus der Region



175 Jahre Bahnstrecke Aachen-Düren-Köln

01.09.1841 - 01.09.2016


 Bahnhof Düren - Ende des 19. Jahrhunderts

 


Mit vielen Daten  und Fakten zur Bahngeschichte

im Euskirchener Land.


 

 Bahnhof Euskirchen Anfang des 20. Jahrhunderts

 

 

 Staatsbahnhof in Zülpich, 1911

 

 

 


 

                   Die Anfänge in Deutschland

 

Daniel Friedrich List (* 6. August 1789 in Reutlingen; † 30. November 1846 in Kufstein)

Im politisch zersplitterten Deutschland begann das Eisenbahnzeitalter erst im Jahre 1835 mit der Jungfernfahrt des „Adlers“ auf der Eisenbahn-strecke Nürnberg-Fürth, mit

englischer Lokomotive und englischem Lokführer.

 

Der Eisenbahn standen in den Staaten des Deutschen Bundes zunächst viele Kritiker mit z. T. unsinnigen Gegenargumenten gegenüber:

 

Die meisten Landesfürsten lehnten Schienenstränge sofort ab, wenn sie über ihre Landesgrenzen hinaus reichten. Fuhrleute protestierten gegen den Bahnbau, weil sie die Konkurrenz der Eisenbahn fürchteten und um ihre Arbeit bangten. Ärzte wiederum sahen durch die Rauchentwicklung und die hohen Geschwindigkeiten Gesundheitsschäden auf die Bevölkerung zukommen und warnten deshalb vor der Eisenbahn. Einer derjenigen, der sich mit ganzer Kraft für den Aufbau eines bundesweiten Eisenbahnnetzes einsetzte, war seit 1832 der schwäbische Politiker und Ökonom FRIEDRICH LIST. Dieser hatte sich schon vorher für die Beseitigung der Zölle zwischen den deutschen Bundesstaaten eingesetzt, die er als Hindernis für den wirtschaftlichen Aufschwung betrachtete.


Jetzt sah er die außerordentliche Bedeutung des Baus eines Eisenbahnnetzes für die nationale Einigung Deutschlands und für den Aufschwung einer modernen Industrie voraus. LIST forderte, den Ausbau eines weit gespannten Eisenbahnnetzes
als Gemeinschaftsaufgabe der deutschen Staaten zu betrachten und entsprechend planvoll vorzugehen.


Nach dem Bau der kurzen Eisenbahnstrecke Nürnberg-Fürth wurde durch LISTs persönliches Eintreten ab 1837 die längere Strecke zwischen Dresden und Leipzig in Angriff genommen. Alle anderen Bahnprojekte, die meist von privater Hand finanziert wurden, liefen jedoch meist planlos und unabgestimmt mit benachbarten Projekten ab. Dennoch wuchs das deutsche Streckennetz stürmisch. Im Jahre 1840 hatten die Schienenstränge bereits eine Länge von knapp 550 km erreicht. Zehn Jahre später waren es schon rund 6000 km; und im Jahre 1870 rollten auf 20 000 km Schienenwegen Eisenbahnen durchs Land.


Der Ausbau des Schienennetzes wurde vor allem dann auch planvoller betrieben, als der preußische Generalstab die Bedeutung der Eisenbahn für die Kriegführung erkannte. So konnten im Deutschen Krieg von 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wesentlich schneller Truppen und Kriegsmaterial bewegt werden.
Mit dem Bau der Eisenbahn begann auch in Deutschland die industrielle Revolution.

 

Im Jahre 1841 hatte in Berlin die von AUGUST BORSIG gegründete Maschinenfabrik mit Eisengießerei die Lokomotivenproduktion begonnen. Borsig entwickelte sich bald zur größten europäischen Lokomotivfabrik.“

 

Die Gießerei und die Werkstätten von Borsig, 1847

 

Hauptlieferanten für Lokomotiven waren die Lokomotivfabrik Borsig in Berlin mit mehr als 380 Maschinen und Henschel & Sohn, Kassel, mit über 50 Lokomotiven.

 

Transport einer Henschel-Lokomotive um 1865


Quelle: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/geschichte/artikel/entwicklung-des-eisenbahnwesens. zuletzt aufgerufen am 2.4.2016


Jubiläum im

          Dürener Bahnverkehr

 

 

Einführung

 

 

Während der industriellen Revolution ab

1835 wurden die Kosten für Eisenbahnstrecken hauptsächlich von privaten Gesellschaften wie beispielsweise Aktiengesellschaften übernommen. Später finanzierte der Staat die Linien, weil sich das Militär über die strategische Wichtigkeit der Eisenbahn bewusst wurde.

 

 

 

Nach  Reichsgründung im Jahre 1871 betrieben die einzelnen Gliedstaaten des Deutschen Reiches eine Reihe von Staatsbahnen als Länderbahn mit eigener Verwaltung.

 

Die zahlreichen in dieser Zeit gebauten Privatbahnen dienten in der Regel dem Regional- und Nahverkehr.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Länderbahnen im Deutschen Reich der Weimarer Republik zunächst 1920 als Deutsche Reichseisenbahnen in die Verwaltung des Reiches überführt und in der 1924 gegründeten Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (DRG)  zu einem einzigen Staatsunternehmen zusammengefasst.

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden als Folge der Deutschen Teilung mit der Deutschen Bundesbahn in der Bundesrepublik Deutschland sowie der Deutschen Reichsbahn in der Deutschen Demokratischen Republik zwei Staatsbahnen. Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 wurden die beiden Staatsbahnen durch die Bahnreform   1994 zur Deutschen Bahn AG  zusammengefasst, privaten Bahnunternehmen ein diskriminierungsfreier Zugang zum Eisenbahnnetz verschafft sowie der Schienen-Personennahverkehr durch die Regionalisierung den Bundesländern übertragen.

 

 

Quelle:https://de.m.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Eisenbahn

_in_Deutschland, 12.3.2016 

Quelle:Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg - https://de.wikipedia.org,12.3.2016 

Bild Datei:Deutsche Reichsbahn Gesellschaft.svg - https://de.wikipedia.org16.3.16

http://www.gevestor.de/details/die-industrielle-revolution-in-deutschland-673514.html 18.4.2016

 

 

 

Teil 1 

Bahnhof Nordseite - Archiv Justizclub Düren

 

Chronik 1834 bis

in die Gegenwart:

 

19.02.1834 erhält die Königlich privilegierte Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft mit Sitz in Nürnberg die Konzession zum Bau einer Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth.


William Wilson, erster Lokführer Deutschlands

07.12.1835 fährt der erste Zug mit der Loko- motive "Adler" von Nürnberg nach Fürth. Sie ist bereits die 118. Maschine aus der Lokomotiven- fabrik Stephensons. Lokomotivführer der ersten Eisenbahnfahrt in Deutschland ist der Schotte William Wilson  (geb. 18.04.1809 in Walbottle, gest. 17.04.1862 in Nürnberg).



Geschwindigkeit des Zuges: bei 6 bis 9 angehängten Wagen

24 bis 30 km/h:

 

Adler“, Bj. 1835 in England, Foto kurz nach 1850
Quelle: DB Museum/Klaus Mosch

 

 

1835 wird auch in Deutschland die Normalspur (1435 mm) eingeführt.

 

1836: Thomas Edmondson stellt die ersten Fahrkarten aus Karton her.


 

Eine der ersten

preußischen Privatbahnen


Ludolf Camphausen

1836Gründungsjahr der Rheinischen Eisen-bahn-Gesellschaft. Erster Präsident ist  Ludolf Camphausen (re.). Unter ihrer Obhut entstehen später alle Eisenbahnen im Rheinland. Sie ent- wickelt sich zu einem der großartigsten und bestgeleitesten Privatbahnunternehmungen in Preußen und Deutschland.

 

Logo der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft.

 

31.03.1836 wird als Gegenorganisation die Preußisch-Rheini- sche Eisenbahngesellschaft gegründet


1836 bringt das „Stadt-Dürener Anzeige- und Unterhaltungs-blatt“ einen Artikel unter dem Titel „Die Sitten, die Gesetze und die Eisenbahnen“, in dem man gesetzliche Schutzmaßnahmen gegen jede Einführung von Eisenbahnlinien fordert


31.03.1837 bis zum 08. 06. wird in Köln die Verschmelzung der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft und der Preußisch-Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft beschlossen,  sodass am 09. Juli 1837 die Neugründung der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft stattfinden konnte.


Quelle: Bernhard Poll (Hrsg.): Geschichte Aachens in Daten, Stadtarchiv Aachen, Aachen 1960, S. 132–137.




1837: In seiner Lendersdorfer Hütte walzt Eberhard Hoesch – Gründungsmitglied der Rheinischen Eisenbahn Gesellschaft –  Eisenbahnschienen für  die Gesellschaft.



                                                Lendersdorfer Hütte

Ölbild Carl Schütz 1838




 Brücken und Tunnelbauwerke

 

 

Mit Hacke und Schaufel wurden einst viele Arbeiten an den Eisenbahn-Strecken ausgeführt. Viele Gastarbeiter waren an den Baustellen im Einsatz. Das Bild zeigt den Bau der Brücke bei Schmidtheim ( Eifelstrecke) um 1869/70. (Foto: Bildarchiv Medienzentrum Kreis Euskirchen)


1837/38: Mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke von Köln nach Aachen durch die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft wird zwischen Stolberg Hbf und dem Haltepunkt Nirm der Nirmer Tunnel  ( Foto unten aus dem Jahr 1960) errichtet.

Nirmer Tunnel 1960, Quelle: Sammlung Roland Keller


1837: Baubeginn des Königsdorfer Tunnels ( bis 1841)  auf der Strecke Aachen-Düren-Köln. Schließung des Tunnels 1954.

 

Der Königsdorfer Tunnel hatte analog zu englischen Vorbildern, einen elliptischen Querschnitt mit einer Höhe von 7,67 Metern und einer lichten Weite von 6,92 Metern mit 3,5 Metern über der Schienenoberkante.Die Ausmauerung bestand aus drei Ziegelschichten, die in konzentrischen Kreisen ohne Verbund untereinander gemauert waren (Buschmann 1997, S. 3).

 

 

 

21.08.1837 erhält die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft die preußische Konzession zu dem  Bau der 86 Kilometer langen Bahnstrecke Köln - Düren - Aachen - belgische Grenze.

 

1938 wird die Lokomotive SAXONIA der Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie (LDE) als erste funktionstüchtige in Deutschland gebaute Dampflokomotive vorgestellt (oben).

 

 

01.04.1838 wird mit dem Bahnbau zwischen Köln und Aachen begonnen.

 


1838 -1841 wird das Burtscheider Viadukt auf der Strecke Aachen-Köln durch die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft gebaut.


03.11.1838 wird das "Gesetz über die Eisenbahnunternehmungen“,welches

den Bau und Betrieb als Sache von Privat-

unternehmungen vorsah, von Friedrich

Wilhelm III. (rechts) unterzeichnet. Per Ge-

setz behält sich der preußische Staat eine Übernahme der Privatbahnen ausdrücklich

vor, wovon der  Staat dann auch später Ge-

brauch machen sollte


1838 wird die erste Eisenbahnbrücke über die Rur in Düren  gebaut (unten)."Die Brücke hat fünf Bogen, 1 zu 45 Fuß, 2 zu 40 Fuß und 2 zu 36 Fuß lichte Weite.Die Breite der Brücke ist 27 Fuß. Die Pfeiler sind 10 Fuß stark und von Quadern und das Gewölbe von Ziegeln". Quelle: Emil Bürger, Karlsruhe 1845.

 

Foto: Archiv: Anton Könen Mechernich



1838: Baubeginn des Ichendorfer Tunnels ( bis 1841) bei   Eschweiler auf der Strecke Aachen-Köln. Der Tunnel wurde auf Schieferton  und Kohlensandstein gebaut ( Foto unten ).





Bahnhof Müngersdorf 1838

02.08.1839 startet die erste Eisenbahn der Rheinischen-Eisen- bahngesellschaft von Köln aus nach Müngersdorf (6,7 km).


 

 

 

 

Die Eisenbahn vom Thürmchenswall zum Bahnhof Belvedere in Müngersdorf unterwegs. (Quelle: : Briefkopf der Rheinischen Eisenbahngesellschaft, 1844. RWWA)

 

1841 wird die Dreibogenbrücke in Eschweiler durch die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft fertiggestellt (unten).

 

Dreibogenbrücke auf der Strecke Aachen-Köln (Eschweiler).



1841: Vier Schlepptender-Lokomotiven werden von Robert Stephenson nach Köln an die Rheinische Eisenbahn-Gesell-schaft geliefert. Zwei von ihnen – „Rhein“  und „Hercules“  – kosten 13 500 Taler. Für die beiden anderen mit Namen „Vorwärts“ und „Mercur“ sind je 12 500 Taler (387 500 €) zu zahlen.

 

31.07.1841: Fertigstellung der Bahnstrecke Düren-Aachen.





Eröffnung der Bahnlinie Köln-Düren-Aachen


Vor 175 Jahren, am 01. September 1841, kann die Eisenbahnstrecke von Köln über Düren nach Aachen

in Betrieb genommen werden. Sie ist damit die

siebte Bahnlinie in Deutschland.


Eigentümer ist die damals private Rheinische Eisenbahn, die sie bis zur Verstaatlichung 1880 betreibt. Eingesetzt werden auf der neuen, siebten Strecke in Deutschland, die Lokomotiven aus England "Rhein", "Hercules" und "Vorwärts".



           Bericht aus dem Jahrbuch des Kreises Düren:


"In Düren waren der Stadtrat, die Gesellschaften und Vereine und die St. Ewaldus-Schützengilde unter Glockenspiel mit fliegenden Fahnen und Musik zum Stationsplatz der Eisenbahn gezogen, um dort die Ankunft des ersten Zuges zu erwarten. Vom Annaturm herab wehten drei große Flaggen in den Farben Preußens, der Stadt Düren und dem rot-weiß der Rheinischen Eisenbahngesellschaft. Musik, Böller und Glockengeläute empfingen die von Köln kommenden Fahrgäste, denen der Dürener Stadtrat einen Ehrentrunk reichen ließ. Die Dürener Ehrengäste bestiegen die ihnen freigehaltenen Wagen, um die Weiterfahrt nach Aachen mitzumachen."


       Quelle: Jahrbuch Kreis Düren 1966 , Archiv: Anton Könen Mechernich


             

06.09.1841 wird der reguläre Fahrgastbetrieb auf der Gesamt-strecke Aachen- Köln  mit 2 Hauptgleisen und mit einem Über- holungsgleis aufgenommen. Der Fahrplan sieht drei Personen- züge (morgens, mittags und abends) pro Tag und Richtung vor.

  



 Bahnhöfe der Strecke Aachen-Köln

                                       

Bahnhof Aachen um 1844 (Rheinischer Bhf).
Bahnhof Stolberg - Foto Sammlung Roland Keller, Stlb.
Bahnhof Eschweiler - Foto: Stadtarchiv Eschweiler
Bahnhof Langerwehe um 1900
Bahnhof Düren um 1880
Bahnhof Buir, Sammlung Sigurd Müllenmeister, Buir
Bahnhof Horrem


Bahnhof Königsdorf
Bahnhof Lövenich (Sammlung Perillieux)
Bahnhof Ehrenfeld
Centralbahnhof Köln


1841 befinden sich folgende Haltepunkte/Bahnhöfe an der Strecke: Köln, Köln-Ehrenfeld, Lövenich, Königsdorf, Horrem, Dorsfeld, Buir, Merzenich, Düren, Langerwehe, Eschweiler, Stolberg, Aachen-Rheinisch (Hbf.).


1842 sind in Preußen erst 587 km Eisenbahnschienen gebaut.


1842 beziehen erstmals preußische Eisenbahngesellschaften Lokomotiven von preußischen Fabrikanten,  z.B. von Borsig.



Was man so verdiente....


Quelle: Lars Ulrich Scholl, Reden, Eisenbahn, Vondenhoeck & Ruprecht, 1. Abt., 1.Abschn., S.112, 1815-1873.





   Erste Zugverbindung mit dem Ausland




Bahnhof Herbesthal um 1900

15.10.1843: Die Strecke Köln - Aachen wird nach Belgien wei- tergeführt. Zur gleichen Zeit baut die Belgische Staatsbahn als Abzweig der Hauptstrecke Antwerpen - Brüssel - Lüttich die Verbindung nach Lüttich (Foto unten) bis Herbesthal. Damit erste Verbindung Deutschlands mit dem Ausland (Köln-Aachen-Herbesthal). Bis 1920 lag der Bahnhof in Preußen bzw. dem Deutschen Reich.


 

Bahnhof Lüttich um 1900


1843 werden allein auf der Strecke Köln-Aachen durch die Rheinische Eisenbahngesellschaft rund 1680000 Personen befördert.

 

 

18.10.1843: Gründung der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft. Sie wird im Jahre 1848 ihren Betrieb mit

10 Lokomotiven, 22 Personen- und 259 Güterwagen beginnen.


Gustav Mevissen 1844



1844 bis zur Verstaatlichung der Gesell-schaft übernimmt Gustav Mevissen ( rechts) das Präsidentenamt der Rheinischen Eisen-bahn-Gesellschaft.




1844 gründen Industrielle aus Eschweiler, Düren und Schleiden eine Aktiengesellschaft mit der Bezeichnung "Komitee zum Bau einer Eifeleisenbahn Düren – Schleiden".

 

1844: Die Preußische Regierung ordnet die Beleuchtung aller Abteile bei Dunkelheit an.

 

1844 stehen 14 Lokomotiven in Diensten der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, und zwar:

Quelle: Die Eisenbahnen Deutschlands E.S. Mittler, 1844

 

 

1845: In Deutschland gibt es 2305 Streckenkilometer.


1845 erfolgt der Anschluss der belgischen Eisenbahn an das französische Eisenbahnnetz, wodurch die Bahnstrecke Köln - Aachen auch Verkehr von und nach Frankreich aufnehmen kann.

 

1845: Vermessung der Bahnstrecke Düren - Kommern.

 

1845/46 erhalten die Lokführer Ledermäntel als Wetterschutz, acht Jahre später werden die Lokomotiven mit Schutzdächern versehen.


1847 wird der „Verein Deutscher Eisenbahnverwaltungen“ gegründet.

 

Gare du Nord in Paris um 1846.


1847 erhält diese Strecke Köln – Düren – Aachen - Herbesthal Anschluss an die französische Nordbahn mit Verbindung bis nach Paris

(Gare du Nord).





1848 wird während der Deutschen Revolution 1848/1849 die Bahnstrecke Köln–Aachen für Waffentransporte und Kriegsmaterial eingesetzt.


Bhf.Ostende, 1915

1851 besteht u.a. eine Verbindung von Hannover über Köln, Aachen, Lüttich und Brüssel nach Ostende.

  




1852 verkehren in Preußen erstmals Personenzüge mit Wagen der vierten Klasse, um Geringverdienern das Bahnfahren zu ermöglichen.



16.05.1853: König Friedrich Wilhelm IV. (Foto) erteilt der "Eifel-Eisenbahn-Gesellschaft " die Genehmigung zur Planung und zum Betrieb einer Strecke von Düren nach Schleiden.



1853 wird die Bahnstrecke Aachen-Maastricht eröffnet, sodass Aachen Verkehrsknotenpunkt für zwei internationale Linien ist.


05.03.1856 erhält die Rheinische Eisenbahngesellschaft  die Konzession zum Bau und Betrieb einer Eisenbahnstrecke von Düren nach Schleiden (beauftragt von Eifel-Eisenbahn-Ges.).




1857: Nach 22 Jahren Dienstzeit wird die Lok "Adler" als technisch veraltet ausgemustert.

 



01.01.1857: Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft fusioniert mit der Köln-Bonner Eisenbahn-Gesellschaft.



1859: Im Mai d.J. fährt der erste Nachtzug auf der Strecke Düren-Aachen. Nachtzüge bestehen nur aus Sitzwagen.


 

17.04.1862 stirbt William Wilson, der erste Lokführer in Deutschland. Er wird unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Nürn- berger Johannisfriedhof begraben, wo sich sein Grab noch heute befindet.




Bahnlinien nach Euskirchen


24.11.1862 schließt die Stadt Euskirchen mit der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft einen Vertrag über die Überlassung eines  Grundstücks von 12 Morgen am Pützberg  für den Bau eines Bahnhofs.


1862: Beginn des  Baus der 170 Kilometer langen und mehr als 16 Millionen Taler teuren Eifelbahn von Düren über Euskirchen und Gerolstein nach Trier ( Rheinische Eisenbahngesellschaft).


 

Bahnhof Trier um 1900

 



Die erste Eisenbahn fährt nach Düren.

Bördebahn Düren-Euskichen.



06.10.1864 wird, weit außerhalb des damaligen Stadtzentrums, der erste Bahnhof Euskirchens in einem spät klassizistischen Baustil auf dem Pützberg errichtet (unten). Die Strecke ist auf der gesamten Länge eingleisig, obwohl für ein zweites Gleis genug Platz vorhanden ist.  Der Höhenunterschied zwischen Düren und Euskirchen beträgt 50 Meter. Die Bahnstrecke verfügt über neun Schranken.

Bahnhof mit Gleisanlagen - 1864

 

Foto: Kreisarchiv Euskirchen
Foto: Kreisarchiv Euskirchen


Strecke ab 1864:

Euskirchen 1864,Nemmenich 1955, Zülpich 1864, Vettweiß 1864, Jakobwüllesheim 1955, Bubenheim 1900, Binsfeld 2006, Düren 1864. 


Täglich fahren vier Züge hin und zurück, die Fahrzeit beträgt 50 Minuten.

 

 

Streckenverlauf ab Düren Bahnhof
Von Vettweiß kommend über Zülpich und Nemmenich.
Endstation Euskirchen ( grün Einfahrt bis 1960).

Quelle: http://www.gessen.de/str/dneu.html, zuletzt aufgerufen am 10.8.2016



Die Eröffnungsfahrt 01.10.1864.


Die Dampflokomotive "Roer" zieht bei warmem Oktoberwetter um 07.00 Uhr morgens sieben Personenwagen von Euskirchen nach Düren. Damals hat Euskirchen rund gerechnet 500 Einwohner und zählt  demnach zu den Kleinstädten.


    Der Bahnhof in Euskirchen

Der Bahnhof im 19.Jahrhundert. Im Hintergrund das Bahnhofsgebäude auf der Lithografie von Josef Leimann




Bahnhof Zülpich


Altes Stellwerk Zülpich - Foto: Sammlung S.Petermann

aus Wolfgang Müller, "150 Jahre Bördebahn", S. 10 ,

Druck Heinen, Bad -Münstereifel, 2014


Der Bahnhof Zülpich wird 1864 von der Rheinischen Eisen-bahn-Gesellschaft errichtet ( Bördebahn) und verfügt  von 1908 bis 1962 über Anschlüsse zu den Dürener- und  Eus- kirchener Kreisbahnen (DKB/EKB). 



Der alte Bahnhof in Zülpich um 1910 - Staatsbahn, im 2.WK zerstört.



1864 wird der Bahnhof in Vettweiß eröffnet - RhEG- (rechts).

Am 12.09.1864 bewirbt sich der Gastwirt Gottfried Hülden um die Bewirtung der Bahnhofsgaststätte in Vettweiß.


1864: Eröffnung des Dürener Güterbahnhofs im "Wirtelfeld".


27.06.1865 ist die Strecke der Rheinischen-Eisenbahngesell-schaft „Düren-Euskirchen“ auch bis Mechernich (unten im Bild: Bahnhof in Mechernich) befahrbar.

 

Am 27. Juni 1865 rollten die ersten Züge aus Richtung Düren/Euskirchen ein.




Strecke der Rheinischen Eisenbahngesellschaft "Düren-Euskirchen-Mechernich 1865  ( bis Trier).


Quelle: Übersichtskarte des Bergisch-Märkischen Eisenbahnnetzes 1872 (Ausschnitt, verändert).


 Die Lok für die Eifelbahn

 

 

Nach Fertigstellung der Eifelbahn beschafft die Rheinische Eisenbahngesellschaft fünf Personenzug-Tenderlokomotiven, so auch die Lok »SEDAN« bei der Firma Beyer-Peacock in Manchester. Quelle: Verkehrsmuseum Nürnberg Neg. Nr. 192 489

 

 

08.08.1867 ist der 472 m lange Kaller Tunnel nach gut zwei- jähriger Bauzeit fertiggestellt.


01.11.1867 rollt der erste Zug von Düren über Euskirchen nach Kall ( unten). 1869 kann man bis Sötenich reisen, ehe ab 1870 der Personen- und Güterverkehr bis Gerolstein läuft.

Inhaber: Rheinische Eisenbahngesellschaft.

 

Bahnhof Kall, Eifel um 1900.

 

 


Strecken der Rheinischen Eisenbahngesellschaft in der Eifel.

Quelle: Alte Karte der Eisenbahnstrecken in der Eifel aus dem Post-Taschenatlas Deutschland von 1925


"Rheinische" und "Bergisch-Märkische"



01.09.1869: Eröffnung der Bahnstrecke Düren–Neuss durch Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft ( bis 1880).


                                 rote Linie= RhEGgrüne Linie=BME.

 

 

Quelle: Übersichtskarte des Bergisch-Märkischen Eisenbahnnetzes 1872 (Ausschnitt, verändert)


   Bahnstrecke Düren-Neuss

Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (bis 1880).

Bahnhof Harff auf der Strecke Düren-Neuss - Foto:www-harffinbildern.de

 

Begünstigt durch die geographische Lage erhält Harff einen Eisenbahnanschluss auf der Strecke Düren nach Neuss.

Foto: www-harffinbildern.de
Alter Bahnhof Grevenbroich. Foto: Stadtarchv Grevenbroich.StattBlatt Sonderausgabe Spurensuche 2013
Bahnhof Kapellen um 1900 - Foto L.Berns/Stadtarchiv

 

Bahnhof Bedburg auf der Strecke Düren-Neuss um 1900. Archiv. H. Schmitz


1870/71er Krieg: Der Bahnhof  Düren wird für einen regen Truppentransport genutzt. Er besteht aus dem Empfangs-gebäude, einem Wagenschuppen mit Schiebebühne und einem 2-gleisigen Lokschuppen mit zwei Drehscheiben.


15.6.1871 nutzen deutsche Truppen nach Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzung mit Frankreich die nunmehr bis Trier führende Bahnlinie der Rheinischen Eisenbahngesell-schaft.


1871: Die Eisenbahnen in Deutschland werden verstaatlicht und es entstehen die Länderbahnen ( bis 1920).


1871 wird der Abschnitt der Eifelstrecke von Euskirchen nach Kall eröffnet. Die weiter gebaute Eifelstrecke verläuft allerdings am ursprünglich anvisierten Schleiden vorbei.


01.07.1871 wird die Eifelbahn Düren-Trier West endlich für den öffentlichen Verkehr freigegeben.


31.12.1871 wird die Strecke Aachen-Nord- Jülich durch die Aachener Industriebahn Aktiengesellschaft fertig gebaut.


1873 ( bis 1887) wird die Aachener Industriebahn AG (AI) gegründet.



27.06.1873: Gründung des Reichseisen-bahnamtes als Aufsichtsbehörde in Preußen durch Bismarck.

 

16.09.1873 nimmt Albert Maybach  (links) seine Arbeit im Reichseisenbahnamt auf.

 

 


1873 wird der Bahnhof in Jülich eröffnet.



20.07.1873 fährt der erste Zug der Bergisch-Märkischen Eisenbahn von Düren nach Jülich.


( Foto rechts:  Alter Bahnhof in Jülich).



 

 

01.10.1873 wird die eingleisigen Strecke Eschweiler Aue - Weis- weiler - Jülich - Rheydt-Mülfort - Mönchen-gladbach und Jülich - Huchem-Stammeln - Düren er- öffnet (Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft) Foto: Bhf. Eschweiler-Aue).



Bahnhof Weisweiler


                                        Foto: Bahnhof MG)

 



15.04.1874


Der neue Bahnhof

in Düren

 

 




Das neue Empfangsgebäude stellt durch die Eingliederung der Strecke Düren-Jülich ein Inselbahnhof dar, an dessen Südseite (stadtwärts) sich die Gleisanlagen der Rheinischen-Eisenbahn-gesellschaft befinden.


Die Gleisanlagen nördlich des Empfangsgebäudes sind für die Züge der Bergisch-Märkischen-Eisenbahngesellschaft reser-viert.

 

 

Der Bahnhof in Düren um 1880



Es handelt sich um ein zweigeschossiges klassizistisches Empfangsgebäude aus verputztem Backstein und mit rotem Sandstein.


Am Eingang kann man die Wappen der Städte Köln (rechts) und Wuppertal erkennen. ( Rheinische Eisenbahngesellschaft aus Köln und die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft aus Wuppertal)


Die Haltestelle befand sich vorher in den Anlagen des jetzigen Langemarckparks/Hortplatzes ( rechts oben im Bild).


Wie an allen anderen Knotenbahnhöfen an der Strecke Köln - Aachen, wurde auch in Düren ein Bahnbetriebswerk zur Be- handlung von Lokomotiven errichtet.   Das erste Bahnbetriebs- werk lag in unmittelbarer Nähe des heutigen Hauptbahnhofes.



1875: wird die Eifelstrecke  von Hürth-Kalscheuren über Euskirchen und Gerolstein nach Trier freigegeben ( Rheinische Eisenbahngesellschaft).


Bahnhof Kalscheuren 1910



1875 wird durch die Aachener Industriebahn die Strecke vom heutigen Stolberger Hbf nach Aue eröffnet, damit hat  die Strecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft einen Anschluss an die Hauptstrecke Köln-Aachen.


  

1875 wird der Bahnhof der Aachener Industriebahn (später Aachen-Nord) erbaut (ab 1887 in "Aachen-Cölnthor" umbe- nannt). 30.05.1980 werden dann die Gleise bzgl. des Perso- nenverkehrs  entfernt ( unten: Bahnhof Aachen-Nord 1979).



Quelle: Roland Keller "Aus der Knollensahara in die Kaiserstadt" 1979




04.01.1875 wird eine einheitliche Signalordnung für alle deutschen Eisenbahnen eingeführt.

 

01.10.1875: ist die Eifelstrecke durchgehend von Köln über u.a. Kierberg, Euskirchen und Gerolstein bis Trier befahrbar.(RhEG).  

 

Kaiserbahnhof Brühl-Kierberg auf der Strecke Köln-Euskirchen



1879 führt Werner von Siemens (rechts) die erste gebrauchstaugliche Elektrolokomotive vor ( Foto unten), aber erst ab 1890 kommt es in Deutschland zur massenweise Grün- dung von Straßenbahnen mit elektrischem Strom.

 



Elektrische Ausstellungsbahn von Siemens (1879)

 



Mitgesellschafter der Zuckerfabrik, Valentin Pfeifer.

1879 wird die Euskirchener Zucker-fabrik in Betrieb genommen und an die Strecke Düren-Euskirchen der Rheinischen Eisenbahngesellschaft angeschlossen. Die 1869 in Betrieb genommene Eisenbahnlinie Düren –Neuss ermöglicht dem Werk Elsdorf auch den Antransport von Rüben aus entfernt gelegenen Anbaugebieten.




1880 entstehen in ganz Deutschland zahlreiche neue Privat-bahnunternehmen für den Regional- und Nahverkehr in Gebieten, die das staatliche Eisenbahnnetz nicht abdecken kann.


1880 wird auf der Strecke Düren-Euskirchen der Bahnhof Dürscheven eingerichtet ( bis 1983).

 

Bahnhof Dürscheven - wird heute nicht mehr angefahren.



1880: Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft verfügt bei der Verstaatlichung (18.9.1880) über 507 Lokomotiven, 862 Personen- und 13.572 Güterwagen. Sie betrieb ein Bahnnetz von 1.356 Kilometer Länge.


 


Bismarck, Ende des 19. Jahrhunderts.

14.02.1880: Im Zuge von Bismarcks Verstaatlichungspolitik wird das Ge- setz zur Verstaatlichung der Rheini- schen Eisenbahngesellschaft ver- kündet. Das Streckennetz der früh- eren Rheinischen Eisenbahn wird der „Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Köln linksrheinisch“ und der „König-lichen Eisenbahn-Direktion zu Köln rechtsrheinisch“ zugeordnet.


1880 wird  die Strecke Düren-Neuss verstaatlicht.





 Die Voreifelbahn

1880

Eisenbahnstrecke (Staatsbahn)

(Düren)- Euskirchen - Bonn


 


 

Bahnhof Rheinbach um 1910 ( Foto Stadtarchiv Rheinbach).


1890: Bonn Hbf – Duisdorf – Impekoven - Kottenforst – Meckenheim – Rheinbach – Odendorf – Cuchenheim – Eus- kirchen, teilweise Durchbindung über die Bördebahn nach Düren.

 

Bahnhof Cuchenheim - 1910 -



07.06.1880 fährt der erste Zug von Euskirchen um 6.43 Uhr ab und erreicht Bonn um 8.16 Uhr. Gezogen wird der Zug von der Dampflokomotive Greifenwerth. Am 01.06.1890 wird die Eisenbahnlinie Euskirchen-Bonn zur Vollbahn und erhält nun Bahnwärter und Schranken ( Foto unten: Bahnhof Bonn),


Bahnhof Bonn, 19. Jahrhundert.



1882 wird die Aachener Industriebahn durch die Aachen-Jülicher-Eisenbahngesellschaft nach Jülich weitergeführt.


28.03.1882: Verstaatlichung der Bergisch-Märkischen-Eisen-bahngesellschaft.


1882 geht die Strecke Düren-Jülich im Rahmen der Verstaat-lichung der Eisenbahn an den Preußischen Staat über -KPEV-

 

01. 10 1882 nennt sich die Aachener Industriebahn nunmehr Aachen-Jülicher Eisenbahn.


01.04.1883 bezeichnen die preußischen Staatsbahnen oder übernommenen Privatbahnen ihre Lokomotiven mit Namen und/oder Nummern.


1884 führt de Preußische Staatseisenbahn (u.a. Aachen ) Schlafwagen ein.


1885 sind etwa 11.000 km der ehemaliger Privatbahnen in preußisches Staatseigentum übergegangen.




01.01.1886 geht die Strecke Düren-Euskirchen zusammen mit den anderen Strecken der Eifel an die Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung (KPEV) über.


Quelle: Teil eines Zuges im Verkehrsmuseum Dresden, Wappen der Preußischen Staatseisenbahnen, KronS, CC BY-SA 3.0

  

 

 

 

1887 wird die Aachen-Jülicher Eisenbahn (vormals 

Aachener Industriebahn AG)  von der Preußischen Staatseisenbahnen übernommen.


 

1886  sind fast alle Eisenbahnstrecken in den Ländern des 1871 gegründeten Deutschen Reiches verstaatlicht.




Anfänge der Kleinbahnen z.B. DEAG,

Dürener- und Euskirchener Kreisbahnen


1887: Die Bahnunterführung der Bahnlinie Köln-Aachen wird in der Eisenbahnstraße - heute Josef-Schregel-Straße - in der heutigen Form erbaut.


 

1888: Gründung der Dürener Eisenbahn AG, DEAG, durch Vertreter der heimischen Industrie unter Leitung des Kgl. Kommerzienrates Felix Heinrich Schoeller (Foto) und der Stadt Düren unter dem Namen Dürener Dampfstraßenbahn AG (DDAG).

 


1889 wird ein "Komitee zur Förderung"  der Bahn gebildet, be- stehend aus Landwirten und Industrie zum Bau einer Eisen-bahnlinie im Euskirchener Raum ( Eifelstrecke der Euskirchenr Kreisbahnen).


23.05.1989 wird mit den Arbeiten an der zu bauenden Bahn- strecke Euskirchen nach Münstereifel begonnen (Staatsbahn).


01.10.1890 findet die feierliche Eröffnung der Nebenstrecke Euskirchen - Münstereifel statt, an der auch der Regierungs-präsident aus Köln, von Sydow,  teilnimmt (Staatsbahn).

Bahnhof Bad Münstereifel (Quelle: Stadtarchiv Bad Münstereifel)..



1890 erhält die Voreifelbahn (Staatsbahn von Euskirchen nach Bonn) erstmals eine Durchbindung an die Bördebahn nach Düren.


1891 wird im Bahnhof Euskirchen ein Betriebswerk errichtet. Bisher werden die Lokomotiven der Strecke Düren-Euskirchen ausschließlich im Betriebswerk Düren gewartet.

 

02.12.1891: F.H.Schoeller von der Dürener Eisenbahn AG erhält vom Regierungspräsidenten Aachen die Konzession zum Betrieb einer Dampfstraßenbahn für Güterbetrieb auf der Strecke Düren-Birkesdorf bis Schloßberger Mühle.


Dampfstraßenbahn in Nord-Düren, um 1900. Foto: Düren, so wie e war, Heinrich Richartz, 1977, S. 44

 

1892: Einführung von Schnellzügen mit Durchgangswagen („D-Züge“).





01.05.1892 fährt der erste D-Zug  auf der Strecke Berlin- Köln Hbf  (Links: Schnellzugwagen).

 





Rurtalbahn jetzt in Händen des Staates


01.06.1892 wird der Personenverkehr auf der Rurtalbahn bis Kreuzau durch die Königlich-Preußische-Eisenbahnverwaltung

aufgenommen und bis 1903 bis Heimbach verlängert sein.

 

28.07.1892: Einführung „Preußisches Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlussbahnen".

Aus diesem Gesetz entstehen u.a.die Kleinbahnen Dürener- und Euskirchener Kreisbahnen und die DDAG auf Schmalspur

(1000mm).


30.07.1892 wird das Unternehmen Lenz & Co in Stettin gegrün- det, zwei Tage nach der Verkündung des Preußischen Klein- bahngesetzes ( Vorläufer u.a. der Westdeutschen Eisenbahn- gesellschaft/ Euskirchener Kreisbahnen).


31.03.1892: Die Gründungsversammlung. 10 Gründer, 8 Personen und 2 Firmen bilden mit einem Kapital von 173.000 Mark die neue  DDAktiengesellschaft.

 

21. Mai 1892 wird die Dürener Dampfstraßenbahn AG in das Handelsregister eingetragen.

 

01.06.1892 wird der Personenverkehr bis Kreuzau durch die Preußischen Staatseisenbahnen (KPEV)  aufgenommen.

 

1893: Einführung einer reichseinheitlichen Normalzeit. Bis dato wurden an den vielen Landesgrenzen die Uhren umgestellt und alle Fahrplanangaben nach gelegentlich willkürlicher Ortszeit bestimmt.

 

01.04.1893: Die DDAG  betreibt eine meterspurige Dampf-straßenbahn für Personen- und Güterbeförderung, die 1934 als Kleinbahn konzessioniert wird.


23.04.1894 wird mit dem Ausbau einer Strecke ( als Bahn 2. Ordnung) von Euskirchen bis Liblar (Eifelbahn) begonnen. Auftraggeber ist der Kreis Euskirchen.


01.06.1894: Die Dürener Dampfeisenbahn nimmt bis Birkesdorf auch den Personenverkehr auf.

 

1894: Der Ostende-Wien-Express - er durchfährt  auch  Düren - ist ein ab 1894 (bis 1993) zwischen Ostende und Wien verkehrender Luxuszug und später internationaler D-Zug. Mit seinen Kurswagen unter anderem für den Orient-Express stellt er eine der wichtigsten Zugverbindungen zwischen Westeuropa und dem Balkan dar.

 

Ostende-Wien-Express, hier in Brüssel 1920

 


12.12.1895: Gründung der Westdeutschen Eisenbahn-Gesell-schaft in Köln ( WEG).




Euskirchener Kreisbahnen 1895


Die erste Kleinbahn im Rheinland

auf 1000mm-Spur


26.01.1895 fährt der erste Güterzug über die Teilstrecke Liblar-Euskirchen-Mülheim-Wichterich-Zülpich.


Der Bahnhof der EKB um 1900 (heute Adenauerplatz) in Zülpich.


01. 03 1895 wird die meterspurige Euskirchener Kreisbahn (EKB) mit der Verbindung nach Liblar und Zülpich, später auch bis Arloff eröffnet. Der Endpunkt in Euskirchen liegt in der Gansweide an der Kölner Straße. Am 01.10. 1896 wird dann auch die Zuckerfabrik Euskirchen an die EKB-Strecke ange- schlossen.


10.08.1895 findet in der Gaststätte des Gutsbesitzers Brauwei- ler in Euskirchen ein Festessen anl. der Eröffnung der Euskir-

chener Kreisbahnen statt.


11.08.1895 wird die Einweihung der Eifelstrecke in Anwesen- heit des Regierungspräsidenten v. Richthofen festlich be- gangen und durch eine Rundfahrt auf der ganzen Strecke von Liblar bis Arloff mit Einkehr in Euskirchen zum Festmahle im Gasthause Joisten abgeschlossen.


Quelle: Euskirchener Volksblatt vom 12.9.1940



 


Zweite Linie der Euskirchener

Kreisbahnen: Die Erftstrecke



Vorbahnhof Liblar, 1930


Die "Erftstrecke" verläuft u.a.von Liblar über Niederberg-Borr, Oberwichterich, Frauenberg bis Euskirchen Zuckefabrik.




Ein besonders markanter Punkt auf der Erftstrecke war die Ortsdurchfahrt von Lechenich. Hier mussten die Züge durch zwei mittelalterliche Stadttore, das Herriger Tor und das Bonner Tor (unten). Die Torbögen sind so eng, dass damals auf der Erftstrecke kein Rollbockverkehr möglich war. Die neuen Triebwagen schrammten mit den Einstiegstritten die Seiten der Durchfahrten, weshalb die Tritte verändert werden mussten.

 

Quelle: Vergl.Henning Wall, Die Euskirchener Kreisbahnen, Schweers + Wall (1999)



            Herriger Tor Lechenich, 1901

Fotos veröffentlicht in Karl Stommel: Erftstadt "Die heutigen Stadtteile im Wandel der Zeiten". Erftstadt 1977

 

Bonner Tor mit Gleisanlagen - 1897.


04.05.1897 enden die Züge der Euskirchener Kreisbahn schon über einen Kilometer vor dem Staats-Bahnhof Euskirchen in EU-West.

 

Bahnhof in Mülheim-Wichterich 1898, Foto: E. Faßbender, M.W.



Info:


Die Strecken waren von der Bahnbaufirma Lenz & Co GmbH im Auftrag des Kreises erbaut und anfangs auch betrieben worden. Diese übertrug die Betriebsführung 1897 an ihre Tochter, die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) in Köln. Von 1928 bis 1949 lag sie in den Händen der Vereinigten Kleinbahnen AG (VKA), bis der damalige Landkreis Euskirchen selbst diese Aufgabe übernahm.


Quelle: Euskirchener Kreisbahnen - https://de.wikipedia.org zuletzt aufgerufen am 3.9.16


 

1899:  Die „Rur“, die bei Henschel gebaut wurde, íst erstmals als Dampfstraßenbahn in Düren unterwegs.
 


1900 wird der Bahnhof Bubenheim an der Strecke Düren-Euskirchen (Staatseisenbahn) errichtet.

Bahnhof auf der Strecke Düren-Euskirchen, Foto: Roland Keller, 30.08.1986


01. 01.1901 wird  Hoven (bei Düren) durch die Dürener Eisen- bahn mit ihrem einmeterspurigen Gleis von Düren nach Merken erschlossen.

 


Stadt-und Kreisarchiv Düren

13.10.1901: Eröffnung des ersten städtischen Elektrizitätswerkes in Düren, dessen erster Kunde der Bahnhof Düren ist.



Rechts im Bild: E-Werk in Düren






01.09.1903 fährt die erste Rurtalbahn von Düren nach Heim- bach ( Inhaber: Preußische Staatseisenbahn, Foto unten).

Bahnhof Heimbach 1903 - Quelle:Fischer, Heimbach


1903: Für eine einfache Fahrt von Düren nach Heimbach muss man in der vierten (Holz-)Klasse 60 Pfennig bezahlen, in der dritten Klasse zahlt man 1,20 Mark und in der vornehmeren zweiten Klasse 1,80 Mark. „Militärpersonen“ brauchen nur 50 Pfennig für eine Fahrkarte hinlegen.

(Quelle: Krause 2001, S. 228).

 

01.09.1903: Eröffnung der Bahnlinie Kreuzau – Blens.


1904 wird die Forderungen nach einer weiteren Kleinbahn (DKB) immer lauter und man beauftragt die Westdeutsche-Eisenbahn-Gesellschaft (WEG)  das Projekt zu verwirklichen.

Grundlage der Verträge ist, dass die Betriebsführung auf Pachtbasis bei der WEG liegen soll.



Die Neffeltalbahn


1904 wird der Stadt Düren die Genehmigung zum Bau einer Personen- und Güterstrecke nach Zülpich erteilt. Sie soll zu- sätzlich zu Bördebahn verlaufen. Mit den Planungen und der Betriebsführung wird die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (WeEG) beauftragt. Der Bau erfolgte zwischen 1906 und 1908

( Beginn der Dürener Kreisbahn).


 

Ausbau der Bördebahn


1905 werden allein an den Bahnhöfen (Bördebahn) Dürsche- ven, Zülpich, Vettweiß ( Foto oben) und Bubenheim insgesamt knapp 142 000 Fahrkarten verkauft. Was die französischen Besatzer nach dem Ersten Weltkrieg zum Anlass nehmen wer- den, die Strecke zweigleisig auszubauen.

  
Bahnhof Vettweiß. Quelle: hgv-vettweiss.de und Agnes Waser, Vettweiß



1905: Aufgrund der entstandenen Unübersichtlichkeit führt man ein neues Bezeichnungssystem für die Lokomotiven ein.

S – Schnellzuglokomotiven P –Personenzuglokomotiven

G – Güterzuglokomotiven T - Tenderlokomotiven.



1906: Bau der Linie Bahnhof Düren-Krauthausen-Kreuzau-Winden ( Preußische Staatseisenbahn).

 

Straßenbahn vor dem Bahnhof in Düren ( Foto: DKB).

 

1906 beschließt der Kreis Düren den Bau und den Betrieb verschiedener Linien mit elektrisch betriebenen Lokomotiven.


01.08.1906 wird die Fahrkartensteuer erstmals eingeführt.


1907: Von Distelrath aus werden Gleise der Kreisbahn in Rich- tung Stadt verlegt.

 

01.04.1908: Im § 42 des Kleinbahngesetzes sind die Verpflichtungen gegenüber der Post genau geregelt. Es müssen  Postgüter aller Art und Briefbeutel befördert werden. Ein Abteil eines Personenwagens wird als Postabteil mit Briefkasten eingerichtet ( bis 1938).

 

 

1908: Die Dampfstraßenbahn Düren – Merken wird bis Pier durchgeführt. Foto:Bahnhof Pier.

 



10.08.1908 wird die Bauabteilung der Westdeutschen Eisen- bahn-Gesellschaft für Düren aufgelöst und erhält ihren Sitz in Köln.



oben: Kleiner alter elektrischer Triebwagenzug, Baujahr 1908 unten: In eigener Werkstätte umgebauter großer zweiachsiger elektrischer Triebwagen

03.09.1908 unternimmt die DKB eine Probefahrt mit sechs Wagen -  keine Zwischenfälle sind zu vermelden.

Die Farben der Bahn sind in an der Vorderseite und Fensterhöhe mittel- gelb, ebenso an den unteren Seiten- leisten. Die Seiten der Bahn selbst sind dunkelgrün lackiert. Die Farben werden 1921 wieder geändert.



06.10.1908 wird der Bahnhof Distelrath eröffnet - die Kreisbahn nimmt als Privatbahn auf ihren ersten Straßen- und Eisenbahnlinien den Betrieb auf.

 


Von Beginn an werden die Strecken der Dürener Kreisbahn für einen Mischbetrieb zwischen Straßenbahn und Klein- bahn eigerichtet.



Bahnhof in Distelrath

Foto: Dürener Kreisbahn, 70 Jahre -Jubliäumsausgabe 1978



06.10.1908: Verkehrsübergabe der elektrischen Straßenbahn auf allen Linien, auch Eröffnung der Linie Düren – Rölsdorf – Lendersdorf.  





Bahnhof der Dürener Kreisbahn in Zülpich


Bahnhof der Dürener Kreisbahn - heute Wohnhaus



Bahnhof um 1910

 

Quelle: Archiv Hermann-Josef Klinkhammer, Zülpich , Bahnhof der Dürener Kreisbahn, Römerallee Zülpich,


1908:  Nördlich der Staatsbahnhofs (Bördebahn) erreicht die Neffeltalbahn die Bördebahn und es entsteht zunächst der Bahnhof Zülpich Kreisbahn der DKB ( Fotos oben) als Übergabe- bahnhof. Von hier aus werden Gleise für die EKB und DKB zum Bahnhof Stadt gebaut.


 

Quelle: Wolfgang Müller, 150 Jahre Bördebahn,

S. 16 , Druck Heinen, Bad -Münstereifel, 2014.

 



 Die Gleisanlagen an

der "Düren - Euskirchener -Chaussee"

(heute B56, Bonner Str.)

bzw. am Adenauerplatz

 

Quelle: "150 Jahre Bördebahn", Wolfgang Müller, S.16, 2014


13.01.1909: Am Montagabend wird auf der Kreisbahn zwischen Schwerfen und Sinzenich ein 69 Jahre alter Mann bei Kommern überfahren und getötet.

Quelle: Euskirchener Volkszeitung vom 13.1.1909  Archiv: Anton Könen aus Mechernich




Lokomotive "Bähnchen Düren-Zülpich" 1905.



06.02. 1909 wird die Strecke Düren (Distelrath) -Bessenich für den Personen- und Güterverkehr eröffnet 

(DKB).





01.05.1909 fährt der erste Personenzug von Distelrath über Nörvenich nach Zülpich (DKB) - zusätzlich zur Bördebahn.

 

Ehemaliger Bahnhof Distelrath Foto: DKB


 

Bahnhof Nörvenich -Foto: Dürener Kreisbahn


 

 

 Der Bahnhof der Dürener Kreisbahn

lag am heutigen Adenauerplatz in Zülpich

und wurde im 2. WK zerstört.

                      

 

Bahnhof Zülpich-Stadt 1908, Knotenpunkt der Euskirchener- und Dürener Kreisbahn. Im 2. Weltkrieg völlig zerstört.
Dreiachsige Nassdampflokomotive - 1908 - der Dürener Kreisbahn.



1910: Die Kreisbahnlinie Düren – Zülpich wird über Füssenich und Juntersdorf bis Embken erweitert und 1911 auch für den Personenverkehr freigegeben. Insgesamt sind  von Düren bis Embken 19 Brückenbauten erforderlich.


  • die Überführung der Staatsbahn in Düren,
  • die Unterführung der Staatsbahn in Zülpich,
  • drei Straßenüberführungen,
  • eine Straßenunterführung,
  • drei Wegunterführungen,
  • zehn Bachunterführungen.

 

Bahnhof Füssenich-Geich im Jahre 1912

 Quelle: Stadtarchiv Zülpich

 

Lok 3b der Dürener Kreisbahn 1912 für die Strecke Düren-Embken
Alter Bahnhof Juntersdorf im Jahre 1921.

Quelle: Stadtarchiv Zülpich

 

 


Die Industriebahn in Zülpich


1911 wird die " Zülpicher Industriebahn“ eingerichtet und gehört zu der 1000mm-spurigen Euskirchener Kreisbahn (EKB). Die Strecke endet an der Papierfabrik Sieger.

 

Vergl. Wolfgang Müller, "150 Jahre Bördebahn" , S. 25 , Druck Heinen, Bad -Münstereifel, 2014


 

Hier am Friedhof verliefen die Gleise der Industriebahn Richtung Römerallee bis zum Andenauerplatz.


Industriebahn: Von "Fa. Sieger" kommend gingen die Gleise am Friedhof vorbei Richtung Römerallee. Dann liinks neben "Schleiermacher" und dann zum "Langen Rehn" und " Forum Zülpich". Ende war der Adenauerplatz.



15.12.1911 wird die Bahnstrecke Jülich – Baal – Dalheim mit zwei Lokomotiven und sieben Wagen eingeweiht.

Eröffnung der Bahnstrecke Jülich-Dalheim in Baal 1911, Stadtarchiv Hückelhoven.




Pressemitteilung anno 1912


"Neues von der Eisenbahn. Vom 1. Oktober ab sollen alle Abteile bei der preußischen Eisenbahn, auch die Wagen 4. Klasse, mit Glühlicht erleuchtet werden; außerdem werden auch die Wagen 4. Klasse mit Linoleum belegt und erhalten anstatt 22 Sitzplätze 44. Auch Aborte mit Wasserspülung, Raucher= und Nichtraucherabteile werden allgemein einge-führt."


Quelle: Euskirchener Zeitung vom 22. Februar 1912  Archiv: Anton Könen Mechernich



1913 gibt es Direktverbindungen mittels Kurswagen von Aachen über die Bahnstrecke nach Köln nach u.a. Berlin, Hamburg und München (Preuß.Staatseisenbahn).

  


20.09.1913 geht an der Arnoldsweilerbrücke ein Vorbahnhof in Betrieb.

 

20.11.1913: Der Personenverkehr der DKB wird mit der "Elektrischen" betrieben.  Der Fahrstrom wird seit 1913 von den Stadtwerken in Düren bezogen ( Foto unten).

 

Quelle: http://www.wisoveg.de/dueren/deag60/60j-14.html#ein



1913 wird Im Rahmen des Aufmarschplans West die Börde- bahn für die Ausladung der Truppe ausgebaut. Der Bahnhof Vettweiß wird z.B. auf acht Gleise erweitert




       Deutscher Truppentransport 1914

 


Über den Bahnhof Herbesthal (oben) wurde die Flandern-Front mit Soldaten versorgt. Lange vor Kriegsbeginn wurde im Rhein- land an der Infrastruktur für den Aufmarsch im August 1914 ge- arbeitet.

Quelle: "Eisenbahn spielte im Ersten Weltkrieg eine zentrale Rolle"  Stephan Johnen, Dürener Zeitung 08.07.2014


Quelle: www.ahrdorf.de

 

 Foto: Stadtmuseum Düren, Archiv Ruland

 

Quelle: Bundesarchiv Bild 146 II Mobilmachung


Von Köln ging z.B. nach Euskirchen, dann über Düren nach Malmedy, hier noch auf deutschem Boden, dann nach Belgien


Preußische S 10 für die Strecke Aachen-Köln ab 1911

 

Preußische T 18 aus dem Jahre 1918, die auch in Düren und Euskirchen eingesetzt wurde. ( Foto:MPW57)



1914 werden Pläne zum  Ausbau von Bahnanlagen entlang der Strecke Aachen-Köln und die Einrichtung eines Überholbahn- hofs in Derichsweiler vorangetrieben.


03. 08.1914 wird  die Strecke Aachen-Düren für den zivilen Verkehr gesperrt und nur noch für Truppentransporte genutzt, die Wiederaufnahme des regulären Verkehrs beginnt  Mitte September.

 

LZ 77 in Düren (Foto: Archiv JCD)


1915: 3 km südlich von Distelrath wird ein Flugplatz für ein Luftschiff (LZ 77) gebaut. Die Kreisbahn verlegt eine Versor-gungslinie u.a.mit der Lok g5 der Vulcanwerke dorthin.


1917 wird der Vorbahnhof in Düren für militärische Zwecke vergrößert.


Foto aus dem Buch “Die Euskirchener Kreisbahnen” von Henning Wall, 1999


 

1917 werden 10 Lokomotiven des Typs C (Foto oben) von Hen- schel für die Heeresfeldbahn gebaut. In den Kriegseinsatz ge- langten die die Loks nicht mehr. Sie werden zwei Jahre später u.a. an die Euskirchener Kreisbahn ausgeliefert.


Eisenbahner vor einer preußischen P 6, vermutlich in der Zeit während oder nach dem Ersten Weltkrieg (unbezeichnete Fotografie).


                  Quelle: http://www.bahnen-im-rheinland.de/beil/hb_bnr01.ht

                                           Sammlung Joachim Biemann




11.12.1917:     Schweres Zugunglück im Dürener Bahnhof.

 

Vermutliches Gräberfeld der 8 Dürener Soldaten.


Gegen 5.00 morgens steht am Bahnhof der Urlauberzug Nr. 5 mit Soldaten von der Westfront, die sich auf einen Weihnachtsurlaub freuen. In Düren steigen einige Soldaten aus der Umgebung aus. Zu dieser Zeit näherte sich der Schnellzug D 253 auf dem selben Gleis und fährt auf den Urlauberzug auf.

19 Personen, davon 8 aus Düren, wurden getötet und 36 Personen schwer verletzt.


Quelle: Dürener Volkszeitung v.12.12.1917, DZ v.19.12.19.

Foto: Aus "Spuren Nr. 28, Dürener Geschichtswerkstatt, März 2016.



1919: Die 1915 verlegte Versorgungslinie der Kreisbahn zum Luftschiff-Flughafen Distelrath wird wieder abgebaut.


1919: Die französische Besatzungsmacht baut die Strecke

Düren-Euskirchen zweigleisig aus (unten).

In Dürscheven kann man heute noch das zweite Gleis sehen.

 

03.01.1920: Das Reichseisenbahnamt wird durch das Gesetz über die Eisenbahnaufsicht (RGBl. S. 13) aufgelöst.

 
31.03.1920: Durch Staatsvertrag  zwischen dem Reich und den Ländern Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen, Mecklenburg-Schwerin und Oldenburg und das Gesetz über den Übergang der Eisenbahnen auf das Reich vom 30. 03.1920 (RGBl. 1920 I, S. 773) mit Wirkung zum 01.04.1920 erfolgt der Übergang der Staatseisenbahnen dieser Länder und damit auch Preußens in die Reichseisenbahnen, der späteren Deutschen Reichsbahn."


Quelle: Preußische Staatseisenbahnen - https://de.wikipedia.org 10.5.2016

 

 

 

(Quelle: rheinische-geschichte.lvr.de

30.04.1920: Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg ordnet die neue Weimarer Republik mit ihrer demo- kratisch gewählten Regierung das Eisenbahnwesen neu. Reichsprä-sident Friedrich Ebert und Verkehrs-minister Johannes Bell( Foto rechts) unterzeichnen den innerdeutschen "Staatsvertrag über den Übergang der Staatseisenbahnen auf das Reich".

 

01.12.1920: Einführung einheitlicher Gütertarife im ganzen Deutschen Reich.

 

1920 will die WEG eine Änderung des Pachtvertrages mit der DKB durchsetzen um höhere Beteiligungen des Kreises zu erhalten. Der Kreis Düren verweigert die Zahlung eines höheren Zuschusses. Dies nimmt die WEG zum Anlass, den Pachtvertrag für die Betriebsführung zum 31.12.1920 zu kündigen


31.12.1920: Die Kreisbahn in Düren wird in eine GmbH (Stadt DN, Kreis DN, verschiedene Gemeinden und Anschlussgleis-besitzer) umgewandelt.

 

31.12.1920 übernimmt die Dürener Kreisbahn GmbH die Strecke Disterath-Zülpich-Embken von der Westdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft.


1920 wird der Streckenabschnitt der meterspurige „Eifelstrecke“ der Euskirchener Kreisbahnen bis Arloff stillgelegt.


1921 treffen neue Straßenbahnzüge für die Dürener Kreisbahn ein. Die Farbe dieser neuen Fahrzeuge ist dunkelgrün. Die Fensterpartien und die unteren Seitenstreifen sind in dunkelcreme abgesetzt ( Quelle: DKB).

 

1921: Die Dürener Kreisbahn stellt den Güterverkehr auf der Strecke Zülpich – Embken ein.

 

1921: Das Streckennetz der öffentlichen Eisenbahnen in Deutschland beträgt 55657 km.

 

07.10.1921:  Die Reichsregierung beschließt die Erhöhung der Eisenbahntarife um 30%. In der 1.Klasse müssen 47 Pfennig und in der 4. Klasse 17 Pfennig pro gefahrenen Eisenbahn-kilometer gezahlt werden.


01.01.1922:  Einführung von Schlafwagen in der 3. Klasse (Liegewagen).

 

17.12. 1922: Ohne jede Feierlichkeiten verkehrt auf der Strecke Fürth-Nürnberg der letzte Zug der Ludwigsbahn. Hier fuhr am 07. Dezember 1835 die erste deutsche Eisenbahn.

 

31.12.1922 wird der Kreisbahn-Betrieb für unbestimmte Zeit ganz eingestellt ( finanzielle Probleme bis 1924). Nur die Ver- bindung Markt-Distelrath bleibt bestehen.


 


"Régie des Chemins

de Fer des Territoires occupés"

 

Bahnhof in franz.-belg. Hand - 1923-1924.


1923 besetzen französische und belgische Truppen

das Rheinland und übernehmen

die Eisenbahnen. Anfang der so genannten 

"Regiezeit"  mit französischen Eisenbahnern.


Der Bahnhof unter franz./belg. Leitung 1923. Quelle: Sammlung B. Thiel



11.01.1923: Die französische und belgische Besatzungsmacht beschlagnahmt die Eisenbahnstrecken (Foto oben: Bf.1923).


  

Pressemitteilung – Reaktionen


Düren, 31. Jan. 1923: Der französische Bahnhofskommandant hat den Lebensmittel= und Vorratskeller des hiesigen Eisen- bahnervereins, in dem sich u. a. verderbliche Waren befinden, sperren lassen und verbietet den Verkauf der Vorräte an die Eisenbahner. Auf einen Protest gegen die Sperre erwiderte er: Wer nicht arbeiten will, braucht auch nicht zu essen!


Quelle: Euskirchener Zeitung vom 3. Februar 1923 Archiv: Anton Könen Mechernich




Am 15.11.1924 geht das Eisenbahnnetz im besetzten Gebiet wieder an die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft über.


Quelle: Euskirchener Zeitung vom 23. Oktober 1924 Archiv: Anton Könen Mechernich




 

06.05.1923: Sabotageakte an den Bahnstrecken Düren – Langerwehe, Düren – Buir und Düren – Euskirchen;  Dauer der Ausgehsperre von 20:00 Uhr bis 5:00 Uhr.

 

12.07.1923: Die Bahnstrecke Düren–Heimbach wird von der Besatzungsbehörde beschlagnahmt.



1924: Die Stadt Düren übernimmt

Bürgschaft in Höhe von 50.000 Goldmark.

Kreis und Industrie beteiligen sich.

Die Dürener Kreisbahn lebt wieder.


 

16.01.1924: Die Dürener Kreisbahn nimmt die alte Strecke Distelrath-Nörvenich - Zülpich als erste Strecke wieder auf.

Ausganngspunkt für alle Linien ist nun der Bahnhof in Düren.

Ab nun werden Liniennummern eingeführt z.B. Linie 7 für die Strecke Düren Bhf. - Markt - Distelrath - Nörvenich. Die Ver- kaufsstelle für Monatskarten ist in der Stürtzstraße, Düren.

 

Foto: Dürener Kreisbahn - Jubiläumsausgabe 1978

 

30.08.1924 wird das "Gesetz über die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Reichsbahngesetz)" (RGBl. II S. 272) erlassen.

 

1924 wird aus den Bahnen des Reiches die Deutsche Reich- sbahn Gesellschaft, kurz DRG nach betriebswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Grundsätzen gegründet.



 



1924: Erster Generaldirektor der Reichsbahn wird bis 1926 der frühere Reichsverkehrs-minister Rudolf Oeser (Foto rechts).







1925 wird die Strecke Zülpich nach Embken aufgrund der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage in dieser Zeit für den Personenverkehr eingestellt (Wiederaufnahme 1938).

 

Quelle: Wolfgang Müller, 125 Jahre Bördebahn,

S. 22 , Druck Heinen, Bad -Münstereifel, 2014



1926: Das Streckennetz der Eisenbahnen in Deutschland beträgt 51 002 km.


 

 

01.05.1927: Einführung der 24-Stunden-zählung zur Zeitangabe bei der Deutschen Reichsbahn. Um die Darstellung der Zeit besser vermitteln zu können, werden  die Uhren mit Ziffernblättern ausgerüstet, auf denen die Stunden in zwei Kreisen ein-                                   gezeichnet sind.

 

02.07.1927: Die Strecke der Dürener Eisenbahn AG wird für den Personenverkehr bis Inden ausgeweitet.

 

07.10. 1928: Mit dem Beginn des Winterfahrplanes wird die 4. Wagenklasse abgeschafft. Gleichzeitig werden die Tarife in der 2. und 3. Klasse gesenkt: ein Kilometer kostet fortan in der 1. Klasse 11,2 Pf, in der 2.Klasse 5,6 Pf und in der 3.Klasse 3,7 Pfennige.


1928 wird der elektrische Verkehr auf der Strecke Distelrath-Nörvenich ausgedehnt ( Dürener Kreisbahn).



Unfall auf der Euskirchener Kreisbahnstrecke zwischen Firmenich und Satzvey Ende der 1920er Jahre.



Schwerer Unfall in Buir

 


Unfallstelle Stellwerk Bw 25. August 1929 , Quelle: Sammlung Sigurd Müllenmeister, Buir


25.08.1929 wird der Paris - Warschauer D-Zug auf dem Bahn- hof Buir - zwischen Düren und Köln - von einem furchtbaren Unglück betroffen ( Foto oben). Es sind 13 Todesopfer zu be- klagen; die Zahl der Verletzten beträgt etwa 40.


1929: Die Besatzungsmacht Frankreich zieht über den Haupt-

bahnhof ihre Soldaten aus Düren ab (unten).

 

Foto: Stadt- und Kreisarchiv Düren.


1930 werden die ehemaligen Eisenbahn-Anlagen am Lange-marckplatz ( wurden 1874 durch den Bahnhofsneubau abge- löst, dienten aber noch weiter als Geräteschuppen) endgültig abgebrochen.


1930: Die DRG besitzt zum Jahresende 23 673 Lokomotiven, 1198 Triebwagen, 67 908 Personenwagen, 21 351 Packwagen und 641 000 Güterwagen.

 

13.03.1930 tritt "Gesetz über die Änderung des Reichsbahn-gesetzes" vom Reichstag verabschiedet; es tritt im Mai in Kraft.

 

27.07.1930: Einweihung der Dreigurtbrücke (Eisenbahnbrücke) über die Rur. Sie ist die erste Brücke dieser Art in der Welt

(Foto unten). Die Brücke wurde zwischen 1928 und 1929 nach Plänen von Reichsbahnoberrat Robert Tils gebaut

Länge: 78 Meter, Höhe: 14,80 Meter.

Einweihung der Eisenbahn-Dreigurtbrücke 1930, Foto aus " Düren ,wie es war" von Heinrich Richartz, 1977 Seite 17.


01.10.1930: Reichspräsident von Hindenburg trifft am Bahnhof  zu einem Besuch Dürens ein.


 

11.10.1930 besucht der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg auf seiner Reise in das befreite Rhein- land auch den Bahnhof Euskirchen.


1930 erhalten die Straßenbahnen der DKB wieder neue Farben: Elfenbein mit orangefarbenen Streifen.




1931 verfügt die Dürener Kreisbahn 1933 über folgenden Wagenpark: 6 Dampflokomotiven, 3 Personenwagen für die Dampfstrecke, 3 offene Güterwagen, 1 geschlossenen Güter-wagen, 3 Packwagen, 1 Sprengwagen, 18 elektrische Trieb-wagen, 9 Beiwagen,1 Hilfs- gerätewagen für den Straßen- bahnverkehr und 1 Autogerätewagen.

Wagenhalle in Distelrath, Foto: DKB

 

Belegschaft in der Werkstatt 1927, Foto: DKB



09.07.1931: Um die Dürener Verkehrsverhältnisse neu zu or- ganisieren, wird die Dürener Kreisbahn GmbH aufgelöst. Um den Betrieb weiterzuführen wird eine neue Gesellschaft, die Dürener Kreisbahn Betriebsgesellschaft mbH, gegründet. Sie setzt sich aus dem Kreis und der Stadt Düren, sowie den Kreisämtern zusammen.


1931: Zugunglück am Bahnhof, wobei ein Waggon in die Eisenbahnstraße stürzt.




Reichspräsident Paul von Hindenburg besucht 1932 Kall


Bahnhof Kall


1932: Hindenburg besucht Kall ( Foto: Empfang am Bahnhof)

Quelle: Zülpicher Geschichtsverein).


1932 wird Deutschland von Reparationsleistungen befreit. Damit entfält auch alle finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Reichsbahn.


08.10.1933 feierte die Dürener Kreisbahn ihr 25jähriges Jubi- läum mit einem Bestand von sieben Dampflokomotiven für die Dampfstrecke und mit 18 elektrischen Triebwagen und neun Beiwagen für den Straßenbahnverkehr.

 

Marktplatz in Düren - Knotenpunkt der DKB 1930er Jahre.

 

1933: Bei 3000 Personenwagen der ehemaligen 4.Klasse wird durch Umbauten die Inneneinrichtung an die 3. Klasse ange- glichen.

 

15.11.1933: Die Deutsche Reichsbahn führt eine für das ge- samte Streckennetz geltende Monatskarte ein. Sie kostet 250 RM für die 3.Klasse, 325 RM für die 2.Klasse und 400 RM für die 1.Klasse.

 

 

1933 - 1945

 

Yad Vashem - Denkmal

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wird die Deutsche Reichsbahn innerhalb weniger Jahre zu einem Werkzeug der Diktatur. Die Reichsbahn entwickelt sich zu einem zentralen Transportmittel für das Militär und wird dazu genutzt, die Deportationen von Millionen Menschen in die Konzentra-tions- und in die Vernichtungslager des nationalsozialistischen Regimes voranzutreiben.

 

1934: Die Zahl der Beschäftigten bei der Reichsbahn steigt im Jahresmittel um rund 31 000 auf 630 905 zum Jahresende.

 

10.09.1934:  Zum An-und Abtransport der Teilnehmer am 7. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg stellt die Reichsbahn 521 Sonderzugpaare. Diese legen insgesamt 390 000 Zugkilometer zurück.


1937 ist die Reichsbahnvollständig in den nationalsozialis-tischen Staat integriert. Die „Deutsche Reichsbahn - Gesell-schaft“ wird juristisch aufgelöst und in "Deutsche Reichsbahn" umbenannt.


1938 werden im Personenverkehr die Dampfzüge durch Dieseltriebwagen abgelöst ( Dürener Kreisbahn).


 

Foto. DKB

02.11.1938 wird bei der DKB ein neuer Triebwagen in Dienst ge- stellt:  Es ist  ein Schienenbus aus dem Werk Wismar mit ei- nem Ford- Vorbaumotor für die Strecke Zülpich nach Embken.

( Schweineschnäuzchen).



 

12.01.1938: Einführung des neuen Hoheitszeichens der Deutschen Reichsbahn (Reichsadler mit den Buchstaben "D" und "R").

 

02.02.1938: Der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn Julius Dorpmüller (rechts) wird Reichsverkehrsminister.

 

26.01.1939 erfolgte die Umbenennung der Dürener Dampfstraßenbahn AG in  Dürener Eisenbahn AG (DEAG)

 

1939: Die Dürener Kreisbahn nimmt den Busbetrieb auf. Ab 1971 nur noch reiner Busverkehr.

 

04.07.1939:  Gesetz über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen.

 

05.07.1939: Inkrafttreten des neuen Gesetzes über die Deutsche Reichsbahn.

 

01.08.1939 macht der erste weiße Opel-Omnibus der Dürener Kreisbahn seine Probefahrt durch die Stadt von Düren Hbf. zur Kaserne und zum Grüngürtel. Kurze Zeit später wird ein wei- terer Opel-Bus angeschafft.  Anfang 1940 wird ein dritter Bus, diesmal von Ford, angeschafft. Diese  weißen Omnibusse befördern zwischen dem 01. August 1939 und 31.Juli 1940, also im Verlauf eines Jahres, 295.747 Person.15 Pfennige kostet eine Fahrt.


Riemann-Kaserne in Düren ( Foto Stadtarchv Düren).

 


15.01.1940 werden mehrere verschiedene Tarifvergünsti-gungen gestrichen, die verkehrswerbenden Charakter besitzen. Für die D-Zug-Zuschläge werden Mindestwerte festgeschrie- ben: 3,- RM für die 1. Klasse und 1,50 RM für die 2. Klasse.

 

01.10.1940:  Die Deutsche Reichsbahn kündigt drastische Einschränkungen des Personenverkehrs an.

 

26.10.1940:  Um den wachsenden Bedarf an qualifiziertem Eisenbahn-Personal besser decken zu können,werden für die Zeit des Krieges die Bedingungen für die Zulassung der Loko- motivführer erleichtert.

 

31.12.1940:  Zum Jahresende beträgt die Länge der von der Reichsbahn betriebenen Strecken 72 180 km.

 

1941 erhält das Bw Düren erstmals Lokomotiven der Baureihe 50 ( Foto unten)


17.03.1941: Um die deutsche Reichsbahn für kriegswichtige Transporte freizuhalten, finden sich in der Presse zahlreiche Aufrufe an die Bevölkerung, private Osterreisen zu unterlassen.


 

Bahnhof 1942

22.03.1942   (am 15. Juni und am 25. Juli 1942) werden vermutlich 200 der in der Stadt Düren gemeldeten Juden vom Dürener Reichs-Bahnhof aus ü- ber eine Sammelstelle in Köln depor-tiert.



09.08.1942: Durch das Reichsverkehrsministerium werden verschärfte Bestimmungen zur Durchführung eines weitge-henden  Rauchverbots in den Zügen der Deutschen Reichs- bahn erlassen.

 

14.08.1942: Die Reichsbahn ruft die Reisenden dazu auf, bei Fliegeralarm die Bahnhöfe zu meiden.

 

02.09.1942: Vorstellung der ersten von Borsig gebauten Kriegs-lokomotive 52 001. Sie ist drei Tonnen leichter als die der Bau- reihe 50.

Kriegslok der BR 52


Kriegslok Baureihe 52 .Fuehrerstand

 

01.10.1942: Einstellung des Baues von Kleinlokomotiven mit Verbrennungsmotoren für die Dauer des Krieges.

 

18.10. 1942: Ab sofort dürfen Schlafwagenplätze 1. und 2. Kl. nur noch solchen Reisenden zugewiesen werden, die in kriegs-wichtigen Angelegenheiten unterwegs sind.

 

10.12.1942 wird der zivile Reiseverkehr über die Weihnachts-feiertage vom 15.12.1942 bis 03.01.1943 untersagt, falls keine kriegswichtigen Gründe vorliegen.

 

10.11.1943: Da Straßenbahnen zum innerstädtischen Güter-verkehr herangezogen werden, verfügt Reichsinnenminister Himmler, dass für die Dauer kriegsbedingter Verhältnisse alle Schienenfahrzeuge grundsätzlich Vorfahrt haben.

 


07.12.1943: Im Deutschen Reich wird erstmals der “Tag des deutschen Eisenbahners” begangen. 95 Eisen-bahner erhalten das Kriegsverdienst- kreuz 1. Klasse mit Schwertern, 66 das Kriegsverdienstkreuz ohne Schwerter. Eingeführt wird der Ehren- tag von Albert Ganzenmüller (Foto), dem Staatssekretär im nationalsozialistischen Reichsverkehrs- ministerium (RVM).

  

08.04.1944 wird der Zug Euskirchen-Mülheim-Wicherich-Liblar nachmittags von Tieffliegern angegriffen ( 23 Tote sind zu be- klagen).


17.07.1944 treten weitere Reisebeschränkungen im Eisenbahn-verkehr in Kraft. Ohne Sondergenehmigungen sind in Eil- und
Personenzügen nur noch Reisen bis 100 km gestattet.


21.07.1944: Luftangriff mit Volltreffern auf Bahngeleise. Alle Gleise innerhalb des Bahnhofs waren nicht mehr befahrbar. Der Reiseverkehr wurde durch Kraftwagen aufrechterhalten

 

07.10.1944: Großluftangriff auf Bahnhof Euskirchen mit Zerstörung des Empfangsgebäudes und sämtlicher Gleisan-lagen.


 

 

 

 

Bahnhof Zülpich Stadt ( DKB und EKB) ca. 1940)


Ende Dezember wird der Bahnhof in Zülpich-Stadt durch die US Airforce zerstört ( oben: Blick von der heutigen Bonner Straße).


16.11.1944 wird das Bw Düren bei einem Luftangriff stark zerstört. Das Verwaltungsgebäude der Dürener Kreisbahn in der Kölnstraße ist ausgebrannnt.

 

 

Aus dem Kursbuch von 1944
Fahrplan Aachen-Düren-Köln 1944
fahrplan1944.pdf [ 469.1 KB ]

 

Aus dem Kursbuch von 1944
Fahrplan Düren-Euskirchen und Düren-Heimbach
fahrplan1944.pdf [ 446.5 KB ]

 

1944 -1945: 2,27 km Gleisanlagen sind gänzlich zerstört, das sind 13,5 % aller Gleise, außerdem sind die Schienen an 226 Stellen durch Granateinschläge unterbrochen.

 

23.01.1945: Einstellung des zivilen Schnellzugverkehrs der Deutschen Reichsbahn wegen der vermehrten Fliegerangriffe und der beträchtlichen Zerstörungen an den Gleisanlagen.


1945: Zerstörung der Dreigurtbrücke durch Alliierte (unten).


29.03.1945 wird der Betrieb auf der Strecke Düren - Koblenz durch die Alliierten übernommen.


10.06.1945 kommt die Reichsbahn-Direktion Köln unter britische Aufsicht ( 6th Regional Railways Control Team).

 

11.06.1945 erteilt die amerikanische Militärregierung der Dürener Kreisbahn die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Betriebes.

 

02.07.1945 beginnen die Wiederherstellungsarbeiten bei der Dürener Eisenbahn mit 18 Stammarbeitern und Angestellten.


15.08.1945: Der Personen- und Güterverkehr wird  wieder von der Reichsbahn aufgenommen ( durch das 740. amerikanische Eisenbahnbataillon).

 

27.07.1945 übernehmen die amerikanischen Besatzer den Eisenbahnverkehr mit Personenzügen nach Aachen und Bonn.


03.08.1945 kann der Teilstreckenabschnitt Zülpich - Nörvenich - Eschweiler über Feld und der Gleisanschluss Distelrath Düren Hbf. in Betrieb genommen werden ( Dürener Kreisbahn).


05.08.1945 kann auf der Strecke Düren - Euskirchen - Bonn der Reisezugverkehr nach behelfsmäßiger Instandsetzung der Signalanlagen mit zwei Zugpaaren in jede Richtung wieder von der Reichsbahn aufgenommen werden.


16.10.1945: Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Düren-Köln bis Sindorf. Reiseverkehr nach Köln muß über Euskirchen geleitet werden, da der Großkönigsdorfer Tunnel beschädigt ist; Verkehr Düren-Köln auf der früheren Strecke ab 15. Mai 1946.

StAD B 159; Domsta, 1940-1947, S. 418

  

22.10.1945: Die Eisenbahnstrecke Düren-Jülich wird wieder in Betrieb genommen.


02.11.1945: Die Dürener Eisenbahn A.G. nimmt zwischen Düren und Birkesdorf den Güterverkehr und am 15. den Personenverkehr mit drei instandgesetzten Dampflokomotiven wieder auf.

StAD B 159; StAD S1/266; Domsta, 1940-1947, S. 419

 

08.12.1945: Die Eisenbahnstrecke Düren-Heimbach wird bis Kreuzau-Friedenau wieder in Betrieb genommen.

 


 1945- 1951

Wenige Jahre  dem Krieg ist die Beseitigung der Trümmer in Düren abgeschlossen


Die "Firma Milke KG" aus Soest wurde am 16.04.1947 beauftragt, mittels einer innerstädtisch verzweigte Feldbahn-Gleisanlage die Trümmermassen durch Kipploren, die von kleinen Lokomotiven gezogen werden, nach der von der Stadt zur Verfügung gestellten Ablagerungsstelle abzutransportieren.


Foto: Archiv Justiz-Club Düren.


Neben der Firma Milke wurde auch die "Firma Horst" aus Hoven bestellt. Zuvor hatte man bereits die "Firma Schneiders" aus Birkesdorf mit der Beseitigung der Trümmer in der Innenstadt beauftragt.


Trümmersortieranlage am Jesuitenhof in Düren Foto: Ellen Homann, 17.10.1949 Ergänzungsfoto: Stadtarchiv Düren


 

Schuttbeseitigung mittels Feldbahnbetrieb in Düren Original: Fritz Gaspers 1947 Ergänzungsfoto: Stadtarchiv Düren




Überwiegend diese drei Firmen sorgten von 1947 bis 1951  für den  vollständigen Abtransport der vielen Kriegstrümmer aus der Stadt.

 

Foto: Archiv Justiz-Club Düren

                              Lokomotiven der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz




07.01.1946: Im Auftrage der Reichsbahn wird zwischen Düren und Köln ein regelmäßiger Autobusverkehr mit werktäglich zwei Fahrten eingerichtet.

AN 8.1.1946; Domsta, 1940-1947, S. 420


1946 nimmt Die Dürener Kreisbahn den Straßenbahnbetrieb von der Johannesbrücke nach Gürzenich und Lendersdorf wieder auf.

KJB 1978, S. 68; Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 236


04.1946: Die elektrische Straßenbahn Düren – Nörvenich wird wieder in Betrieb genommen ( Foto unten)

Solche Straßenbahnen verkehrten nach 1946 auf der DKB - Strecke Düren - Nörvenich. Fotos: Sammlung MGK-Archiv



05.05.1946:  Die Eisenbahnstrecke Düren-Köln wird erstmalig nach Ausbesserung des Großkönigsdorfer Tunnels befahren.

StAD B 159; AN 15.5.1946; Domsta, 1940-1947, S. 421


01.071946: Die Eisenbahnstrecke Düren-Heimbach wird bis Zerkall in Betrieb genommen ( Rutalbahn).

StAD B 159; Domsta, 1940-1947, S. 422



1946 sind bei der DEAG wieder 4 Lokomotiven, 4 Personen-wagen, 2 Stückgutwagen und 20 Rollwagen betriebsfähig.


1949: Mit der Teilung Deutschlands in BRD und DDR werden auch die Deutschen Eisenbahnen geteilt. Viele Bahnstrecken werden stillgelegt. In der Bundesrepublik entsteht die Deutsche Bundesbahn (DB). In der DDR wird der Name Deutsche Reichsbahn (DR) beibehalten.



1949 wird von der Fa. Henschel in Kassel eine Dampfspeicher- lok Luise, auch „Zucker Susi“ genannt, für die Zuckerfabrik in Euskirchen geliefert. Sie beendet 1982 ihren aktiven Dienst.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 15 Kilometer pro Stunde

( Foto unten).

"Zucker-Susi" Foto: Archiv Justiz-Club Düren.

 



15.05.1949: D-Züge bedienen wieder den Dürener Bahnhof.


1949: Die Dreigurtbrücke ist  bereits wieder in Betrieb ( unten ).

 

Foto: Dürener Kreisbahn-Jubiläumsausgabe 1978






07.09.1949 wird die Deutsche Bundesbahn gegründet.





Erste Omnibusse für

die Dürener Kreisbahn

 


Omnibus der DKB - Foto: Archiv Dürener Kreisbahn.



1949 werden die  Linien der Dürener Kreisbahn mit Omibussen besetzt.


1949  übernimmt der Kreis Euskirchen den Betrieb der EKB. Parallel zum Bahnbetrieb werden die ersten Buslinien in Betrieb genommen, was letztendlich zum Erliegen des Personen- transportes führt.


1949 ensteht anstelle des im Krieg zerstörten Bahnhofs Zülpich-Stadt ein neues,  kleineres Dienstgebäude. Das Ge-

bäude ist einstöckig und umfasst neben dem Büroraum, der zugleich als Aufbewahrungsraum für Stückgüter dient, den langersehnten Warteraum. 



Der zweite Bahnhof gegenüber der Bundesbahn ( Zülpich-Bahnhof) hat den Krieg überstanden und wird nun gründlich instandgesetzt (rechts).

Quelle: Kölnische Rundschau 20.04.1950


1950 wird die Bördebahn Düren-Euskirchen grundlegend mo- dernisiert. Die Streckengeschwindigkeit wird auf 100 km/h er-höht (vorher 60 km/h).


01.05.1950 (bis 1959) kann der erste Triebwagen von der Waggonfabrik Talbot in Aachen auf der Euskirchener Kreisbahn als T 1 in Dienst gestellt werden.

T 44 der Euskirchener Kreisbahn


Foto: http://www.museumseisenbahn.de/jfahrzeug/t44.htm, zuletzt 7.9.2016



03.06.1950 sind bei den Euskirchener Kreisbahnen 56 Ange-stellte, 27 Handwerker, 71 Arbeiter und 3 Lehrlinge beschäftigt. Dienstvorgesetzter ist der jeweilige Oberkreisdirektor.

Quelle: Kölnische Rund



07.11.1951 wird der Bahnverkehr der Euskirchener Kreisbahn eingestellt und auf Busverkehr umgestellt.


16.11.1951 fanden die ersten Straßenbahnfahrten über die neu errichtete Rurbrücke statt (Dürener Kreisbahn).

Foto: Dürener Kreisbahn

 

1952 wird ein Triebwagen VT1 von Talbot an die Jülicher Kreisbahn ausgeliefert und löst dort die Dampflokomotiven im Personenverkehr ab.


Foto: Roland Keller

1953/54 verkehren auf der Strecke Düren – Jülich – Baal erstmals einmotorige Schienenbusse der Baureihe

VT 95 ( Foto oben).


27.07.1954 kommt es zur Auslieferung zweier Loks ( V 121

und V 122) von der Fa. Humboldt-Klöckner-Deutz an die Euskirchener Kreisbahnen.

  


01.08.1954 endet der Personenverkehr der Euskirchener Kreisbahn ( 1959 schließlich auch der Busverkehr).


1955 erreicht zum ersten Mal eine Lokomotive eine Geschwin-digkeit von über 300 km/h..



                 Bördebahn erhält zwei neue Haltepunkte.

 

Bahnhof Nemmenich am 10.12.1956 - Kölnische Rundschau vom 13.12.1956 - Foto: Klein-Mannertz.


1955 werden zwei weitere Haltepunkte an der Strecke Düren-Euskirchen ( Bundesbahn) eingerichtet und zwar Jakobwülles- heim und Nemmenich ( Eröffnet 10.12.1956).


1955 beginnt aber auch der Rückbau der Strecke Düren-Euskirchen. Zwischen Bubenheim und Dürscheven (unten)  wird das zweite Gleis entfernt.

Reste des 2.Gleises bei Dürscheven, 2016.



1956: Die auch Holzklasse genannte 3. Klasse wird bei der Bundesbahn  abgeschafft.


1956 wird der Bahnhof in Euskirchen wieder hergestellt. Der Vorplatz dient später als Haltestellen der Omnibusse.


07.12.1956 ereignet sich ein schweres Unglück auf der Fahrt von Nörvenich in Richtung Müddersheim ( DKB-Strecke).

Am Bahnübergang bei Hochkirchen fährt  ein Lastwagen in den Straßenbahnwagen, sodass dieser aus den Schienen springt  und umstürzt.  Zwei Tote und 40 Verletzte sind zu beklagen.


 

TEE Diamant, Foto:Brooksbank

1957 bis 1978/79 wird die Strecke Köln-Düren-Aachen von den TEE Zügen Diamant (1965-1975), Paris Ruhr (1957-1978), Parsifal (1957- 1978), Moliére (1957-1978) und Saphir (1957-1978) befahren.




1957 ist die Strecke der Dürener Kreisbahn nach Bessenich elektrifiziert, die Triebwagen werden zeitgemäß umgebaut.



                       Das Ende der Strecke Zülpich-Embken

 

Schienenbus in Zülpich



1957 muss der zuletzt errichtete Streckenabschnitt zwischen Zülpich-Stadt und Embken stillgelegt werden, nachdem die Grube Astraea zum Tagebau Zülpich erweitert wurde.

Der Streckenabschnitt muss dem Braunkohlenabbau weichen und wird durch eine Busverbindung ersetzt.

Erinnerungen an den alten Bahnhof Embken ( Foto Archiv JCD)



 


08.07.1958 kann Oberkreisdirektor Dr. Bierhoff den Start freigeben für eine neue Diesellokomotive der Dürener Kreisbahn.



26. 03.1959 beschließt der Kreistag, den gesamten Omnibus- betrieb der Euskirchener Kreisbahnen an die Bundespost zu übertragen.


1959: Mit dem Ende des Tagebaus und der Fabrik Donatus am 30. Juni 1959 stellte auch die EKB ihren Betrieb ein (inkl. Om- nibusbetrieb). Der Gemeinschaftsbetrieb des Bahnhofs Zül- pich-Stadt endet hiermit und die Dürener Kreisbahn ist nun alleiniger Betreiber von Stadtbahnhof und Industriebahn.

Quelle: Wolfgang Müller, 150 Jahre Bördebahn, S. 19 , Druck Heinen, Bad -Münstereifel, 2014


1960 wird bei der Bundesbahn fast zeitgleich die 1000. E-Lok und 1000. Diesellok in Betrieb genommen, wobei immer noch 7250 Dampfloks vorhanden sind.


01.01.1960: Die Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft (DEG) in Frankfurt übernimmt die Betriebsführung der Kreisbahnstrecke nach Nörvenich – Zülpich von der Dürener Kreisbahn. Gleich-zeitig wird auf der Straßenbahnlinie Nörvenich – Bessenich der Personenverkehr stillgelegt.




Ende der gemeinsamen Nutzung

( jetzt nur noch  DKB)

des Stadt-Bahnhofs Zülpich 1959


 

Bahnhof Zülpich-Stadt um 1960 - Foto: H.A. Billig, Zülpich.


1960 -? wird der Stadtbahnhof (am heutigen Adenauerplatz) abgebaut.


1961: Im Herbst d.J. wird das neue Empfangsgebäude des Zülpicher Bahnhofs ( Bundesbahn) fertig.


1962: Das alte Bahnhofsgebäude in Vettweiß wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt und in Betrieb genommen. Diesmal ohne Bahnhofsgaststätte  (bis 1983) Foto unten 1962.


 

http://www.hgv-vettweiss.de/geschichte/gebaeude-und-denkmaeler/bahnhof/bahnhof_-_gastwirtschaft_2014.html



31.12.1962 stellt die Dürener Kreisbahn den Güterverkehr zwischen Nörvenich und Zülpich ein.


Straßenbahn Markt, 1960er Jahre/ Foto:Jose De Clerq



30.04.1963: Die letzte Straßenbahn im Personenverkehr in Düren fährt vom Kaiserplatz nach Nörvenich. Das gesamte rollende Straßenbahnmaterial kommt auf den Schrotthaufen. Keine Erinnerung an die Straßenbahn bleibt zurück.


Die folgenden drei Jahrzehnte setzt die Dürener Kreisbahn nur noch Busse zur Personenbeförderung ein. Erst mit der Über- nahme der Rurtalbahn im Mai 1993 kehrt die DKB wieder auf die Schiene zurück.


Foto: Dürener Kreisbahn - Jubiläumsausgabe 1978

 

   

1964: Die Dürener Eisenbahn AG stellt den gesamten Perso-nenverkehr auf Busse um.


31.12.1965 wird auch der letzte  Abschnitt der Eifelstrecke (EKB) Antweiler-Wachendorf und Firmenich eingestellt.


1966 ist die Elektrifizierung der Strecke Köln-Aachen abge- schlossen.


1966 wird der Bahnhof Herbesthal (Belgien) stillgelegt. Bis 1920 lag der Bahnhof in Preußen bzw. dem Deutschen Reich.

 

30.06.1966: Die Dürener Eisenbahn AG stellt den Betrieb ein.

 

1968: Die Kreisbahn stellt den Güterverkehr zwischen Düren und Nörvenich ( Foto unten Bahnhof) ein.

Bahnhof Nörvenich heute- Foto: Archiv JCD

 

1968 stellt die Deutsche Bahn den Personenverkehr auf der Strecke Jülich - Linnich ein.


1968 kauft die Euskirchener Zuckerfabrik eine gebrauchte Dampfspeicherlokomotive zum Sonderpreis von 21.000 DM. Diese Lok wurde von Henschel & Sohn in Kassel 1949 mit der Typbezeichnung B-fl 12/2,5 und Fabriknummer 27008 gebaut. Die Lok steht heute auf dem Parkplatz hinter dem Bahnhof. Die Firma Pfeifer & Langen beteiligt sich an den Kosten für den weiteren Erhalt, „solange ein Schild an der Lok an den Spender erinnere“

Aus dem Jahr 1949: Zucker-Susi in Euskirchen. Fofo: Archiv JCD


 

01.01.1969: Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen DEAG und DKB im Busverkehr führt dazu, die Konzession für die Buslinien an die DKB zu veräußern.  Der Speditionsbetrieb wurde ebenfalls veräußert, damit endet die Geschichte der DEAG.  


16.12.1970: Vom Bahndamm stürzt ein Waggon in die Neue Jülicher Straße.

 

01.02.1971 wird die letzte Strecke im Güterverkehr der Dürener Kreisbahn an die Deutsche Bundesbahn übergeben.


23.05.1971 wird aus wirtschaftlichen Gründen der Schienen-Personenverkehr der Jülicher Kreisbahn eingestellt und von zwei Buslinien der Deutschen Bundespost übernommen

  


1971: die Dürener Kreisbahn wandelt sich zum reinen Busun-ternehmen.


01.01.1972 wird der Kreis Jülich in den Kreis Düren eingegliedert. Die Jülicher Kreisbahn wird von der Dürener Kreisbahn GmbH (DKB) übernommen.


01.01.1972: Gründung der  Dürener Verkehrsgemeinschaft (DVG),  ein Tarifverbund zwischen Dürener Kreis- bahn (DKB) und der Kraftpost Düren - bis 1978.


1973 wird der Euskirchener Bahnhof auf Lichtsignale umge- stellt.

 

1974 wird Strecke Jülich – Düren wurde, ebenso wie die Strecke Düren – Heimbach, als Versuchsstrecke für die Erprobung des Zugbahnfunks B ausgewählt. Er wird im Bahnbetrieb genutzt, um Verbindungen zwischen fahrenden Zügen und ortsfesten Betriebsstellen herzustellen.



             Die Kreisbahn bezieht neues Betriebsgelände

Foto Archiv Justiz-Club Düren


1977:  Einweihung des neuen Betriebsgeländes der Dürener Kreisbahn in der Kölner Landstraße.


1976 wird die Industriebahn verkauft und die Konzession auf die Stadt Zülpich übertragen und bis zum Jahr 2029 erneuert- es entsteht die Zülpicher Industriebahn (ZIB).


1977 bis 1995 unterhält die Industriebahn Zülpich die Neben- strecken in Zülpich für u.a. eine Holzfabrik, Verpackungsgesell-schaft und für eine Weizenkeimstärkefabrik (heute zurückge- baut).

 

Verlauf der ehemaligen Industriebahn am Stadtwald - hier am Friedhof Richtung Römerallee.
Quelle: Datei:795-3.jpg - https://de.wikipedia.org.zuletzt aufgerufen am 12.8.2016.


1978 werden auf der Strecke Düren-Heimbach die Schienen- busse der Baureihe 795  (oben) ausgemustert und  mit Die- selloks , teilweise mit Steuerwagen, ersetzt.

 

1979: Die Dürener Kreisbahn nimmt einen gesonderten Behin- dertenbusverkehr auf.

 

01.01.1979: Die Dürener Kreisbahn tritt dem Aachener Ver-

kehrsverbund (AVV) bei.




100 Jahre Bahnhof Euskirchen ( seit Verstaatlichung 1880).

Bahnhof Euskirchen - Foto: Archiv JCD


1980 gibt es im Bahnhof Euskirchen ein riesiges Fest zu der 100-Jahr-Feier (Staatsbahnhof). Es ist  das letzte große Eisen- bahnfest der Bahn auf dem Pützberg. Mit Privatisierung der Deutschen Bundesbahn (DB) hat die Bahnlinie nun ihren fünften Eigentümer, die „Deutsche Bahn AG“ (DBAG).


(Rheinische Eisenbahngesellschaft, Preußische Staatsbahn, Deutsche Reichsbahn, Deutsche Bundesbahn und Deutsche Bahn AG).



1980:  Erste Absichten der  Deutsche Bundesbahn, sich von den Nebenstrecken rund um Düren zu trennen.


31.05.1981 fahren auf der Strecke Jülich - Düren auch an Samstagen keine Züge mehr.


21.05.1982 hält der letzte DB-Zug in Jülich-Süd - es  fahren numehr alle Züge ohne Halt durch.


27.05.1983: Stilllegung der Bördebahn Düren-Zülpich-Euskirchen mit dem Nahverkehrszug 7844.

Bahnhof in Zülpich - heute wieder befahren.


1983 wird das Bahnhofsgebäude in Vettweiß ( Bördebahn) in ein Wohnhaus umgebaut und aufgestockt.


01.01.1984 übernimmt die DKB den Fahrbetrieb der Jülicher Kreisbahn.


01.07.1986 das Bahnbetriebswerk Düren wird geschlossen und drei Jahre später abgerissen. Das Bahnbetriebswerk Düren lag aus Richtung Köln kommend vor dem Bahnhof Düren am Vor- bahnhof.

 

04.1988: Einweihung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) Ecke Josef-Schregel-Straße/ Eisenbahnstraße.

ZOB Düren ( Foto: Archiv JCD).

 

01.1989: Das Bahnbetriebswerk Düren, der Vorbahnhof, zwischen Düren und Merzenich wird abgebrochen.

 

1990: Nach der Wiedervereinigung von BRD und DDR im Jahr 1990 erfolgt auch die Zusammenführung der beiden  Eisen- bahnen DB und DR.

 

03.1992: Der Steg über die Rur (ehemalige Rurbadeanstalt),

oberhalb der Dreigurtbrücke wird abgebrochen.

 

1992: Zum ersten Mal in Deutschland übernimmt  eine Kommune (Kreis Düren)  eine Bundesbahnstrecke zur Ein- bindung in ein übergreifendes ÖPNV-Konzept.

 

22.05.1993 steht der letzte von Heimbach kommende Zug der DB im Dürener Hauptbahnhof ( Foto unten).

 

 

Foto: Heinz Nieveler





  1993

übernimmt die DKB den gesamten Verkehr auf der Strecken Jülich – Düren und Düren – Heimbach mit modernisierten zweimotorigen Uerdinger Schienenbussen der DB-Baureihe 798


  



23.05.1993: 1.Fahrt eines Schienenbusses der Dürener Kreis- bahn, die die Bahnlinien Düren – Heimbach und Düren /Jülich von der Deutschen Bundesbahn zum Preise von 1,00 DM gekauft hat. Sie nennt sich Rurtalbahn.


01.01.1994 wird die Deutsche Bundesbahn mit der Deutschen Reichsbahn der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik zur handelsrechtlich organisierten Aktiengesellschaft Deutsche Bahn AG vereinigt, die sich bis heute (2016) im alleinigen Besitz des deutschen Staates befindet.


1995 beschafft die Dürener Kreisbahn 16 Regiosprinter der Firma Duewag (Foto oben)  für den Betrieb auf den Strecken Düren-Jülich und Düren-Heimbach. Auf diesen Strecken wer- den mit der Inbetriebnahme des Regiosprinters die Schienen- busse VT 98 der Dürener Kreisbahn ersetzt. Der Regiosprinter verfügt über 74 Sitz- und bis zu 100 Stehplätze. Angetrieben wird der Regiosprinter über zwei Dieselmotoren, die jeweils 198 kW leisten. Lackiert sind die Fahrzeuge in blau/weiß, den Far- ben der Dürener Kreisbahn.

  

 

27.05.1995 wird der Streckenabschnitt Düren – Bedburg wegen des Tagebaus Hambach stillgelegt und abgerissen. Um 21:22 Uhr trifft der allerletzte Personenzug aus Richtung Bedburg in Düren auf Gleis 19 ein.

 

31.12. des gleichen Jahres wird dann auch der Güterverkehr eingestellt.


1996: Im Mai Einführung des Halbstundentaktes (werktags) auf der Strecke Düren – Jülich der Rurtalbahn. Sonntags erfolgt die Verdichtung zum Stundentakt auf beiden Strecken.

 



    Stilllegung der Strecke Düren-Neuss


Foto Heinz Nieveler

02.06.1996: Die Bahnstrecke Düren–Neuss wird stillgelegt.

(Foto oben und unten).

 

Oben:

 

Bahnhof Düren im August 1981: Auf Gleis 19 ist eine Diesellok mit Zug N 8124 von Neuss eingefahren,

 

Quelle:Bahnstrecke Düren–Neuss - https://de.wikipedia.org

 

 

24.08.1997: Der Rurtal-Express (REX) befährt zum ersten Mal seit 1983 wieder die Bahnstrecke Düren-Euskirchen-Olef anlässlich des Handwerkermarktes in Olef. Veranstalter dieser Sonderfahrt ist der Verein Dampfbahn Wurm-Rur-Inde. Die Dürener Kreisbahn will die Strecke wieder für den Personen-verkehr übernehmen.

 

 

Foto: Roland Keller

14.12.1997 befährt zum ersten  Mal der Hochgeschwindigkeitszug Thalys (rechts) siebenmal täglich die Strecke zwischen Aachen und Köln. Dabei gibt es nur Halte in Aachen Hbf. und Köln Hbf.


Betriebswerkstatt (Foto: DKB)

 

19.01.1998 wird die neue Betriebswerkstatt für Busse und Bahnen ( u.a. DKB und Rurtalbahn) eingerichtet (oben).



Schienenbus Düren-Zülpich



17.10.1998 verkehrt zum letzten Mal ein Schienenbus von Euskirchen nach Düren.

 

 


01.04.2000 wird der gesamte Güterverkehr im Bahnhof Düren durch die Dürener Kreisbahn durchgeführt, nachdem sie diesen Dienst von der DBCargo übernommen hat.

 

12.10.2000: Der Aufsichtsrat der Dürener Kreisbahn (DKB) beschließt die Teilprivatisierung des Busbereiches. Eine neue Tochtergesellschaft soll gebildet werden, an der die DKB mit 49 % und das Aachener Busunternehmen Taeter mit 51 % beteiligt sein sollen.


26.06. 2001 wird das Tochterunternehmen der DKB Düren Trans GmbH gemeinsam mit der Firma Taeter Aachen ge- gründet. Dieses übernimmt teilweise Verkehrsleistungen des Busbetriebs von der DKB.


01.01.2002 übernimmt die Eisenbahngesellschaft im Bergisch-Märkischen Raum (EBM) mit Sitz in Gummersbach den Güter- verkehr in Euskirchen und Zülpich.


 

07.06.2002: Die Dürener Kreisbahn (DKB) befährt erstmals die Strecke Jülich-Linnich.

 

2002: Als Folge der 1996 eingeführten Thalys-Züge Köln – Paris wird  im Dezember 2002 die letzte D-Zug-Linie Köln–Oostende eingestellt, auch der Nachtzug Aachen–Dresden wird aufgegeben.

 

26.11.2002 beschließt der Aufsichtsrat der DKB einen Anteil von 74,9% der Rurtalbahn an die R.A.T.H. GmbH zu veräußern. Mit 25,1% bleibt der Kreis Düren jedoch an der Rurtalbahn GmbH beteiligt.

 

15.12.2002: Seit diesem Tag verkehrt im 20-Minuten-Takt die 357 Millionen Euro teure S-Bahn-Linie S 13 zwischen Düren und Köln. D-Züge halten dafür nicht mehr in Düren.

 

19.12. 2002: Die Dürener Kreisbahn kauft von der Deutschen Bahn AG die 310.000 m² große Gleisanlage von Düren bis Zülpich zum Preis von rd. 860.000 Euro.

 

01.01.2003 wird die Abteilung Schiene der Dürener Kreisbahn in die neu gegründete Rurtalbahn GmbH & Co. KG umge- wandelt. Danach gehen 74,9 % an die in Düren ansässige R.A.T.H. Gmbh.

 

21.08.2003 betreibt die Rurtalbahn auf dem Streckenabschnitt Düren - Zülpich wieder Güterverkehr.

 

2003 wird die Papierfabrik Kappa in Zülpich von der Rurtalbahn mit Braunkohle beliefert.

 

06.10.2003: Auf der dem Bahnhof gegenüberliegenden Seite stürzen zwei Loks der Dürener Kreisbahn bei Rangierarbeiten eine Böschung herunter ( Foto unten).

 

Foto: Sammlung Helmut Roel, Aachen

 

14.12.2003 wird  die Strecke nach Köln um zwei Gleise erwei- tert und auf 250 km/h erhöht. So kann nun die S-Bahn von Köln bis Düren fahren.

 

04.04 2004 wird die elektronischen Stellwerke in Düren und Ehrenfeld auf die Betriebszentrale Duisburg umgeschaltet. Seit der Umschaltung werden beide Stellwerke von Duisburg aus ferngesteuert. Eine Bedienung vor Ort findet nur noch im Ausnahmefall statt.

 

2006: Zur Weiterentwicklung des Güterverkehrs wird aufgrund der strategischen Lage im Grenzgebiet des Dreiländerecks die Rurtalbahn Benelux B.V. als Eisenbahnverkehrsunternehmen und 100% Tochter der Rurtalbahn GmbH gegründet.


 

Foto: Sven Eichler

30.07.2006 wird  im Rahmen von Sonderfahrten in Binsfeld ein neuer Haltepunkt angelegt.





15.06.2009: Der Intercity ICE545, der von Aachen über Köln nach Berlin fährt, hält zum ersten Mal in Düren. Zukünftig ver- kehrt er Mo.–Sa.um 7.58 Uhr.

 

26.08.2009: Erster Spatenstich für das seit zehn Jahren ge- plante Fahrradparkhaus am Bahnhof Düren. (Kosten:750.000 Euro, Fertigstellung: April 2010).

 

2010 verkehren die Triebwagen des Bördeexpress (Typ RegioSprinter) alle 14 Tage, an Sonntagen im 4-Stunden-Takt zwischen Düren und Euskirchen.

 

2010 bestellt die Rurtalbahn fünf  Regio-Shuttle RS 1 bei Stadler ( Strecke Düren-Heimach) . Die fünf neuen Regio-Shuttle verfügen über Klimaanlage und Toilette und bieten darüber noch weitere Annehmlichkeiten zur Verbesserung der Servicequalität.

  


2010: Die Rurtalbahn erhält den Zuschlag vom Nahverkehr Rheinland für den Weiterbetrieb des Streckenabschnitts Düren - Heimbach bis 2024.


01.07.2010 wird die Güterverkehrsstelle Düren wiedereröffnet.


2011: Die Abteilung Cargo (Güterverkehr) wird aus der Rurtal- bahn GmbH herausgelöst und als eigenes Unternehmen Rur- talbahn Cargo GmbH mit Sitz in Aachen ausgelagert.

 

 

16.04.2014 (bis zum 12. Oktober 2014) befördert auch die „Bördebahn“ viele Besucher der Landesgartenschau nach Zülpich (Foto: Bördebahn in Düren, Gleis 4; Foto: Roland KELLER).




17.12.2014 wird die Brücke an der Schoellerstraße in Betrieb genommen (  Foto Sammlung Roland Keller).

 

 

13.12.2015: Der Bördeexpress wird zur Eifel-Bördebahn und verkehrt an Sonn- und Feiertagen viermal täglich ganzjährig auf der Strecke Düren-Euskirchen und zurück als RB 28.


  Aktuell fährt die Bahn  

  jeden Samstag

  jeden Sonntag und

  jeden Feiertag,

  

  im Zug der Rurtalbahn von Kreisstadt zu Kreisstadt,

  im VRS- und AVV-Tarif.




27.04.2017: Die Rurtalbahn stellt den neuen Altstom Lint 54 mit Platz für 300 Menschen ( 170 Sitzplätze) vor.

Er wird ab 01. Juli 2017 auf der Strecke Düren - Linnich eingesetzt. Die drei  54 Meter langen Triebwagen des Herstellers Altstom wurden für eine Summe von 12 Millionen EUR von der Rurtalbahn gekauft. Bei Bedarf werden die Triebwagen auch auf der Strecke Düren-Heimbach. Entlang der Rur gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h.


Kleines Extra: Es stehen Steckdosen im Wagen zur Verfügung, mit denen man die Mobiltelefone während der Fahrt aufladen kann.


 

                              

Quellen und Fotos:


Dürener Kreisbahn - Festschrift zum 50. und 70. Jubiläum/ Jubiläumsausgaben.


Dürener Geschichtswerkstatt, Stadt Düren, Deutsche Bahn Archiv.

http://dkb-dn.de/unternehmen/ueber-die-dkb/historie/


Quelle: Seite „Chronik der Stadt Düren“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. März 2013, 03:06 UTC. URL:https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Chronik_der_Stadt_D%C3%BCren&oldid=114941474(Abgerufen:11. März 2016, 19:05 UTC)

Stadt- und Kreisarchiv Düren


BTU Cottbus, Lehrstuhl Eisenbahn- und Straßenwesen, Prof. Dr.-Ing. Thie

Quelle:Datei:Henschel & Sohn - Typenschild.jpg - 26,3,2016. https://de.wikipedia.org.26.3.2016


Qullle:Datei:P1000342kopievx1.jpg - https://de.wikipedia.org.26.3.2016

http://www.wisoveg.de/rheinland/histo/eifelbhn/his-eif.htm.26.3.2016https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fisches_Kleinbahngesetz Briefkopf der Rheinischen Eisenbahngesellschaft,1844. RWWA)

http://bahn-seminar.info/Eisenbahngeschichte/3.4.2016

alle zuletzt aufgerufen am 03.04.2016Quelle:Datei:Rurtalbahn 6.11.JPG - https://de.wikipedia.org


http://www.railforum.de/historie/geschichte.htm22-4-2016

http://www.gessen.de/str/kac.html zuletzt 23.4.2016

Quelle:Datei:Schnellzugwagen.jpg - https://de.wikipedia.org 23.4.2016

http://web.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/he/e2h_1943.html 25-4-2016 

http://pkjs.de/bahn/Kursbuch1944/Teil3/Teil3.html, 25.4.2016

Josef Rubel, Golzheim

 

Quelle: Datei:Yad Vashem - Denkmal zur Erinnerung an die Deportierten.jpg - https://de.wikipedia.org 10.5.2016


Quelle: Datei:Baureihe52Fuehrerstand.jpg - https://de.wikipedia.org, 10.5.2016

Quelle: Datei:Bundesarchiv Bild 183-15765-0003, Dampflok 52 1952 (BR 52).jpg - https://de.wikipedia.org, 10.5.2016


http://www.guidorademacher.de/Bahnbetriebswerke/Dueren/dueren.htm, 11.5.16


Förderkreis Bahnhof Belvedere e. V.

http://egvnet.de/mediathek/azv-fotoserie.html#img 12.5.2016.

  

http://www.osterfeld-westfalen.de/eisenbahn.html, 12.5.2016

Datei:Elsdorf, Bahnhof West.JPG - https://de.wikipedia.org12.5.2016 Güwy

Dürener Geschichtswerkstatt  - "Luftangriffe auf Düren  und  "Juden  in Düren".


https://nl.wikipedia.org/wiki/Diamant_%28trein%29#/media/File:Belgian_Rail_61_005_Liege_2.jpg 24.5.2016 / TEE Diamant


Skizze Königsberger Tunnel: Kopie aus Weingarten, Helmut: Die Eisenbahn zwischen Rhein und Erft. Köln, 1987, S.11


http://bahnhöfe-und-bahnstrecken.com/beschreibungen-3.html 26.5.2016

http://www.wisoveg.de/buir/mm/004unglueck.html, zuletzt 25.5.2016

http://www.gessen.de/gesellschaften/dkb.html zuletzt 25.5.2016

http://www.gessen.de/tfz/rtbregiosprinter.html 27.5.2016


http://www.wisoveg.de/rheinland/histo/aachen/his-ac.htm#Preu%C3%9Fischem, zuletzt aufgerugen am  3.6.2016


Kölnische Rundschau,  HANS-DIETER ROLEF. 07.06.2015 Bahnstrecke Euskichen-Bonn 7.6.1880

Quelle: Jahrbuch Kreis Düren 1966


http://www.oberelvenich.de/html/de_flutsch.html

Heimatkalender des Kreises Euskirchen 1960


http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fspellerweb.net%2Frhindex%2FFranceRH%2FGareduNord.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fspellerweb.net%2Frhindex%2FFranceRH%2FNord.html&h=844&w=1274&tbnid=EGQ-aXbLTD8V-M%3A&docid=3NCUqO44iuktqM&ei=quSoV8WuCsjiU7bZlZAO&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=304&page=11&start=197&ndsp=22&ved=0ahUKEwjFq5bZzbLOAhVI8RQKHbZsBeI4yAEQMwgEKAEwAQ&bih=666&biw=1280 zuletzt aufgerufen am 9.8.2016. ( Gare du Nord 1846).


Architekt Johannes Schoeller Langerwehe / Foto alter Bahnhof Langerwehe




Hier an dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürger der regionalen Ortschaften, die mir bei den vielen Recherchen gerne Rede und Antwort standen und so manche Lücke für diese Chronik schließen konnten.



                                                       Heinz-Peter Müller




 

Teil 2

 

Die Geschichte

der Eisenbahn

in Düren

- Die Privatbahnen-

 

                                Die Anfänge unter der

 

Rheinischen Eisenbahn Gesellschaft

 

 

Seit 1833 bereiteten rheinische Unternehmer in einem Ausschuss unter dem Kölner Vorsitz die Gründung einer Eisenbahngesellschaft vor. Nach Einigung über die Streckenführung wurde 1837 die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft  ins Leben gerufen und mit dem Bau des ersten Teilstücks begonnen.

 

 

Die erste Eisenbahn der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft - die Atlas


 

Im Zuge von Bismarcks Verstaatlichungspolitik wird  am 14. Februar 1880 das Gesetz zur Verstaatlichung der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft verkündet


         Strecken der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft u.a.

 



Köln - Düren- Aachen - Herbesthal       

 

ab 01.09.1841

Herbesthal-Eupen

     01.12.1863

Düren-Euskirchen

     06.10.1864

Düren-Neuss

     01.09.1869

Bahnhof Herbesthal - Rheinische-Eisenbahn-Gesellschaft 1921

 

 

 

 

 

"Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft gehörte neben der Köln-Mindener und der Bergisch-Märkischen zu den drei großen Eisenbahn-Gesellschaften, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem das Rheinland und das Ruhrgebiet (im heutigen Nordrhein-Westfalen und nördlichen Rheinland-Pfalz) durch die Eisenbahn erschlossen haben."

 

                           Quelle:Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft - https://de.wikipedia.org

 

                               Foto "Atlas": Förderkreis Bahnhof Belvedere e.V.

 

 


                                                                        

                                                   Entfernung                              Silbergroschen

                                                   preuß.Meile      Dauer       1.Kl.        2.Kl.         3.Kl.

Tairf der Deutschen Eisenbahn Gesellschaft 1845


Silbergroschen (Abk. Sgr) hieß der in Preußen zwischen 1821 und 1873 geprägte Groschen.
Vergl: "Deutschlands Eisenbahnen im Jahr 1845", herausgegeben von Emil Bürger 1845, S.54.


 

 

Eröffnung der Bahnstrecke

Aachen - Düren - Köln vor 175 Jahren

Quelle: Datei:Rheb3.gif - https://de.wikipedia.org.zuletzt aufgerufen am 12.8.2016

 

 

Als eine der ersten Bahnstrecken wurde im heutigen Nordrhein-Westfalen die Bahnstrecke Aachen – Düren – Köln am 01. September 1841 eröffnet. Im Zuge der Industrialisierung erlangte der Bahnhof, dessen Empfangsgebäude am 15. April 1874 eröffnet wurde, eine immer größere Bedeutung.  

 

Aachen HBF

 

 

Köln Hauptbahnhof 1892

 

 

"Die Eröffnungsfeier der Eisenbahnlinie am 01. 09. 1841, an der außer den Direktoren und Aktionären der Rheinischen Eisenbahngesellschaft auch Vertreter der preußischen und belgischen Regierung, der Post, der Stadt Köln, der Industrie und des Handels teilnahmen, wurde in Köln mit einem Festakt und einem Festessen eingeleitet. Unter dem Salut der Geschütze der Festung Köln trat dann der erste aus 28 dreiachsigen Wagen bestehende Zug, der von den Lokomotiven „Hercules“, „Vorwärts“ und „Rhein“ gezogen wurde, seine Jungfernfahrt von Köln über Düren nach Aachen an".

Centralbahnhof Köln 1893

 

 

 

Quelle: 125 Jahre Eisenbahnlinie Köln-Düren-Aachen-von Hans Reuter - Jahrbuch Kreis Düren 1966, Seiten 105 - 114

Quelle: Datei:Köln-Hbf-1892.jpg - https://de.wikipedia.org, 12.04.2016

Quelle: Datei: Centralbahnhof Köln um 1893.jpg - https://de.wikipedia.org 12.4.16

 

 

 

Der alte Dürener Bahnhof

am Langemarckplatz bis 15.04.1874

 

Langemarckplatz - rechts der Bahnhof.

                                   Foto: Sammlung Herbert Reiter, Düren.

 

 

 Umzug in den neuen Bahnhof mit neuem Empfangsgebäude am 15. April 1874

 

Foto: Stadt- und Kreisarchiv Düren
Dürener Bahnhof - 1888 - Foto: Sammlung Herbert Reiter, Düren.

 

 

 

 

Der Kreis Düren - erschlossen durch die Eisenbahn seit 6.9.1841. Informationstafel an der Ostseite des Bahnhofsgebäudes von Düren.
Foto: Stadt- und Kreisarchiv Düren.

 

Bahnhof Ende 19. Jahrhundert - Quelle: Stadt-und Kreisarchiv DÜren



Düren erhielt seinen ersten Bahnhof im Rahmen der Eröffnung der ersten Strecke der Rheinischen Eisenbahngesellschaft von Köln nach Aachen am 01. September 1841. Er bestand aus einem Empfangsgebäude, einer Wasserstation, einer Lagerhalle und einer Werkstatt zur Fahrzeug-Reparatur. Eine weitere Strecke wurde am 6. Oktober  1864 von Düren nach Euskirchen in Betrieb genommen. Am 1. September 1869 nahm man schließlich die Strecke von Düren nach Neuss in Betrieb. Ihr folgte am 01. Oktober 1873 die Strecke Düren– Jülich.

"Jubelgruß“ der Dürener bei Eröffnung der Rheinischen Eisenbahn am 1. September 1841. Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren


 

 

Auf Grund der nun zahlreichen Streckenanschlüsse war der Bahnhof Düren schon bald zu klein und wurde durch das noch heute existierende Empfangsgebäude ersetzt, das die Rheinische Eisenbahngesellschaft erbaute und das von der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft mitbenutzt wurde. Seine Einweihung fand am 15. April 1874 statt.

 

Es ist eines der wenigen Gebäude in Düren, die nicht durch die Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges zerstört worden sind und sich bis heute behaupten konnten. Das Bahnhofsgebäude gehört außerdem mit seinen mittlerweile fast 140 Jahren zu den ältesten noch existierenden und noch in Betrieb befindlichen Bahnhofsgebäuden in Deutschland.


 

             (Quelle: Dürener Geschichtswerkstatt, Spuren Nr. 13, März 2011)

 

 

 

Der „Dürener Anzeiger" schrieb seinerzeit:

 

Das großartigste Werk unserer Zeit ist vollendet. Noch wenige Tage und der Rheinische Eisenweg wird auf der ganzen Strecke von Köln bis Aachen befahren.

 

Düren wird durch die Rheinische Eisenbahn ein Glied in der Kette von Handelsstädten, denen die Rheinbahn für ihre Erzeugnisse von Gewerbe und Industrie eine rasche kommerzielle Ausbreitung ermöglicht.

 

Der Tag der Eröffnung begann mit Glockengeläute und einem prächtigen Festzug vom Rathaus zum neuen Stationsgebäude der Eisenbahn. An der Spitze fliegende Fahnen und die städtische Musikkapelle, gefolgt von der Schützengesellschaft, der Liedertafel und den Mitgliedern des Stadtrates, alle in festlicher Kleidung“ (1).

 

In ganz Düren hatte man die öffentlichen Gebäude mit Fahnen geschmückt. Den aus Köln kommenden Zug hatte man mit Böllerschüssen und klingender Musik am Dürener Bahnhof begrüßt. Zahlreiche Ehrengäste wurden seitens der Dürener Prominenz herzlich empfangen.

 

(1)  Quelle:Zeitungsband „Dürener Anzeiger und Unterhaltungsblatt“, Stadt und Kreisarchiv Düren.

                                            

"Nach der offiziellen Freigabe der Bahnlinie für den Perso-nenverkehr am 19. 09. 1841 wurde auf der Strecke am 03. 11. 1841 auch der Güterverkehr aufgenommen.

 

Dadurch entstand dem bisherigen Postwagenverkehr auf der Strecke Köln - Aachen sowohl über Düren als auch über Jülich eine starke Konkurrenz, die schon  bald zur Aufhebung der meisten Postwagenlinien führte".

 

"Die durchschnittliche   Fahrtgeschwindigkeit der Züge betrug damals noch etwa 30 -  40 km pro Stunde; es war dies schon eine beachtliche Leistung.    


Es gab auch schon drei Wagenklassen für die Personenzüge;   die 3. Klasse bestand allerdings aus seitlich offenen Wagen, die gern von der ländlichen Bevölkerung benutzt wurden. Ob  die Fahrt in diesen offenen Wagen ein Vergnügen war, kann bezweifelt werden, denn alle Wagen waren noch überwiegend  aus Holz hergestellt und hatten keine Federung und keine Puffer.   


Die Reisenden der 3. Klasse durften sich während der Fahrt   nicht von ihren Sitzen erheben, wenn sie nicht Gefahr laufen   wollten, hinausgeschleudert zu werden; überdies waren die    Wagen der 3. Klasse auch noch ohne Türen. Die Wagen der 2.  Klasse waren schon mit einem Dach versehen. Vollständig  geschlossen und gedeckt waren nur die Wagen der 1. Klasse; für diesen Luxus war aber auch der Fahrpreis mehr als doppelt so hoch wie der für die 3. Klasse ! "

 

"Nach einem  Jahresbericht für 1843 wurden bereits in diesem Jahr allein  auf der Strecke Köln-Aachen durch die Rheinische   Eisenbahngesellschaft rund 1680000 Personen befördert".

                                          -----------------------

 

 

Quelle (Auszüge aus):125 Jahre Eisenbahnlinie Köln-Düren-Aachen Von Hans Reuter     - Jahrbuch Kreis Düren 1966, Seiten 105 - 114 und Jahrbuch Kreis Düren     1966 Archiv: Anton Könen Mechernich

 

Foto: Aus "Dürens goldene Jahre" , 2014, S. 161, Sammlung Brauweiler

 

 

Lokomotive der Rheinischen Eisenbahngesellschaft »SEDAN«  der Firma Beyer-Peacock in Manchester um 1859.

Quelle: Verkehrsmuseum Nürnberg Neg. Nr. 192 489


 

 

Die Bergisch - Märkische Bahn im Aachener Raum

Ein Zug der Bergisch-Märkischen-Eisenbahngesellschaft (BME) um 1890.

 


Die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft trat im Raume Düsseldorf, Ruhrgebiet, Mönchengladbach erfolgreich als Konkurrent zur Rheinischen Eisenbahngesellschaft auf.

 

Bei der abgebildeten Satteltank-Lok wird es sich wahrscheinlich um eine ehemalige Lok der Bergisch-Märkischen-Eisenbahn handeln, beschafft zwischen 1868 und 1875. Quelle: Sammlung Chr. Dahm


Sie übernahm die Aachen - Düsseldorfer Strecke, um einen eigenen Anschluß an Belgien zu erhalten. Sie baute 1872 die Strecke Aachen-Welkenraedt mit Abzweig nach Altenberg und verfügte somit ebenfalls neben der Rheinischen Bahn über einen Anschluß nach Belgien. 1873 entstand die Verbindung Mönchengladbach - Jülich - (Düren) , sowie die Strecke von Jülich nach Eschweiler-Aue und weiter nach Stolberg-Velau. Durch eine eigene Rheinbrücke bei Düsseldorf war sie für die Strecke Belgien - Ruhrgebiet im Konkurrenzwettbewerb zur Rheinischen Bahn bestens gerüstet.

 

1883 wurde die Bergisch-Märkische Eisenbahn von der K.P.E.V. übernommen. Die linksrheinischen Strecken wurden dabei mit den Betriebsämtern Aachen und Crefeld der Eisenbahndirektion „Cöln linksrheinisch“ – kurz Clr – zugeordnet.


Vergl. http://www.wisoveg.de/rheinland/histo/aachen/his-ac.htm, zuletzt 10.04.16

Foto. http://www.osterfeld-westfalen.de/eisenbahn.html, 12.5.2016

 

 


 

Gleich drei Bahnnetze

erweiterten das Wegenetz

im Kreis Düren zwischen 1892 bis 1908.


1893 ging die Dürener Dampfbahn AG (DDAG, später DEAG) in Betrieb, 1903 fuhr die erste Rurtalbahn von Düren nach Heimbach und 1908 kam die Dürener Kreisbahn (DKB), elektrisch und dampfbetrieben, hinzu.


 

 

                                   

                   Dürener Eisenbahn AG

Eine der drei Privatbahnen Dürens



Der Endhaltestelle befand sich in der heutigen Josef-Schregel-Straße auf Höhe des heutigen Busbahnhofs


Straßenbahn der DEAG aus den Anfangsjahren. Quelle: Stadt- und Kreisarchiv Düren.

 

Die Dürener Eisenbahn AG, kurz DEAG, betrieb von der Stadt Düren aus seit dem 1. April 1893 eine meterspurige Dampf-straßenbahn für Personen- und Güterbeförderung, die 1934 als Kleinbahn konzessioniert wurde. Nach einer etappenweisen Expansionsphase wurde von 1927 bis 1963 die Gesamtstrecke Düren – Inden befahren, die Stilllegung vollzog sich sehr rasch und war 1965 abgeschlossen.


 

Kommerzienrat Felix Heinr. Schoeller +

"Die Gründung der DEAG erfolgte bereits 1888 durch Vertreter der heimischen Industrie unter Leitung des Kgl. Kommerzienrates Felix Heinrich Schoeller (Foto) und der Stadt Düren unter dem Namen Dürener Dampfstraßenbahn AG (DDAG).

 



Foto: Stadt-und Kreisarchiv Düren.


Sie wollten mit der Bahn einen Anschluss ihrer Betriebe an die Strecke der Rh. Eisenbahngesellschaft erreichen.


Die ursprüngliche Planungen für die Bahn gingen von einer alleinigen Nutzung der Bahn für den Güterverkehr aus.


Am 2. Dezember 1891 erhielt Felix Heinrich Schoeller   der gleichzeitig zum Vorsitzenden des neuen Aufsichtsrates gewählt wurde, eine Konzessionen unter Vorbehalt der Rechte Dritter für zunächst 25 Jahre. Aber erst am 1. April 1893 wurde die rund 2,8 Kilometer lange Bahn für den Güterverkehr zwischen Düren und Birkesdorf eröffnet. Die erste Personenbeförderung folgte gut ein Jahr später am 1. Juni 1894. Am 9. September 1897 erhielt die Gesellschaft die Konzession für den Personenverkehr und den Weiterbau der Bahn."

 

Quelle:Dürener Eisenbahn - https://de.wikipedia.org 20.3.2016

 

Klaus Miniwolf, CC-BY-SA 2.0 de

"Die Wurzeln der DEAG liegen in den Fabriken im Nordteil Dürens. Noch heute finden sich dort Gleisreste, so dieses 3-Schienen-Gleis an der Paradiesstraße (2009)."

 

Kreuzung auf dem ehemaligen Gelände der Dürener Metallwerke an der Veldener Straße ( Sammlung Jörg Seidel/Joachim Berger)


 

Zwei Fahrzeuge der DEAG vor dem Bahnhof in Merken ( Foto: Sammlung Jörg Seidel/Joachim Berger).
Damit der Güterverkehr auf Elektrobetrieb umgestellt werden konnte, beschaffte die DEAG im Jahre 1941 diese vierachsige AEG-Elektrolok.(AEG 1104/1911). Die Maschine war vorher in Iserlohn und Pforzheim im Einsatz gewesen (Foto: Sammlung Jörg Seidel/Joachim Berger).


Von der Stuttgarter Trümmerbahn konnte die DEAG im Jahre 1951 diese kleine Elektrolok übernehmen. Sie wurde 1965 ausgemustert und verschrottet ( Foto: Sammlung Jörg Seidel/Joachim Berger).


 


Quelle: D. Wolff

Am 26. 01.1939 erfolgt die Umbenennung der Dürener Dampfstraßenbahn AG in Dürener Eisenbahn AG (DEAG). Am 30.6.1965 endet die Geschichte der AG.

 

 

 

Quelle:Dürener Eisenbahn - https://de.wikipedia.org 21.3.2016, Stand 15.8.16

Quelle:Datei:2009-10-23 15-28-22 G10 DN Paradiesstr-92 DEAG-3-Schienen-GleisHm5Kp10HTm10.jpg - https://de.wikipedia.org 21.3.2016

 

 

   Die Strecke Düren - Birkesdorf - Inden

                                               

Am Streckenende in Inden stehen Triebwagen 14, Beiwagen 6 und Beiwagen 4 zur Abfahrt nach Düren bereit. ( Foto: Samlung Jörg Seidel/Joachim Berger).
Die Dürener Eisenbahn mit ihren Industrie-Anschlüssen

 Quelle: Stadt - und Kreisarchiv Düren



Zeichnung einer Dampfeisenbahn der DDAG 1905

 

Quelle: Walter Hefty, Tramway Lokomotiven, Springer-Verlag, 11.12.2013, Seite 53

 

 

 

 

 

 

 


 

Eröffnungen

Ehemaliger DEAG-Bahnhof Merken, Quelle: Radiojunkie CC-BY-SA 3-0


  • 1. April 1893: Düren – Birkesdorf (Güterverkehr)
  • 1. Juni 1894: Düren – Birkesdorf (Personenverkehr)
  • 1. Januar 1901: Birkesdorf – Merken
  • 20. Januar 1908: Merken – Pier
  • 20. November 1913: elektrischer Betrieb, Personenverkehr
  • 3. Juli 1927: Pier – Inden
  • 1941: elektrischer Betrieb, Güterverkehr

 



Stilllegungen

  • 3. Juni 1963: Inden – Merken (Personenverkehr)
  • 30. Juni 1965: Gesamtverkehr

 

 

 

Foto: Stadtarchiv Düren Quelle:Bahnstrecke Düren–Inden -https://de.wikipedia.org, 16.3.2016

 

 

Aktie der ursprünglichen Dürener Dampfstrassenbahn von 1900 ( Heinz Schlieper).

 



 

 

Die Rurtalbahn


 Preußische Staatseisenbahn

 

 

Bahnhof Heimbach


Wirtschaftliche, aber auch touristische Gründe veranlassten den Bau der  Eisenbahnstrecke Düren – Heimbach durch die Preußische Staatseisenbahn. Am 01.06.1892 wurde Kreuzau, am 1.9.1903 Heimbach erreicht. Das 1908 gebaute Empfangs-gebäude verfügte über eine Schalterhalle mit Nebenräumen, eine Bahnhofsgaststätte und zweiTreppenhäuser. Im Oberge-schoss befanden sich Wohneinheiten.


Nach den Schäden des Zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb völlig eingestellt und konnte erst am 01.10.1950 wieder aufge-nommen werden. 1982 sollte die Strecke dann aus finanziellen Gründen wieder stillgelegt werden. Doch 1992 ging sie für den Preis von 1,00 DM in den Besitz der Dürener Kreisbahn GmbH über  - und am 23.05.1993 begann der Zugbetrieb zwischen Düren und Heimbach als "Rurtalbahn“.


 

Quelle: Projekt im Rahmen des Schulprogramms „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Städtischen Gymnasium Schleiden.


     

 

           Rheinische und Bergisch-Märkische

Eisenbahnverwaltung 1882

 

 

1870:  Eröffnung der  Strecke Rheydt-Odenkirchen nach Düren durch Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft.

 

 

Adresse Bahnhof: Eisenbahnstraße in Düren

Stationsvorsteher: Fischler

Stationsassistenten: Buch, Büßgen, Jacobi, Rheinländer, Fischer, Mainz, Claßen, Winkelmann, Dahlheim.

Stationseinnehmer: Hoffstadt

Diätar: Lessenich

Stationsaspiranten: Eichholz, Franz, Bierkoven, Brandt, Strapp,Thürmer, Lessenich. Gammersbach

Güterpedient: Rheinsche Bahn: Lucas

Bergisch-Märkische: Diecken

 

Quelle: Adressbuch Düren, 1882, Seite 100.



Von Mönchengladbach nach Düren

 

 

Fahrplan Bergisch-Märkische Eisenbahn 1871


Quelle: http://www.eisenbahn-in-moenchengladbach.de/geschichte/geschichte.html, zuletzt aufgerufen am 23.07.2016



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (WeEG) wurde in Köln am 12. Dezember 1895 gleichsam als Gegenstück zur Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft in Königsberg (ODEG) gegründet. Ein Bankenkonsortium übernahm 90 % des Aktienkapitals von 5 Millionen Mark.


Zum 31. 12. 1920 kündigte die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft das Pachtverhältnis. Stadt und Kreis Düren verhandelten miteinander über die Weiterführung des Betriebes. Das Ergebnis: der Kreistag genehmigte die Beteiligung des Kreises an der zu gründenden "Dürener Kreisbahn GmbH".


               Vergl. Jubiläumsschrift 70 Jahre Dürener Kreisbahn 1978




Die Euskirchener Kreisbahnen 


 


 Die inoffizielle Geburtsstunde der Euskirchener Kreisbahnen schlug am 28. Januar 1892. Geheimer Regierungsrat Freiherr von Ayx, Königlicher Landrat des Kreises Euskirchen, teilte dem  Bürgermeister der Kreisstadt Euskirchen, Karl O. Selbach (1874-1905) mit, dass der Kreisausschuss Erhebungen über die Renabilität einer Eisenbahnstrecke von Liblar über Leche-nich, Erp, Friesheim, Niederberg, Mülheim-Wichterich, Nie-derelvenich, Oberelvenich, Lüssem, Nemmenich, Zülpich, Ho-

ven, Floren, Sinzenich, Satzvey, Zievel, Antweiler bis Arloff mit Abzweigung von Wichterich nach Euskirchen vorzunehmen.


Die Gesamtaufwendungen für die Verwirklichung der gesamten Planungen sollten sich nach Unterlagen des damaligen Land-ratsamtes auf etwa 2,1 Millionen Mark belaufen. Am 12. März 1894 wurden die Pläne der Kleinbahn von Liblar bis Euskirchen dem  Regierungspräsidenten zugesandt und und zwei Wochen später öffentlich ausgelegt.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger 21.02.1959



Die Eifelstrecke der 

Euskirchener Kreisbahn  1895-1963

 

                                                  Mülheim-Wichterich

Niederelenich

Oberelvenich

Nemmenich-Lüssem

Zülpich (oben)

Hoven

Floren

Sinzenich (Papierfabrik)

Schwerfen

Kommern

Firmenich

Obergartzem (Tonwerk)

Satzvey

Antweiler Wachendorf

Calcar bis 1914

Arloff   bis1914

 

Lok BR 55 - 4848 der Eifelstrecke (Sammlung Bernd Schwarz)



Eifelstrecke Euskirchener Kreisbahn



Die vom Bahnhof Mülheim-Wichterich ausgehende und nach Südwesten führende „Eifelstrecke“ kreuzte die Bördebahn Düren – Euskirchen und erreichte den Bahnhof Zülpich Stadt. Dieser war seit 1908 Gemeinschaftsbahnhof mit der normalspurigen Dürener Kreisbahn. Zum Bahnhof Zülpich der Staatsbahn war ein Fußweg von 1,4 km erforderlich. Bis 1908 hatte die „Eifelstrecke“ der Euskirchener Kreisbahn unmittelbar diesen Staatsbahnhof berührt.



01.04.1895

Jungfernfahrt der Euskirchener Kreisbahn.

Personal und Fahrgäste in einem Erinnerungsfoto

am Bahnhof Mülheim-Wichterich.


Foto: Zülpicher Geschichtsverein.

 

        01.04.1895:  1. Fahrplan der Euskirchener Kreisbahnen

Die erste Fahrplan der Euskirchener Kreisbahnen 01.04.1895.

    Quelle: Zülpicher Zeitung , Samstag, 6.4.1895

 

Im Frühjahr 1895 wurde der Personenverkehr auf der Eifelstrecke freigegeben. Zwischen Nemmenich und Zülpich wurde das Schmalspurgleis prallel an der nördlichen Seite der Staatsbahn gelegt. Nach einer engen Linkskurve überquerte die Meterspurstrecke das Normalspurgleis und lief die Römerallee und dem heutigen Frankengraben Richtung Hoven. Am 11.8.1895 wurde der planmäßige Personenverkehr von Zülpich bis Satzvey nach Arloff aufgenommen.


Quelle: Wolfgang Müller, 150 Jahre Bördebahn, S. 15 ,

Druck Heinen, Bad -Münstereifel, 2014

 

Quelle: Zülpicher Anzeiger vom 28.12.1895

 



                 Streckenverlauf ( Fotos Archiv JCD)


 

Bahnhof Mülheim-Wichterich - Beginn der Eifel-Strecke
Bahnhof Oberelvenich
Hier stand der alte Bahnhof in Nemmenich.

 

Von Niederelvenich kommend gingen die Gleise hier, wo in den 1960ern das Gebäude eingeschoben wurde, entlang, bis sie einige hundert Meter weiter parallel zur Bördebahn verliefen und dann die Bördebahn auf einer Überführung überquerten und gemeinsam mit der DKB zum Adenauerplatz gelangten.

 

Wo jetzt der Schuppen steht, verlief einst die Eifelstrecke Richtung Zülpich.


Kaum zu glauben, aber das Gleis der EKB verlief links neben dem Gebäudeteil des Bauernhofes in Nemmenich. Von dort aus ging es über das weite Feld Richtung Staatsbahnhof Zülpich.


 

Von Nemmenich kommend gingen die Schienen nach Überführung der Bördebahn in die Römerallee, Frankengraben und dann Richtung Adenauerplatz. Foto Reste der Überführung zwischen Zülpich und Nemmenich.

 

Der 1. Bahnhof der Euskirchener Kreisbahnen in Zülpich 1898.
EKB-Männer 1909 vor dem Bahnhof in Zülpich Foto: Karl Koch, Wachendorf

 

Hier am Adenauerplatz befanden sich Gebäude der Euskirchener - und Dürener Kreisbahn. Hier ging die Fahrt beider Gesellschaften weiter in die Chlodwigstralße/Steinfelder Straße.
Vom Adenauerplatz kommend ging die Strecke hier an der Steinfelder Straße vorbei Richtung Hoven.
Kurz vor Hoven kamen die Gleise von der Steinfelder Straße aus diesem heutigen Gestrüpp zur damaligen Unterführung.
Hier vor Hoven ( heute Kreisverkehr) ging es weiter nach Sinzenich.


Hier in Hoven soll sich der alte EKB-Bahnhof befunden haben (heute Gasthof).).
Bahnhofsgelände in Sinzenich - Ortseingang - Hier befanden sich die Toiletten. Das Gleis Richtung Fabrik und weiter nach Schwerfen verlief durch den heutigen Garten ( rechts) und dann links im Bild aufwärts. Das alte Bahnhofsgebäude befand sich ebenfalls in diesem Bereich und wurde später als Wohnhaus umgebaut.
Alter Bahnhof in Sinzenich vor dem Krieg - Foto: Stadt Zülpich


Heutiger Bahnhof Satzvey ( Quelle: A. Savin, CC-By-SA 3.0


Von Zülpich führte die Trasse seit dem 11. August 1895 nach Süden in die Eifel hinein bis Kommern und wandte sich dann nach Osten weiter ansteigend über Satzvey EKB, wo die Eifelstrecke Köln – Trier höhengleich gekreuzt wurde, und Antweiler-Wachendorf, bis sie den Endpunkt in Arloff und damit auch die Erfttalbahn Euskirchen – Bad Münstereifel erreicht hatte.

Bahnhof Arloff ( Quelle: Stefan Flöper - CC-BY-SA 3.0.


Bei Betriebsbeginn besaß die EKB acht zweiachsige Dampfloks des Stettiner Unternehmens Vulcan.


 

Weiter Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Euskirchener_Kreisbahnen , zuletzt aufgerufen am 8.8.16.

Foto: Dürener Kreisbahn Festschrift

 

Bahnstrecke

EKB - Erftstrecke 1895

Die Flutsch



 


Eisenbahner am Bahnhof Mülheim-Wichterich.


Mülheim-Wichterich

Oberwichterich

Frauenberg

Euskirchen Frauenberger Straße

Euskichen Kölner Straße

Euskirchen Zuckerfabrik


 Dürener Kreisbahn

Bahnstrecke

Distelrath – Zülpich - Embken


1908 bis 1963


Triebwagen der Dürener Kreisbahn 1929 ( Foto: Sammlung R .Keller)

Distelrath

Merzenich

Girbelsrath

Eschweiler ü.F.

Ollesheim

Nörvenich

Hochkirchen

Eggersheim

Lüxheim

Gladbach

Müddersheim

Disternich

Sievernich

Bessenich

Zülpich Kreisb.

Zülpich-Stadt

Hoven

Füssenich

Juntersdorf

Embken

 

Quelle: Schulwandkarte der Kreise Schleiden und Euskirchen , StA Zülpich

 


Preußische T 3 - für den Güterverkehr 1908 von der Dürener Kreisbahn angeschafft.
Bahnhof Distelrath - Foto: Dürener Kreisbahn.

 

Nach langjähriger Planung erhält die Stadt Düren im November 1904 die Genehmigung zum Bau einer Personen- und Güterstrecke nach Zülpich. Mit den Planungen und der Betriebsführung wird die Westdeutsche Eisenbah-Gesellschaft (WeEG) beauftragt. Der Bau erfolgt zwischen 1906 und 1908.

 

Alter Bahnhof in Merzenich ( Dürener Kreisbahn).


Bahnstraße Merzenich - frühere DKB-Linie nach Girbelsrath und Eschweiler ü.F.


 

Alter DKB-Bahnhof Nörvenich ( Foto: Dürener Kreisbahn).
Stumme Zeugen auf der DKB-Strecke: Ehemalige Überführung in Lüxheim.


Von Sievernich kommend ging es hier in Bessenich an der heutigen Schützenhalle weiter Richtung Gleise der Bördebahn.

 

In Bessenich verlief die Strecke neben dem Gleis der Bördebahn.
In Bessenich verlief die heute abgebaute Strecke weiterhin neben den beiden Gleisen der Staatsbahn und driftete dann vor dem Bahnhof ab zum DKB-Bahnhof.

 

Die Strecke ging weiter bis zum Bahnhof "Zülpich Kreisbahn".

 

In der Nähe des  Staatsbahnhofs Zülpich gingen die beiden Strecken der EKB und der DKB weiter zum Adenauerplatz, nachdem sie die Gleise der Börderbahn überqueren mussten.



1910 wurde DKB-Strecke Düren-Zülpich

um die Strecke

Füssenich, Juntersdorf und Embken erweitert.

Die beiden Gleise liefen bis nahe Hoven parallel und trennten sich schließlich.

Bahnhof Zülpich-Stadt 1925. Der Bahnhof wurde gemeinsam von EKB und DKB genutzt. 1944 zerstört.


 

Adenauerplatz in Zülpich - Gemeinsamer Bahnhof der Euskirchener- und Dürener Kreisbahn 1909 -1944.

 

Oben im Foto: Bahnhofsgelände Zülpich-Stadt ca. 1955


Nach dem Krieg und nach Abriss des alten Bahnhofsgebäudes wurde hier eine Rampe für den Bahnverkehr der Dürener Kreisbahn von Zülpich nach Embken gebaut.

 

Der Bahnhof Zülpich-Stadt- zwischen den Gleisanlagen der EKB und DKB.


Vor Hoven - hier verzweigte sich die Euskirchener Kreisbahn von der Dürener Kreisbahn in die Richtungen Satzvey (nach links) bzw. Embken ( nach rechts).
Von hier (am heutigen Kreisverkehr) ging es Richtung Füssenich
Rechts lagen in Füssenich /Eilich die Gleise Richtung Juntersdorf

 

Vom Füssenich und Geich kommend führte die Bahnlinie durch Juntersdorf am Neffelbach vorbei.

Fotos:Archiv JCD

Ehemaliger Bahnhof Embken - Foto: Dürener Kreisbahn.


Endstation der Strecke Düren-Nörvenich-Zülpich-Embken Foto: Reste des alten Bahnhofs in Embken.

Dürens Innenstadt löst Distelrath als Endstation ab.


Dürens Kaiserplatz war nach dem Krieg

(bis 1963) der Endpunkt der Linie DKB bis Embken

 

 

Spätere Endstation der Strecke Embken-Düren war in in Düren.

Foto: Jose de Cleq



           Die Gruben Astrea und Victor




Streckenverlängerung 1911 bis Embken zur Grube Astrea (Juntersdorf).

 

Ausschnitt aus dem Messtischblatt Nr. 3093 "Zülpich" der Königlich Preußischen Landesaufnahme (Neuaufnahme von 1895), zeigt die Braunkohlegrube "Astraea" in Juntersdorf bei Zülpich 

Foto: Archiv Justiz-Club Düren 2014

Gedenken an die Grube in Juntersdorf



Tagebau Victor Rolff 1952-1969

Die Bahnstrecke ging auch in den 1950ern über den Tagebau Zülpich-Geich zum Abtransport der Kohle.
Grube Victor, 28.09.1953 - Hematkalender Euskirchen

 

Quelle: Kreisarchiv Euskirchen

Foto: Otto Becker, Euenheim



Das Werksgelände in Geich

 

Stillgelegter Gleisabschnitt Richtung "Victor Rolff".

 

                             Foto oben: Archiv Justiz-Club Düren 2014.



 

Die Inbetriebnahme dieser Brikettfabrik erfolgt 1955.

1969 wird die Brikettfabrik stillgelegt.

Zu Ehren  von Victor Rolff wird  die Grube "Victor" genannt


Foto: Archiv Justiz-Club Düren 2014

 

Folgende Lokomotiven kamen auf der Grubenanschlussbahn zum Einsatz:


Hohenzollern FNr.4123/1921, Typ Hamborn, Dt. 1435 mm, 1921 an die Dürener Kreisbahn geliefert, 1938 Braunkohlengrube Rolff, Frechen, 1955 Brikettfabrik Geich


Henschel FNr. 17984/1920 Ct.1435 mm, neu geliefert an H. Hiddermann & Co. Köln, 1955 Brikettfabrik Geich


(Quelle: K. Pokschewinski, Volker Schüler, Manfred Coenen, "Brikettfabriken und Anschlusbahnen im Rhein. Braunkohlenbergbau," Velag Lokrundschau, 2004)

Werkslok Victor Rolff - Foto: Archiv Ehel.Billig, Zülpich




1871 - 1920


Preußische Staatseisenbahn

 

Als Preußische Staatseisenbahnen bezeichnet man diejenigen Eisenbahnunternehmen, die sich im Eigentum oder unter der Verwaltung des Königreichs Preußen befanden. Es gab dabei keine eigenständige Eisenbahnverwaltung, vielmehr waren die einzelnen Eisenbahnunternehmen für sich jeweils der Aufsicht durch das Ministerium für Handel und Gewerbe, ab 1878 durch das davon abgetrennte Ministerium der öffentlichen Arbeiten unterstellt.



 

Lokomotivführer 1910 ( Foto: Sammlung Helmut Roel, Aachen)

Die offizielle Bezeichnung lautete zunächst „Königlich Preußische Staatseisenbahnen" aufgrund des Zusammenschlusses mit den Hessischen Staatseisenbahnen ab 1897 bis Ende des Ersten Weltkriegs „ Königlich Preußische und Großherzoglich Hessische Staatseisenbahn“  - Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft, und dann schließlich „Preußische Staatsbahn“ bis zum 01. April 1920, als die Länderbahnen in den Dt. Reichs-eisenbahnen aufgingen."



Königlich Preußische Eisenbahnbeamte um 1900



 

       Typische preußische Lokomotive

 

Zeichnung Dampflok Preußische G 7 ( 1895 - 1909)

 

Quelle:Preußische Staatseisenbahnen - https://de.wikipedia.org, 31.3.2016

Quelle: Datei:Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung (K.P.E.V.).jpg - https://de.wikipedia.org10.5.2016 1971 markus@wikipedia.de,12.5.2016

 http://www.osterfeld-westfalen.de/eisenbahn.html, 12.5.2016 Fritz Pamp


 

 

Preußische T 18 der BR 78

Foto: Roland Keller


Loks der preußischen Gattung T 18 bzw. der BR 78 waren u.a. in Düren, Euskirchen und Köln-Deutz stationiert und  im Personenverkehr zwischen Köln und Aachen und zwischen Düren und Bonn im Einsatz.



 

 

Ende der Länderbahnen 1920

 

Auch der Dürener Bahnhof spielte in der militärischen Logistik des Ersten Weltkrieges eine große Rolle

 

 

Deutsche Reichsbahn 

 

 

1920 geht in Deutschland das Zeitalter der Länderbahnen zu Ende. An ihre Stelle tritt zum ersten Mal ein nationales Eisenbahnunternehmen, die Deutsche Reichsbahn. Mit Inkrafttreten eines »Staatsvertrages über den Übergang der Staatseisenbahnen auf das Reich« werden die vormals acht Staatseisenbahnen einheitlich verwaltet. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg ordnet die Weimarer Republik mit ihrer demokratisch gewählten Regierung das Eisenbahnwesen neu. Die Deutsche Reichsbahn beschäftigte 1920 über eine Million Menschen und ist damit der größte Arbeitgeber.

 

 

 

Quelle: http://www.berufsstart.de/unternehmen/deutsche-bahn/firmengeschichte.php 21.3.2016

                                          

 

 

 

 Die Eisenbahn in Düren ab 1920

Deutsche Reichsbahn

 

 

Bahnhof 1925 - Foto: Stadtarchv Düren

 

Lokomotive der Reichsbahn-Baureihe 58.10 Quelle:MPW57


Als Einheitsdampflokomotiven oder kurz Einheitslokomotiven bezeichnet man die im Auftrag der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zwischen 1925 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges gebauten Dampflokomotiven. Sie wurden nach überwiegend einheitlichen Baugrundsätzen entworfen.



Eisenbahn-Verwaltung 1925

Verwaltungsgebäude: Eisenbahnstraße 54 in Düren





                                                                                                   Zugführer 1928

Bundesarchiv, Bild 102-01342 / CC-BY-SA 3.0

Vorstand: Reichsbahnrat Hansen                    

Vertreter: Eisenbahn-Betriebsingenieur Zander

 

Bürobeamte: Technische Eisenbahninspektoren:

Schieferecke, Lang, Toth,

Eisenbahninspektor Reuter,Techn. Eisenbahnobersekretäre

Reul, Schröteler, Eisenbahnsekretäre: Balle, Volles, Biertz, Betriebsassistenen: Holz,

Amtsobergehilfe: Leuchtenberg, Hilfsamtsgehilfe: Höhne.

 

 

Bahnhof Düren 1927 - Foto: Sammlung H.Reiter, Düren

 

 

Fahrkartenausgabe und Gepäckabfertigung:

 

Leiter: Gütervorsteher: Lüth

Eisenbahnassistenten: Engelmann, Schmitz

Lademeister: Robens

Ladeschaffner: Hüpgen, Knobloch

Gepäckarbeiter: 10

Ungelöhnte Gepäckträger: 2

 

 

Preußische T 12 von Borsig, Baujahr 1921

 

Die Lokführer:                        

Baum, Dammers, Dickhofen, Dahmen, Fuß, Haupt, Kaup, Kreuels, Müller, Münchalfen, Pick, Rütters, Schäfer, Schneider, Schröder, Matthias, Schumacher, Schwier, Stockhausen, Weber Peter, Weber Josef, Werker Bartel, Werker Heinrich, Werel, Zehen.

 

Rangierer: 21, Rangierarbeiter: 60, Bahnunterhaltungsarbeiter:75

Schaffner: 230

 

Quelle: Dürener Adressbuch 1925, Seite 46 (Auszug)

 

 

 

Links befand sich bis 1944 die Straßenbahn-Endstation der DKB

 

 

 Oben:

"Ausschnitt aus einer 1929 abgestempelten Ansichtskarte des Bahnhofs Düren. Auf den ersten Blick hat sich das Bahnhofsgebäude kaum verändert. Aber wer weiß noch, dass man dort einst mit der Straßenbahn vorfahren konnte?"

 

                              Quelle: http://www.eisenbahn-stolberg.de/page/5/13.03.2016 Foto R.Keller

 

 

Bahnunglück 1929 

 

25. August 1929 – Um 8 Uhr entgleiste der Schnellzug D 23 «Nordexpress» ParisWarschau 300 m vor dem Bahnhof Buir zwischen Düren und Köln. 13 Reisende wurden getötet, 40 verletzt. Der Lokführer war nicht korrekt über die außerplanmäßige Einfahrt ins Nebengleis zu Beginn einer Falschfahrt aufgrund der Sperrung des richtigen Gleises wegen Brückenbauarbeiten unterrichtet. Das Einfahrsignal, welches dies anzeigte, war durch eine Brücke verdeckt und erst viel zu spät einzusehen, so dass der Zug nicht rechtzeitig bremsen konnte und mit 100 km/h in den mit höchstens 50 km/h zu befahrenden Abzweig einfuhr.

 

QuelleLhttp://www.ammanu.edu.jo/wiki1/de/articles/k/a/t/Katastrophen

_im_Schienenverkehr_4df3.html  zuletzt aufgerufen am 19.3.2016

 

 

Verwaltungsgebäude heute

Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft  1932

(Weimarer Republik)

Verwaltungsgebäude:  Eisenbahnstraße 54

 

          Fahrkartenpreise 1930/1932

 

für 1 Kilometer

 

1. Klasse   11,60 Pfennig

2. Klasse     5,80 Pfennig

3. Klasse     4,00 Pfennig

 

Arbeiterrückfahrkarte: 4,00 Pfennig

Militärfahrkarten: 1,50 Pfennig

Hunde 1/2 Fahrkarte 3 Klasse

Bahnsteigkarte 20 Pfennig.

 

 

Das Reichbahnbetriebsamt

 

Zuständigkeit:

* Angelegenheiten des Betriebs ( Fahrplan)

* Unfälle

* Haftpflicht bei Unfällen

* Personalangelegenheiten der Dienststellen

* Bahnunterhaltung und Bahnbewachung

* Bauausführungen der Bahnanlagen

* Verpachtung

* Bahnpolizei

* Anschlüsse

* Neubauten

* Verwaltung des Grundeigentums

* Wohnungsfürsorge

* Bahnhofswirtschaften

* Reklame

* Automaten

* Fundsachen

 

 

Das Reichsbahn-Verkehrsamt

 

Zuständigkeit

* Angelegenheiten des Personenverkehrs

* Erstattung von Fahrgeld

* Angelegenheiten des Gepäck-Güterverkehrs

* Erledigung der Ersatz- und Entschädigungsanträge

* Erstattung von Nebengebühren (Lagergeld, Wagenstandgeld usw.)

* Wagendienstliche  Angelegenheiten

* Zollangelegenheiten

* Kassenangelegenheiten

* Personalangelegenheiten der Dienststellen

 

 

Personaldecke:

 

Betriebsamt in der Eisenbahnstraße 54, Düren.

 

Vorstand: Reichsbahnoberrat Dubois

Vertreter: Reichsbahnbetriebsingenieur Zander

 

Bürobeamte: Reichbahnobersekretär Friesdorf, Reichsbahninspektor Reuter, Reichsbahnobersekretäre Balke, Volles, Reichsbahnsekretär Biertz, Reichsbahnassistent Holz, techn. Reichsbahninspektoren: Reul, Schieferede, Schröteler, Voth. Amtsobergehilfe: Leuchtenberg

 

Reichbahn-Verkehrsamt, Eisenbahnstraße 54, Düren.

 

Vorstand: Reichsbahnrat Allweins

1. Vertreter: Reichsbahnoberinspektor Schulze

2. Vertreter: Reichsbahnoberinspektor Rinke

Bürobeamte: Reichsbahninspektor Broich, Reichsbahnobersekretär Liedmann, Reichsbahnbetriebsass. Müller, Schimmels, Amtsobergehilfe Becker

 

 

Fahrkartenausgabe:

 

Leiter: Reichsbahnobersekretär Moritz

Reichsbahnassistent Hirtz

Reichsbahnbetriebsassistent Niederau

Lademeister: Robens

Ladeschaffner: Lothmann

Gepäckarbeiter: 9

Gepäckträger: 2

 

 

Bahnpolizeiabteilung Düren

 

Vorsteher: Reichsbahnsekretär Oster

Bahnpolizeibeamte: Arndt, Kolvenbach, Ditthardt,Dorn, Fink, Hannes, Koch, Müller, Nolden, Schlösser, Strüver, Wolff.

 

 

Hauptzollamt Düren - Unterstelle am Bahnhof Düren

Amtsvorsteher:  Oberzollsekretär Keil

Oberzollsekretäre Bertram, Stehl,

Zollsekretär Lüpchen

 

Quelle: Dürener Adressbuch 1932, S.50-54 

 

 

 

 

 

Deutsche Reichsbahn 1936

im Nationalsozialismus

  

 

Reichsbahn-Betriebsamt

Verwaltungsgebäude: Adolf-Hitler-Straße 54 in Düren

(vormals Eisenbahnstraße) 

Vorstand: Reichsbahnrat Zander

 

Reichsbahn-Verkehrsamt

Vorstand: Reichsbahnrat Eicke

 

Bahnpolizeiabteilung Düren

Vorsteher: Reichsbahnassistent Schmidt

 

Quelle: Dürener Adressbuch 1936, S.11 (Auszug)

 


Bahnhof 1940 - Foto: Sammlung Herbert Reiter, Düren.



"Für den Westfeldzug wurde die Bahnstrecke Köln–Aachen erneut zu militärischen Zwecken genutzt. Truppentransporte und Züge mit Kriegsgerät wurden über die Bahnlinie geführt. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die Bahnstrecke häufiges Ziel von Luftangriffen, die besonders in Aachen und Köln Schäden verursachten. Der letzte durchgehende Zug von Aachen nach Köln verkehrte am 12. September1944".

 

Quelle: Bernhard Poll (Hrsg.): Geschichte Aachens in Daten, Stadtarchiv Aachen, Aachen 1960, S. 336

 


Die Bahn nach dem Krieg

 

Bahnhof Mitte des 20. Jahrhunderts - Foto: Archiv H. Reiter, DÜren.

 

 

 

1954

 Deutsche Bundesbahn

 

 

 

Betriebsamt Düren

Josef-Schregel-Straße 54

 

Vorstand: Bundesbahnrar Lamers

Bundesbahnbetriebswerk Düren – Vorbahnhof Düren.

Vorstand: Bundesbahnoberinspektor Seel.

 

Bahnmeisterei:

Bundesbahnamtmann Ebsen.

Bundesbahnamtmann Kessler.

 

Güterabfertigung:

Arnoldsweilerstraße in Düren

 

Fahrkartenausgabe Düren

mit Gepäck- und Expressgutabfertigung:

Bundesbahninspektor Düster, Bundesbahnobersekretär Fuchs               

 

Blick auf Nord-Düren und Bahnhof 1960er Jahre. Foto: Sammlung H.Reiter.

 

 

                                      Quelle: Dürener Adressbuch 1954

 

Am 10. September 1945 fuhren die ersten Personenzüge von Aachen nach Düren. Im Januar 1946 wurde übergangsweise ein Busverkehr zwischen Düren und Köln eingerichtet. Am 15. Mai 1946 wurde der Betrieb auf der Gesamtstrecke wiederaufgenommen

 

 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Quellen : Hans J. Domsta: Düren 1940–1947. Krieg, Zerstörung, Neubeginn. Eine Dokumentation aus Tagebüchern, Briefen, Akten und Berichten der Zeit (= Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes. Bd. 21). Mit einem Beitrag von Heinz Engelen. Dürener Geschichtsverein. Düren 1994.

Hochspringen  Hans Schweers, Henning Wall: Eisenbahnen rund um Aachen. 150 Jahre internationale Strecke Köln – Aachen – Antwerpen. Schweers + Wall, Aachen 1993, ISBN 3-921679-91-5, S. 132-133.

 

 

 Die Jülicher Kreisbahn

Erste Betriebsführung: WEG



Der alte Bahnhof der Jülicher Kreisbahn.



Die Jülicher Kreisbahn war ein kommunaler Eigenbetrieb des früheren Landkreises Jülich im Rheinland. Die von ihr betriebene Eisenbahnstrecke von Jülich nach Puffendorf wurde im Volksmund ebenfalls mit Jülicher Kreisbahn oder auch schlicht als Kreisbahn betitelt.


 

 

 

 

ELENA Lok, Stadtarchiv Jülich

Im Auftrag der Jülicher Kreisbahn erbaute die Firma Lenz & Co.GmbH eine normalspurige Eisenahnstrecke vom Bahnknotenpunkt Jülich in westlicher Richtung nach Puffendorf, einem Bahnhof an der schmalspurigen Strecke Geilenkirchen – Alsdorf der Geilenkirchener Kreisbahn.


Den Betrieb führten zum Lenz-Konzern gehörende oder aus ihm hervorgegangene Gesellschaften: Zunächst die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft, später Vereinigte Kleinbahnen und Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft.


Güterzug in Kirchberg - Foto: Kreisbildstelle Jülich

 

Der Verkehr wurde am 1. Juli 1911 zwischen Kirchberg Nord und Puffendorf eröffnet. Vom Bahnhof Kirchberg Nord bestand ein Anschluss zum benachbarten Bahnhof Kirchberg (b Jülich) der Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich; am 14. September 1912 folgte das Reststück Jülich Nord – Kirchberg Nord, das parallel zur Staatsbahn verlief.


Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Personenverkehr auf der Schiene am 23. Mai 1971 eingestellt und von zwei Buslinien der Deutschen Bundespost übernommen.


Nachdem am 1. Januar 1972 der Kreis Jülich in den Kreis Düren eingegliedert worden war, übernahm die Dürener Kreisbahn GmbH (DKB) ab 1. Januar 1984 auch die restlichen Aufgaben der Jülicher Kreisbahn

 

Foto:Klaus Miniwolf - Akku-Triebwagen 515 577-5 in Jülich auf "GLEIS 16" CC BY- SA 4.0


Im Herbst 2007 leitete die Rurtalbahn das offizielle Stilllegungs-verfahren für die Strecke ein.




Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BClicher_Kreisbahn, zuletzt aufgerufen am 31.07.2016


 

 

Eine lange Geschichte...

 

 

 

 

 

                Das Unternehmen wird 1908 gegründet.

 

Am 06.10.1908 nimmt die Kreisbahn auf ihren ersten Straßenbahn- und Eisenbahnlinien den Betrieb auf




Historie

 

Ein bedeutungsvoller Tag für die Geschichte der Stadt Düren war der 03. September 1908. An diesem Tage begann die elektrische Straßenbahn ihre Probefahrten. Punkt 10.30 Uhr fuhr der erste Wagen von Distelrath ab und in glatter rascher Fahrt weiter durch die Kölnstraße, Über den Markt, durch die Weierstraße nach Rölsdorf-Lendersdorf. Als der Wagen an dem im Bau begriffenen Wasserturm am Kölnplatz vorbeifuhr, begrüßten ihn die Arbeiter von der Höhe herab mit kräftigen Hochrufen. Auch in den Straßen harrten viele Neugierige der neuen Erscheinung, durch weiche das tägliche Straßenbild nun noch mehr Belebung erfuhr.


    Quelle: Jubiläumsausgabe Dürener Kreisbahn 1908-1958

 

Kleiner alter elektrischer Triebwagenzug, Baujahr 1908

 

Eingerichtet wurden in schneller Folge Straßenbahnlinien zum Dürener Bahnhof, nach Kreuzau, Gürzenich, Lendersdorf und Distelrath. Gemeinsamer Ausgangspunkt war der Marktplatz in Düren. Dazu kamen Eisenbahnlinien (damals entsprechend der Gesetzeslage als Kleinbahn bezeichnet) von Distelrath über Merzenich und Nörvenich nach Zülpich Stadt, sowie eine dem Güterverkehr vorbehaltene Strecke nördlich um die Stadt von Distelrath nach Schneidhausen (Güterring).

 

Die Eisenbahnstrecke nach Zülpich wurde 1911 bis Embken verlängert; ein Anschlussgleis zur Braunkohlenbrikettfabrik Astraea wurde gelegt.

 

Foto: Dürener Kreisbahn 1930


Sehr charakteristisch für diese erste Schienenepoche der DKB war, dass von Anfang an ein Mischbetrieb zwischen Straßenbahnen und Klein- bzw. Eisenbahnen eingerichtet wurde. 1939 wurde der Betrieb der ersten Omnibuslinien aufgenommen"

 





      Mischbetrieb Klein- und Straßenbahn.


Lok der Dürener Kreisbahn ( Foto: DKB)




 Die neue Straßenbahn in Düren



Bild: Erste Fahrt des Triebwagens 20 in der Eisenbahnstraße, Foto DKB


Der 06.10.1908, der erste Betriebstag der Dürener Kreisbahn, wurde in der Stadt wie ein Feiertag begangen. Es wurde geflaggt, und das Glockenspiel vom Turm der Annakirche ließ muntere Weisen erklingen. Das "Publikum" nahm das neue Verkehrsmittel mit Begeisterung an. Einige Wagen waren bis auf den letzten Platz besetzt, insbesondere Schüler und Berufstätige nutzten die neue, bequeme Möglichkeit der Fortbewegung. Die Wagen fuhren ohne Schaffner. Jeweils an der vorderen Plattform war eine Tür geöffnet. Am Fahrerstand vorbei konnten die Fahrgäste für 10 Pfennig einen Fahrschein aus dem Automaten ziehen. Die Buße fürs Schwarzfahren betrug übrigens 6 Mark. Die Inanspruchnahme der Straßenbahn war so groß, dass kurz nach der Eröffnung eine neue Linie eingerichtet wurde. Sie führte vom Bahnhof zur Bonner Straße und schuf so im Wechsel mit den Linien Kreuzau und Jesuitenhof einen Siebeneinhalb-Minuten-Takt vom Bahnhof bis zur Innenstadt. Die Wagen begegneten sich auf dem zweigleisigen Streckenabschnitt zwischen Markt und Bahnhof.

Bild: Der “Rangierbahnhof” 1938

 

"Im Zweiten Weltkrieg wurde Düren schwer zerstört und die Strecken der DKB wurden so stark beschädigt, dass einige Abschnitte nicht mehr in Betrieb genommen wurden. So endete der Straßenbahnverkehr nach Kreuzau und zum Bahnhof. Die Haltestelle Markt wurde auf den Kaiserplatz verlegt. Bis 1958 wurden im innerstädtischen Straßenbahnnetz außer der Verbindung Düren Kaiserplatz–Distelrath alle Strecken stillgelegt."

 

Quelle:DürenerKreisbahn - https://de.wikipedia.org,5.3.2016

Quelle:DürenerKreisbahn - https://de.wikipedia.org,5.3.2016

Quelle:Datei:DKBLogo.svg - https://de.wikipedia.org,5.3.2016

 

 Foto: StadtarchivDüren

 


 

                                        Die Loks

 

Lok 2 der Dürener Kreisbahn (Humboldt, Baujahr 1908, Fabrik-Nr. 459) war bis 1960 bei der DKB eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass die Lok sowohl mit einer Saugluftbremse (Einfüllstutzen für den Rahmen-Wasserbehälter auf dem Umlauf vorne rechts, Schalldämpfer auf dem Kesselrücken) ausgerüstet ist, als auch eine einstufige Luftpumpe Bauart Knorr als Hinweis auf die Ausrüstung mit Luftdruckbremse vorhanden ist. Rätsel gibt auch die seitliche Klappe im Kohlenkasten auf. (1955) Foto: Robin Fell.

 

Ferner bestand im Kreis Düren ab 1908 ein normalspuriges Schienennetz der Dürener Kreisbahn (DKB), welches mit der Staatsbahn jedoch nicht im Bahnhof Düren, sondern über eine Gleisverbindung vom Ostkopf des Dürener Bahnhofs zum DKB-Betriebsmittelpunkt Distelrath verbunden war.

 

"Der Bahnhof Distelrath wurde am 6. Oktober 1908 eröffnet. Zunächst verkehrten neben dem Güterverkehr vom und zum Dürener Bahnhof sowie nach Nörvenich – Zülpich die Straßenbahnen in Richtung Innenstadt."

 

Quelle:Bahnhof Distelrath - https://de.wikipedia.org zuletzt aufgerufen 12.08.2016


Foto oben: Versammlung der (ausgemusterten) Straßenbahnen Nr. 13, 11, 15 und 22 der Dürener Kreisbahn (DKB) in Düren-Distelrath. (17.04.1964) Foto: Robin Fell



Straßenbahn vor dem Rathaus Düren 1959 - Archiv JCD.





                 Steckbrief


Die Dürener Kreisbahn GmbH (DKB) ist ein in Düren ansässiges Verkehrsunternehmen. Es betreibt aktuell neben 31 konventionellen Buslinien, deren Liniennetz ungefähr 710 Kilometer umfasst, vier Nachtbus-, vier Anrufbus- und eine Discobuslinie sowie ein Anrufsammeltaxi-Angebot. Dafür stehen insgesamt 77 Fahrzeuge zur Verfügung. 2004 beförderte die DKB damit insgesamt rund 10,77 Mio. Fahrgäste. Die Dürener Kreisbahn GmbH ist zu 100 Prozent Eigentum der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH.

Dürener Kreisbahn (DKB)


Betriebsführer:

Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (W.E.G.)

ab 01.01.1921 eigene Betriebsführung (GmbH-Gründung)

ab 01.10.1960 Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft (DEG)

ab 01.01.1969 eigene Betriebsführung


Name der Bahn:

Ab 1921: Dürener Kreisbahn GmbH (DKB),

seit 1931: Dürener Kreisbahn Betriebsgesellschaft mbH (DKB)

 

Streckeneröffnungen:

06.10.1908  Düren Bf. - Gürzenich                        

06.10.1908  Rölsdorfer Gleisdreieck - Friedenau          

23.12.1908  Gürzenich - Friedenau                        

15.03.1909  Friedenau - Kreuzau                          

06.10.1908  Distelrath - Zülpich

03.06.1911  Zülpich - Embken

20.07.1912  Distelrath - Rölsdorf

20.07.1912  Lendersdorf - Walzwerk Schneidhausen


Sonstiges:

01.01.1984  Übernahme der Jülicher Kreisbahn

15.09.1992  Übernahme der DB-Strecken Düren - Heimbach und Düren - Linnich


 Quelle: http://www.beitraege.lokomotive.de/privatbahnen/d_dkb.php

  
Im Service Center gibt es u.a. Auskünfte über die Verbindungen im Kreisgebiet


Heute befindet sich die Geschäftsstelle der Dürener Kreisbahn am Markt.


Weitere Infos über die Dürener Kreisbahn finden Sie <<<HIER>>>

 

 

 

Wir danken der Dürener KREISBAHN für das umfangreiche Bild- und Textmaterial aus der Chronik 70 Jahre Dürener KREISBAHN 1908-1978.
http://www.wisoveg.de/dueren/1908-78/dkb1908-78.html


       Bahnbetriebswerk Düren

 

 

"Das Bahnbetriebswerk Düren lag aus Richtung Köln kommend vor dem Bahnhof Düren am Vorbahnhof.

Bis Anfang der 1930er Jahre befand sich das Bahnbetriebswerk (Bw) in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes. Am 11. September 1933 wurde das Bw am Vorbahnhof in Betrieb genommen. Das Bw hatte einen 26-gleisigen Ringlokschuppen mit vorgebauter Drehscheibe.
Sie hatte einen Durchmesser von 23,6 Meter.

 

Weiterhin gehörten zum Bahnbetriebswerk Düren  eine Ausbesserungshalle für Güterwagen, Verwaltungsgebäude, Ersatzteillager, Bekohlungsanlage und ein Wasserturm.

 

Am 01.12.1983 wurde das Bw Düren als selbständiges Bw aufgelöst.

 

In einer rechteckigen Werkstatthalle zwischen Drehscheibe und Verwaltungsgebäude wurden kleinere Reparaturen an den Triebfahrzeugen durchgeführt.

 

Dampflokomotiven der Baureihen 38, 55, 56, 74 und 92 waren in Düren beheimatet."

 

Quelle: Bahnbetriebswerk Düren - https://de.wikipedia.org

                           Foto: Joachim Biemann

 

 

 

 

                                Seit 1874:  

Die Drehscheibe

am Bahnhof Düren


 

"Drehscheibe" Bahnhof Düren 1965, Foto: Klaus Miniwolf, CC-BY-SA 2.0 de

 

 

Die Dürener Drehscheibe hat seit 1874 viel erlebt und zwei Weltkriege überstanden. Sie ist die einzige Drehscheibe in Deutschland, die noch – wie in der Anfangszeit der Eisenbahn – direkt in einem Personenbahnhof liegt und dadurch für jedermann sichtbar ist.

Da die seinerzeit eingesetzten Schlepptenderlokomotiven nur vorwärts in Höchstgeschwindigkeit fahren konnten, mussten so genannte Drehscheiben eingesetzt werden. Die Dürener Anlage hat eine Gleislänge von 16 Meter. Auf ihr wurden die Züge, die auf  den Gleisen 17 und 19 in den Bahnhof einfuhren, "gedreht" - bei Stromausfall mit Handkurbeln.

 

Foto:Archiv JCD

 

 


An den Kopfgleisen im Bahnhof Düren befand sich aus Dampflokzeiten eine Drehscheibe, wo früher die pr. T 12 aus Jülich drehten und die hier für einen 795 Verwendung findet. (05.04.1976) Foto: Peter Schiffer

 

Quelle: Dürener Zeitung

 

 

 

 

Foto: Roland Keller

 

 

 

              

 

 

 

 

 

Josef Rubel, Golzheim

 Die Dürener Kraftpost


aus dem Archiv

"Josef Rubel",  Golzheim


1905 bis 1985

 

 

 

Erster Kraftomnibus (hier als nachgebautes Modell) aus dem Jahre 1905. Dieser Wagen der Königlich Bayerischen Post fuhr ab 1. Juni 1905 auf der Linie Bad Tölz - Lenggries in Bayern. Das Modell befindet sich im Museum für Kommunikation in Frankfurt a. M.

 

 

 

   Busse an der Abfahrtstelle Gutenbergstraße in Düren

 

Quelle. Josef Rubel, Merzenich-Golzheim

 

 

In den 50er Jahren ein    gewohntes Bild an der Abfahrtstelle der Kraftpost in der alten Gutenbergstraße in Düren: Abfahrtbereite und  abfahrende Kraftpostomnibusse, fast ausschließlich MAN. Ganz hinten ein Krauss-Maffei KMO 131 (wahrscheinlich ein Wagen  des Postamts Köln-Deutz) und in der Mitte, rechts abbiegend  ein im Auftrage der Deutschen Bundespost fahrender MAN, wahrscheinlich der Firma Walter, Vossenack, heute Firma Rüssel, Vossenack / Stolberg.

 

 

 

Foto: Sammlung Josef Rubel, Golzheim

 

 

Einer der ersten nach dem zweiten Weltkrieg gebauten Kraftpostomnibusse beim Postamt Düren.    Es handelt sich um einen Mercedes-Benz O 5000.

 

 

 

 

                                                    

 

 

 




Seit 2013 ist die Deutsche Post AG wieder im Fernbusverkehr aktiv, jetzt unter der Marke Postbus.

 

Quelle: http://www.wisoveg.de/bve/jrubel/seite01.html 23.4.2016

 

Quelle: Herausgeber:
Josef Rubel, Merzenich-Golzheim, Edition, Selbstverlag.

 

 

 

 

 

Quelle: http://bf-d.zielbahnhof.de/dueren.htm, zuletzt aufgerufen am 12.08.2016

 

                                                         Teil 3

 

Die Bahn heute

 

                                            Logo_  Deutsche Bahn AG

                   

 

 

 

                             Lageplan

Dürener Bahnhof

 

 

 

Quelle: Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg - https://de.wikipedia.org

 Quelle: AVV, zuletzt aufgerufen am 8.3.2016


 

 

Der Bahnhof und seine 23 Gleise

 

Der Bahnhof besitzt 23 Gleise, wovon aber nur neun einen Bahnsteig besitzen, der genutzt werden kann. Bei planmäßiger Nutzung der Gleise fahren die Züge wie folgt: 

 

  • Gleis 1: Halt der Fernverkehrs- und Regionalzüge und Durchfahrtsgleis der Züge in Richtung Aachen (Bahnsteiglänge: 320 Meter)
  • Gleis 2: Durchfahrtsgleis der Züge in Richtung Köln
  • Gleis 3: Halt der Fernverkehrs- und Regionalzüge in Richtung Köln (Bahnsteiglänge: 320 Meter)
  • Gleis 4: Nutzung als Halt für  Züge aus Köln, die außerplanmäßig in Düren enden (Bahnsteiglänge: 240 Meter)
  • Gleis 4a: Halt der Rurtalbahn aus und in Richtung Heimbach und Halt des Regional-Express, der in verkehrsschwachen Zeiten nur bis Düren fährt, von und nach Aachen (Bahnsteiglänge: 100 Meter)
  • Gleis 5: Halt der S-Bahnen aus und in Richtung Köln (Bahnsteiglänge: 140 Meter)
  • Gleis 6: Halt der S-Bahnen aus und in Richtung Köln, Halt der Bördebahn nach und aus Euskirchen und Halt der Euregiobahn aus und in Richtung Aachen (Bahnsteiglänge: 140 Meter)
  • Gleis 7: Durchfahrts-/ Überholgleis
  • Gleis 8–11: neue, an das ESTW angeschlossene, Rangier- und Abstellgleise der DB und der Euregiobahn
  • Gleis 12–19: Rangier- und  Abstellgleise der DB und der Rurtalbahn GmbH    (Anordnung der Gleise am Hauptgebäude und auf der Nordseite des Hauptgebäudes)
  • Gleis 20: Rangier- und Abstellgleis der Rurtalbahn GmbH
  • Gleis 23: Halt der Rurtalbahn aus und in Richtung Linnich (Gleis 23 als Haltegleis für geplante Anbindung der Euregiobahn über die Nordbrücke)

 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_D%C3%BCren.31.3.16

 

 



      Der Nah- und Fernverkehr ab Düren

 

 

Indeviadukt in Eschweiler-Aue: aus Paris kommender Thalyszug mit nach Düren fahrenden Euregiobahntriebwagen ( Foto: Roland Keller).



    Infos zum Nah- und Fernverkehr:





 

 

                          RE 9

 

 

 

 

 

 

Quelle: Datei:12-06-029 Köln Hbf DB 442 263.jpg - https://de.wikipedia.org, zuletzt aufgerufen am 12.8.2016

                            Logo: DB Regio NRW GmbH    



NRW-Express RE1


 

 

 

Foto: JCD

 

         

 

                                     Euregiobahn      RB 20
 

 

Quelle: Euregiobahn - https://de.wikipedia.org
Euregiobahn - Foto: Justiz-Club Düren

 

 

Die DB Regio NRW setzt 24 in Aachen gebaute, zweiteilige Dieseltriebzüge der Bauart Bombardier Talent ein. In der Anfangszeit der Euregiobahn wurden jedoch auch Einheiten der dreiteiligen Version, welche als Baureihe 644 geführt werden, eingesetzt. Die heute eingesetzten Züge Baureihe 643.2 verfügen neben einer Indusi-Vorrichtung für die deutschen Gleissysteme auch über das niederländische Zugsicherungssystem ATB.

 

 

 

 

Quelle: Datei:Rurtalbahn-Logo.svg - https://de.wikipedia.org

 

 RB 21

                                Fahrpläne  <<<<<<HIER>>>>>>

 

RegioSprinter der Rurtalbahn (Foto: JCD)

 

      Die Rurtalbahn GmbH betreibt insgesamt 102 km Streckennetz.

 

"Die Rurtalbahn bietet mit ihren Regionalbahnlinien nach Jülich/Linnich sowie Untermaubach/Heimbach eine tägliche Verbindung zwischen der Börde-Region und der Nordeifel. Neben vielen Berufspendlern und Schülern wird die Rurtalbahn auch aus touristischer Sicht stark frequentiert. Verschiedenste touristische Ziele liegen nur unweit der Rurtalbahn und sind mit der Rurtalbahn leicht erreichbar".

Quelle:
http://www.rurtalbahn.de/unternehmen/historie http://www.rurtalbahn.
9.3.2016

                   

Quelle: Datei:Duerenhbf01.jpg - https://de.wikipedia.org, zuletzt aufgerufen am 12.8.2016

 


"Am 25. März 1993 begann der im Vergleich zum DB-Fahrplan deutlich verbesserte Zugbetrieb auf der Rurtalbahn von Jülich über Düren bis Heimbach mit mindestens einem Zug pro Stunde und Richtung. Seit dem 07. Juni 2002 verkehren die Züge von Düren kommend wieder weiter bis nach Linnich. Auf der Bördebahn wird saisonal an Sonn- und Feiertagen Personenverkehr mit dem Bördeexpress angeboten."


Brücke Schoellerstraße - Rurtalbahn-Triebwagen VT 744 bei einer Rangierfahrt, Foto: Roland Keller

 

Quelle:Rurtalbahn GmbH - https://de.wikipedia.org, 5.3.2016 Quelle:Datei:Rurtalbahn 6.11.JPG - https://de.wikipedia.org. 5.3.2016

 

 

Infrastruktur


 Bahnanlagen mit den Strecken:

-  Düren - Heimbach

-  Düren - Linnich

-  Heinsberg - Lindern

-  Abstellanlage Distelrath

Weiterhin wird die Bahnanlage der DBAG mit der Strecke

-  Düren - Zülpich

von der Rurtalbahn GmbH bewirtschaftet.



Am 27. April 2017 stellt die Rurtalbahn den neuen Altstom Lint 54 mit Platz für 300 Menschen ( 170 Sitzplätze) vor.


Er wird ab 01. Juli 2017 auf der Strecke Düren - Linnich eingesetzt. Die drei  54 Meter langen Triebwagen des Herstellers Altstom wurden für eine Summe von 12 Millionen EUR von der Rurtalbahn gekauft. Bei Bedarf werden die Triebwagen auch auf der Strecke Düren-Heimbach. Entlang der Rur gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h.


Kleines Extra: Es stehen Steckdosen im Wagen zur Verfügung, mit denen man die Mobiltelefone während der Fahrt aufladen kann.

 

 Weitere Infos über die Rurtalbahn finden Sie <<<HIER>>>

 

 

 

 

        Die S-Bahn Düren-Köln

S 13 und S 19

 

Quelle: Datei:S-Bahn-Logo.svg - https://de.wikipedia.org

 

 

 

 

S-Bahn. Foto: Archiv Justiz-Club Düren

 

Heute verkehren hier Nahverkehrszüge verschiedener Regional-Express-, Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Dadurch ist Düren unter anderem an das Netz der S-Bahn Köln angeschlossen. Zusätzlich wird der Bahnhof im Fernverkehr am Wochenende von einzelnen Intercity- und Intercity-Express-Zügen bedient.

Quelle: Bahnhof Düren - https://de.wikipedia.org, zuletzt aufgerufen am 5.3.2015

 

 

 

 

Die Eifel-Bördebahn

Euskirchen - Zülpich - Düren

RB 28


Bördebahn bis 1983

 


Quelle: Arbeitskreis Eifelbahnen und IG Rurtalbahn
Quelle: Wolfgang Müller aus "150 Jahre Bördebahn", Arbeitskreis Eifelbahnen und IG Rurtalbahn e.V. S. 13, Druck Heinen, Bad -Münstereifel, 2014



 

Bördebahn heute

Bördebahn bei Nemmenich - Foto: Archiv JCD

 

"Für die Bördebahn über Zülpich nach Euskirchen ist die vollständige Reaktivierung geplant, Züge sollen anschließend bis Bonn verkehren. Seit Ostern 2015 wird diese Strecke nicht nur wie bisher sonn- und feiertags, sondern auch an jedem Samstag durch den „Bördeexpress“ befahren."

 

Die Strecke verläuft durch flaches, dünn besiedeltes und landwirtschaftlich geprägtes Land der Jülich-Zülpicher Börde.

 

Bahnhof Zülpich - Foto: Archiv JCD

 

Bahnhof Nemmenich/Bördebahn - Foto: Roland Keller



Quelle:Datei:654 004 + 654 008 - Rurtalbahn -- Zülpich - 6. Juli 2014(14616932253).jpg - https://de.wikipedia.org, zuletzt aufgerufen: 5.3.2016

 

 

Bördeexpress
Fahrplan 2016
eifelboerdebahn-2.pdf [ 83.5 KB ]


Weitere Informationen zur Bördebahn finden Sie <<<HIER>>>




 


Quelle: Datei:Bahnhof Euskirchen.jpg - https://de.wikipedia.org , 26.6.2016

Roland Keller, Stolberg,  Archiv Justiz-Club Düren



Industriebahnlinie

 Abzweigung bei Bessenich.

Gleise zur ehemaligen Brikettfabrik

"Victor Rolff" in Geich - heute stillgelegt.

Rechts Gleis "Bördeexpress".

 

 

 

 


Fotos: Archiv Justiz-Club Düren





              IG Rurtalbahn e.V

Der IG Rurtalbahn e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Zielsetzung eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung im Raum Düren und Euskirchen ist. Im Mittelpunkt steht hierbei die Eifel-Bördebahn. Diese eingleisige Eisen-Bahnstrecke führt von Düren über Vettweiß und Zülpich nach Euskirchen. Der Abschnitt zwischen Düren und Zülpich ist von der DB-AG an die Rurtalbahn GmbH verpachtet und wird von dieser regelmäßig mit Güterverkehr befahren. Der restliche Abschnitt liegt weiterhin im Zuständigkeitsbereich der DB und ist vom ersten Abschnitt betrieblich getrennt, weshalb durchgehende Fahrten nur erschwert möglich sind. 

Das Ziel ist die Wiederaufnahme des Personennahverkehrs auf der Gesamtstrecke zwischen Düren und Euskirchen. 


 Quelle:
 
http://www.igrurtalbahn.de/
 9.3.2016






Bahnhof/ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof) in Düren

 

Foto: Archiv JCD

 

Am Nord- und Hauptausgang des Bahnhofs befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB). Hier verkehren fast alle Linien. Sie dienen auch als Verbindung zum zweiten Busknotenpunkt der Stadt, dem Kaiserplatz.

 


Das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof

 

 

 

 

Foto: Archiv Justiz-Club Düren

 


Foto: Abels, Aachener Zeitung, 24.11.2014

 

 

"Der Dürener Bahnhof  ist  komplett barrierefrei eingerichtet.

Alle Bahnsteige sind mit Hilfe eines Aufzugs zu erreichen. Weiterhin gibt es ein Blindenleitsystem auf dem Boden. Neben einem Reisezentrum, einem Buchladen und einem DB-Service Store findet man ebenso sanitäre Einrichtungen, Schließfächer und einen Geldautomaten im Gebäude. Außerdem unterhält die Bahnhofsmission eine Anlaufstelle für Hilfesuchende. Am Südausgang der Bahnhofsunterführung befindet sich das neuerrichtete Fahrradparkhaus, welches nach mehrmonatiger Bauzeit im September 2010 eröffnet wurde."

 

Quelle:Bahnhof Düren - https://de.wikipedia.org, 5.3.2016

 

 

 

 

Einweihung 1930

Die Dreigurtbrücke
in Düren

 

 

 

 

Dreigurtbrücke, Foto: EveryPicture / CC-BY-SA-3.0

 

 

Die Brücke wurde zwischen 1928 und 1929 nach Plänen von Reichsbahnoberrat Robert Tils aus Stahlfachwerk als erste Dreigurtbrücke der Welt errichtet und am 3. August 1930 in Betrieb genommen. Sie ersetzte eine ältere massive Steinbogenbrücke, die noch aus der Bauzeit der 1841 eröffneten Eisenbahnstrecke Köln–Aachen stammte, und deren Reste noch heute sichtbar sind. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die Dreigurtbrücke zerstört und lag in der Rur.  Sie konnte aber nach dem Krieg instand gesetzt werden.

 

"Die Dreigurtbrücke ist eine unter Denkmalschutz stehende Eisenbahnbrücke über die Rur in Düren. Auf ihr überquert die Schnellfahrstrecke Köln–Aachen den Fluss.

Die zweigleisige Brücke ist eine dreigurtige, genietete Stahlfachwerkbrücke von 78 Metern Spannweite und 14,80 Metern Höhe. Der Abstand zwischen den beiden Untergurten beträgt 13,50 Meter."

 

Quelle:Dreigurtbrücke - https://de.wikipedia.org. zuletzt aufgerufen 5.3.2016

Quelle: Foto unten: A. Trostdorf, Merode

 

 

Zerstörte Dreigurtbrücke im 2. Weltkrieg.

 

 

Die Brücke heute

 

Von Foto: Käthe und Bernd Limburg, www.limburg-bernd.de / Lizenz: Creative Commons BY-SA-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16345902

 

 

 

 

 

               Steckbrief Bahn

 

 

 

"Die Deutsche Bahn AG (DB) ist ein Verkehrsunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin.

 

 

Es entstand 1994 aus der Fusion der Staatsbahnen Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn und Umwandlung in eine Aktiengesell-schaft.

 

Das bundeseigene Unternehmen ist das größte Eisenbahn-verkehrs- und Eisenbahninfrastrukturunternehmen

in Mitteleuropa und bereits seit mehreren Jahren internatio-

nal tätig.

Der Konzern ist als integrierter Konzern strukturiert und hat über 1000 Tochterunternehmen.
Die bekanntesten Tochter-unternehmen im Schienenverkehr sind DB Regio (Personen-nahverkehr), DB Fernverkehr (Personenfernverkehr) und DB Cargo (Schienengüterverkehr). DB Netz ist das Eisenbahn-infrastrukturunternehmen und betreibt das größte Schienen-

netz Europas."

 

Quelle:Deutsche Bahn - https://de.wikipedia.org, 14.3.2016

Quelle: Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg - https://de.wikipedia.org, 14.3.2016

 

 

 

 

Die Konzernzentrale, der Bahntower, am Potsdamer Platz in Berlin (2008)

 

 

 

 

                                          

Quelle:Datei:16199 dbtower duhanic.jpg - https://de.wikipedia.org, 14.3.2016

 

 

 

Übrigens...

 

 

"Der Dürener Bahnhof heißt von Seiten der Deutschen Bahn nicht Hauptbahnhof, da keine offizielle Namensänderung vorgenommen wurde. Die Bezeichnung Düren Hbf wird aber an den Automaten im Bahnhof und auf den Zugzielanzeigern der Rurtalbahn (RB 21) verwendet. Auch die Straße, über welche die Zufahrt zum Empfangsgebäude erfolgt und die in der Anschrift des Bahnhofs genannt ist, heißt Hauptbahnhof."

 

 

 

Deutsche Bahn - Bahnhof  Düren

Hauptbahnhof 1
52349
Düren

 

 

Quelle: Bahnhof Düren - https://de.wikipedia.org 26.3.2016

 

Archiv JCD

 


>>Zum Seitenanfang >>



Danke für das Interesse.

Für die Überlassung  das Thema betreffenden Fotomaterials wäre ich sehr dankbar

 

 

 

 

 

Heinz-Peter Müller

 



Fotos in JPG Format bitte an



 hpm56@t-online.de

 


Fotos oben: Archiv JCD
Fotos oben: Archiv JCD

 

 Spurbreite

1435 mm

 seit 1835

in Deutschland

 

 

"Als Normalspur, Regelspur oder Vollspur bezeichnet man bei Eisenbahnen eine Spurweite mit einem Nennmaß von 1435 Millimetern (4′ 8,5″)zwischen den Innenkanten der Schienenköpfe. In der Anfangszeit des Eisenbahnverkehrs wurde diese Spurweite auch als Stephenson-Spur bezeichnet"

 

 

"1886 wurde in Bern von Vertretern aus Deutschland,Frankreich, der Schweiz, Italien, Österreich und Ungarn die Technische Einheit im Eisenbahnwesen ausgearbeitet. Dabei wurden die bereits vorherrschende Spurweite von 1435 mm sowie Spurweiten, Toleranzen und viele weitere Details für den internationalen Verkehr festgelegt. Weltweit sind heute ca. 60 % aller Eisenbahnstrecken normalspurig."

 

 

"Eine populäre moderne Sage sieht den Grund für dieses ungerade Spurweitenmaß in der angeblich zwei Pferdehinterteile umfassenden Fahrspur-Breite der Straßen des Römischen Reiches, die bis nach Englandr eichten. Im Wesentlichen wird dabei der Ursprung des Spurmaßes englischer Bergwerkgleise auf die Breite römischer Straßen zurückgeführt."

 

 

Quelle: Normalspur - https://de.wikipedia.org


 

Quelle:Datei:S1824 Oberbau W (umspurbar), Regelspurstellung.jpg - https://de.wikipedia.org

 3.4.2016

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die beiden "Brücken", Josef-Schregel-Straße

 

 

     Fotos: Archiv Justiz-Club

    

Von 8 bis 12 Uhr ist die Bahnhofsmission montags bis freitags geöffnet.

      Foto: Archiv Justiz-Club

 

 

 Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft.

 

 

Friedrich Wilhelm III. traf  mit der königlichen Kabinettsorder vom 12. Februar 1837 eine abschließende Entscheidung, indem er erklärte,  der Kölner “Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft” könne die Konzession zum Bahnbau nur unter der Bedingung erteilt werden, dass die Bahnstrecke über Düren und Aachen verläuft.

 

 

Friedrich Wilhelm III. König von Preußen

 

 

Lokomotive von Stephenson 1830

 

"Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft begann

1839 ihren Betrieb mit Maschinen aus der englischen

Lokomotivfabrik von

George Stephenson."


Zwei dieser Maschinen aus einer Lieferung des Jahres 1845 mit den Namen Saturn und Schelde waren 1875 noch in Betrieb

 

Quelle:Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft - https://de.wikipedia.org

 

 

George Stephenson

 

 

"Hauptlieferanten für Lokomotiven waren jedoch die Lokomotivfabrik Borsig in Berlin mit mehr als 380 Maschinen und Henschel & Sohn, Kassel, mit über 50 Lokomotiven."

August Borsig
Lokomotive von Borsig, 1848

 

Quelle:Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft - https://de.wikipedia.org



Erste Lok der Firma Henschel, 18. August 1848


 

Kastenlok "RUR" der Aachener Straßenbahn, 1942 verkauft an die Papierfabrik Schoeller/Düren, dort umgebaut zur Dampfspeicherlok.

    Foto: Jörg Seidel/J.Berger

 

Lokomotive der KFNB von den Borsigwerken, Baujahr 1857

 

 

Preußische 

Behörden 

 

 

"Der Begriff Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung (K.P.E.V.) oder Königlich Preußische Staatseisenbahn-verwaltung bezeichnet die Gesamtheit der staatlichen

Eisenbahnverwaltungs

behörden in Preußen.

 

Die weitgehend selbständigen Eisenbahndirektionen Preußens unterstanden direkt dem Ministerium für öffentliche Arbeiten."

Lok der Pr. Staatsbahn

 

 

Quelle:Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung - https://de.wikipedia.org

14.3.2016

Wappen: www.themt.de

Thomas Hey´l, 14.3.2016

 

 

 

            Weitere  Quellen:

 

 

Quelle:Datei:Duerenhbf03.jpg - https://de.wikipedia.org

12.3.2016

 


 

Quelle:Datei:Bahnhof Düren DB Reisezentrum.jpg - https://de.wikipedia.org

12.3.2016

 

Quelle:Datei:Drehscheibe Düren.JPG - https://de.wikipedia.org

12.3.2016

 

Quelle:Datei:Bahnhof Düren Nordseite mit RE1 nach Aachen.jpg - https://de.wikipedia.org

12.3.2016

 

 

 Justiz-Club Düren 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



































































































 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 











































































































































































































































































































































 


 



















































































































































































































































































































 











    



























































































































































































































 







 


 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-.